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Di, 11:14 Uhr
05.03.2013

Kein Problem mit Pferdefleisch

Angesichts des Pferdefleischskandals überdenken derzeit viele Verbraucher ihr Konsumverhalten. So will ein Drittel der Deutschen künftig keine fleischhaltigen Fertiggerichte mehr kaufen. Dagegen haben rund 60 Prozent grundsätzlich kein Problem damit, Pferdefleisch zu essen...


Es muss aber gesundheitlich unbedenklich und entsprechend deklariert sein. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer aktuellen Studie in Zusammenarbeit von GfK und dem GfK Verein.

Die vielen Lebensmittelskandale der letzten Jahre haben die Verbraucher für das Thema Lebensmittelqualität sensibilisiert – und polarisiert. Zwar hat das allgemeine Vertrauen in Lebensmittelkontrollen seit Januar 2011 zugenommen, allerdings ist auch der Anteil derer gestiegen, die der Überwachung wenig oder gar nicht vertrauen. Vor allem die unter 30-Jährigen, und hier in erster Linie die Männer, verlassen sich überraschend stark auf die Überprüfungen von Lebensmitteln – nämlich zu 49 Prozent.

Persönlicher Kontakt schafft Vertrauen

Neben dem Alter sind auch Bildungsgrad und Wohnumstände ein Faktor für eine unterschiedliche Beurteilung der Thematik. Grundsätzlich vertrauen Konsumenten, die einen höheren Bildungsabschluss haben oder in Großstädten leben, den Inspektionen tendenziell weniger als der Durchschnitt. In Städten mit über 100.000 Einwohnern glauben lediglich 37 Prozent an eine hohe Qualität des angebotenen Fleischs.

In Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern sind es dagegen 52 Prozent. Die Erklärung für diesen Unterschied liegt auf der Hand: In ländlichen Gegenden kennt der Verbraucher seinen Metzger häufig persönlich. Dies fördert das Vertrauen in das Produkt deutlich.

Gaststätten und Imbiss-Stände genießen großes Vertrauen

Die Gaststätten, Imbiss-Stände und Bäckereien haben es in den vergangenen beiden Jahren geschafft, Vertrauen aufzubauen. Aktuell gehen 46 Prozent der Verbraucher davon aus, dass diese streng darauf achten, nur unbelastetes Fleisch und Eier zu verarbeiten beziehungsweise anzubieten. Vor zwei Jahren stimmten dieser Aussage lediglich 35 Prozent zu.

Pferdefleisch ist unkritisch – sagen vor allem Ältere

Erstaunlich ist, dass 59 Prozent der Deutschen überhaupt kein Problem damit haben, Pferdefleisch zu essen. Es muss nur gesundheitlich unbedenklich und auf der Verpackung vermerkt sein. Einen deutlichen Unterschied gibt es jedoch zwischen den Geschlechtern. Während 68 Prozent der männlichen Befragten diesem Punkt zustimmen, sind es bei den Frauen nur 49 Prozent. Auch das Lebensalter und Kinder spielen eine Rolle.

Jüngere zeigen sich merklich zurückhaltender gegenüber dem Verzehr von Pferdefleisch als Verbraucher über 50 Jahre. Und nur knapp die Hälfte der Menschen, die mit Kindern im Haushalt zusammenleben, würde Pferdefleisch essen. Bei Verbrauchern ohne Kinder im Haushalt sind es dagegen 62 Prozent.

Das Problem ist die Deklarierung, nicht der Inhalt

Verlässliche und strikt überwachte Angaben von Produktinhalten erhöhen grundsätzlich die Zahlungsbereitschaft für Lebensmittel. Drei Viertel der Verbraucher behaupten von sich, dass sie sogar mehr für Lebensmittel ausgeben würden.

Vorausgesetzt sie hätten dafür die Sicherheit, dass in den Produkten auch wirklich das enthalten ist, was auf der Verpackung steht. Diese Ausgabebereitschaft ist zwar abhängig vom Haushaltsbudget, doch auch Verbraucher mit einem geringen Einkommen stimmen dieser Aussage immer noch zu zwei Dritteln zu.

Knapp die Hälfte der Verbraucher ist der Ansicht, dass sich Skandale wie der aktuelle Fleischskandal vermeiden ließen, wenn alle mehr für Lebensmittel bezahlen würden. Diese Auffassung bestätigt eine grundlegende Bereitschaft, sich eine bessere und sicherere Ernährung auch etwas kosten zu lassen. Ein höheres Vertrauen der Konsumenten in die Sicherheit der Lebensmittel ist dafür jedoch Voraussetzung. Und dieses kann letztlich nur durch ein engmaschiges Kontrollsystem sichergestellt werden.

