Mo, 11:36 Uhr
04.03.2013
Bauern-Frühstück
Diese Veranstaltungen haben nicht nur Tradition, sondern erfreuen sich einer überaus großen Beliebtheit unter der Zielgruppe, der Nordthüringer Bauernschaft. Die Rede ist vom Landwirtschaftsfrühstück der Nordthüringer Volksbank...
In diesem Jahr hatten die Vorstände Harald Habermann und Peter Herbst nach Bielen, in den Landgasthof Lendewig eingeladen.
Peter Herbst (Foto: nnz)
Gastreferent war erneut Thüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz, doch zuvor begrüßte Peter Herbst die mehr als 100 Landwirte aus den Landkreisen Nordhausen und Sömmerda sowie aus dem Kyffhäuserkreis. Herbst betonte, dass die Bauernschaft Nordthüringens auch im vergangenen Jahr ein stabiler Partner des genossenschaftlichen Bankwesens im Norden des Freistaates gewesen sei. Peter Herbst verwies auf die erfolgreiche Entwicklung der Bank im vergangenen Jahr, an der auch die landwirtschaftlichen Unternehmen ihren Anteil haben und von der sie als Kunden durchaus profitieren würden.
Jürgen Reinholz freute sich seinerseits, dass er diesen Termin in seiner Heimat wahrnehmen könne. Dann aber war es mit den Annehmlichkeiten vorbei. Reinholz begann mit der GAP -der gemeinsamen Agrarpolitik - und dem Finanzrahmen, den die Europäische Union erst vor einigen Wochen beschlossen hatte. Allerdings muss dem noch das europäische Parlament zustimmen.
Jürgen Reinholz (Foto: nnz)
Ein weiteres Thema war die Nutzung der Windenergie im Zusammenspiel mit den Agrarflächen. Landwirte werden bei Bau und Nutzung doppelt bestraft, einerseits werden Flächen versiegelt, andererseits stehen die neuen Flächen nicht in dem Maße nicht zur Verfügung, sondern wieder nur bei Landwirten. Und im Übrigen sehen diese Dinger in der Landschaft Schei... aus. Die Windkraftbetreiber sollten zur Kasse gebeten werden. Die daraus erlösten Gelder müssen zweckbestimmt verwendet werden (nicht zur Finanzierung des Landeshaushaltes) und sollten nicht zum Beispiel zur Finanzierung von Theatern im Freistaat genommen werden.
Letztes Thema war die Milchquote. Die Volatilität des Preises für die Milch werden zunehmen, der Markt werde freigegeben. Insofern stellen die Direktzahlungen an die Milcherzeuger auch weiterhin ein wichtiges Steuerungs- und Unterstützungselement dar.
Als zweiter Referent war der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer am Rednerpult. Er analysierte die Historie diverser Lebensmittelskandale, die auch immer einen politischen Hintergrund hätten. Der eigentliche Skandal sei der, was aus einem Ereignis gemacht wird. Man solle immer die Ursachen weiterfassen. Zum Beispiel Schimmelpilze im Mais oder Pferdefleisch auf dem europäischen Markt, dessen Herkunftsland Rumänien seit Monaten bekannt war. All diese Skandälchen könnten vermieden werden, wenn es auch in Deutschland eine Kettenverantwortung gibt, wie es seit Jahrzehnten in Holland der Fall sei.
Den Vorträgen folgten das eigentliche Bauern-Frühstück sowie eine angeregte Diskussion.
Autor: redIn diesem Jahr hatten die Vorstände Harald Habermann und Peter Herbst nach Bielen, in den Landgasthof Lendewig eingeladen.
Peter Herbst (Foto: nnz)
Gastreferent war erneut Thüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz, doch zuvor begrüßte Peter Herbst die mehr als 100 Landwirte aus den Landkreisen Nordhausen und Sömmerda sowie aus dem Kyffhäuserkreis. Herbst betonte, dass die Bauernschaft Nordthüringens auch im vergangenen Jahr ein stabiler Partner des genossenschaftlichen Bankwesens im Norden des Freistaates gewesen sei. Peter Herbst verwies auf die erfolgreiche Entwicklung der Bank im vergangenen Jahr, an der auch die landwirtschaftlichen Unternehmen ihren Anteil haben und von der sie als Kunden durchaus profitieren würden.Jürgen Reinholz freute sich seinerseits, dass er diesen Termin in seiner Heimat wahrnehmen könne. Dann aber war es mit den Annehmlichkeiten vorbei. Reinholz begann mit der GAP -der gemeinsamen Agrarpolitik - und dem Finanzrahmen, den die Europäische Union erst vor einigen Wochen beschlossen hatte. Allerdings muss dem noch das europäische Parlament zustimmen.
Jürgen Reinholz (Foto: nnz)
Ein weiteres Thema war die Nutzung der Windenergie im Zusammenspiel mit den Agrarflächen. Landwirte werden bei Bau und Nutzung doppelt bestraft, einerseits werden Flächen versiegelt, andererseits stehen die neuen Flächen nicht in dem Maße nicht zur Verfügung, sondern wieder nur bei Landwirten. Und im Übrigen sehen diese Dinger in der Landschaft Schei... aus. Die Windkraftbetreiber sollten zur Kasse gebeten werden. Die daraus erlösten Gelder müssen zweckbestimmt verwendet werden (nicht zur Finanzierung des Landeshaushaltes) und sollten nicht zum Beispiel zur Finanzierung von Theatern im Freistaat genommen werden.Letztes Thema war die Milchquote. Die Volatilität des Preises für die Milch werden zunehmen, der Markt werde freigegeben. Insofern stellen die Direktzahlungen an die Milcherzeuger auch weiterhin ein wichtiges Steuerungs- und Unterstützungselement dar.
Als zweiter Referent war der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer am Rednerpult. Er analysierte die Historie diverser Lebensmittelskandale, die auch immer einen politischen Hintergrund hätten. Der eigentliche Skandal sei der, was aus einem Ereignis gemacht wird. Man solle immer die Ursachen weiterfassen. Zum Beispiel Schimmelpilze im Mais oder Pferdefleisch auf dem europäischen Markt, dessen Herkunftsland Rumänien seit Monaten bekannt war. All diese Skandälchen könnten vermieden werden, wenn es auch in Deutschland eine Kettenverantwortung gibt, wie es seit Jahrzehnten in Holland der Fall sei.
Den Vorträgen folgten das eigentliche Bauern-Frühstück sowie eine angeregte Diskussion.