Zur Studie

Die vorgestellten Ergebnisse sind ein Auszug aus der aktuellen Studie „Verbrauchervertrauen nach dem Fleischskandal“ von GfK und dem GfK Verein. Sie basieren auf 1.010 telefonischen Interviews mit Personen ab 14 Jahren. Sie wurden zwischen 21. bis 25. Februar 2013 im Rahmen einer bundesweiten Mehrthemenumfrage repräsentativ erhoben.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
05.03.2013, 13:52 Uhr
Warum so nervös?
So ein Pferdchen hat doch auch gutes Fleisch zum Essen zu bieten. Am liebsten, würde ich jeden Tag Fleisch essen, egal von welchen Tier. Hauptsache Fleisch...
Thomas Fichtner
05.03.2013, 18:30 Uhr
Was mich viel mehr interessieren würde...
war den neben der Pferde-DNA noch andere DNA in den Lebensmitteln, oder wurde nach der von Ratten und Kakerlaken einfach nicht getestet?

Es würde mich übrigens nicht wirklich wundern wenn irgendwann in absehbarer Zeit ein "Design-Fleisch" auf den Markt kommt, dass zu 100% aus im Labor gezüchteten Insekten-Proteinen besteht.

Oder, wie es der CBC gestern meldete: "Isländische Behörden testeten Fleischprodukte auf Pferdefleischbestandteile und waren überrascht, konnten sie doch gar KEIN Fleisch in z.B. den getesteten Fleisch-Pasteten finden..."
I.H.
05.03.2013, 19:41 Uhr
Ich bin DNA Experte
Hi T. Fichtner, schon mal was von DDR Marmeladenfabriken gehört? Bevor ich Mikrobiologe wurde war ich mal Ferienjobber in so einen Marmeladen-Herstellungs-Ding. Willst Du wirklich wissen welche DNA in der Marmelade drin war? Damals hatte ich zwar nur Augen, aber blind war ich nicht. Also nochmal, willst Du es wissen? Überlege dir das gut.
Thomas Fichtner
05.03.2013, 20:48 Uhr
Das erinnert mich an...
die Alte Weisheit: "Was ist schlimmer als ein angebissener Apfel mit einem Wurm drin?"

"Ein angebissener Apfel mit einem halben Wurm drin!"


Wobei natürlich Marmelade und Fleisch schon unterschiedlich sind und im Prozess ihrer Haltbarmachung deutlich differieren.

Nun ja, ich widme mich dann mal meinem Erdbeerjogurt, dessen "Fruchtstücke" höchstwahrscheinlich aus gepresstem Sägemehl bestehen...
I.H.
06.03.2013, 14:17 Uhr
Erdbeerjoghurt mit Pferde DNA
Erdbberjoghurt ist massivst Pferde DNA gefährdet. Das Zauberwort heißt Gelantine. Sofern die Fruchtstückchen nicht aus aromatisierter Gelantinemischung, aufgepeppt mit Lebensmittelfarbe, bestehen, ist im Joghurt Gelantine. Okay, vielleicht auch irgend ein anderes Verdickungsmittel.

Gelantine besteht zu 70% aus Schweineschwarte. Wenn man Glück hat wurden die Borsten vorher abgemacht. Und jetzt kommts: zu knapp 20% besteht Gelantine aus Viecherknochen. Da im Rind auch Pferd gefunden wurde kann man davon ausgehen, dass in den Rinderknochen auch ein paar Pferdchenknöchlein drin sind. Hmmm, lecker.
Retupmoc
06.03.2013, 15:18 Uhr
Ein guter Unternehmer
würde heute schon Esskombiantionen anbieten , die echt lecker sind ..,

Erdbeerjoghurt mit Ponygeschmack
Fisch in E10-Soße
Bio - Eier mit 10 % Dioxin
Lasagne mit gemsichtem Rind/Pferd/Karnickelfleisch
Rattenschwanzsuppe
Bringen Sie die Unternehmer bloß nicht noch da drauf @ Statler_ Waldorf

Da fällt mir noch einer ein:
Waldorf-Salat mit Schneckensoße und kleinen Bröseln vom Fuchs
Thomas Fichtner
06.03.2013, 16:45 Uhr
Ein wirklich guter Unternehmer...
würde wegen all der Medikamentenrückstände im Fleisch dies längst als "Medical Meat" bezeichnen und für einen deutlich höheren Preis verkaufen.
I.H.
06.03.2013, 16:58 Uhr
Medical meat? Nee, geht nicht !
Das gibt nur Ärger mit den Apothekern. Mit denen legt man sich lieber nicht an. Das traue nicht mal ich mir. Es sei denn man steht auf rezeptpflichtiges Fleisch.
G. Meskalowski
06.03.2013, 17:37 Uhr
Ich denke mal,
der " Soylent Green Tag " ist nicht mehr allzuweit entfernt.
Na dann guten Appetit !

G.Meskalowski
Alex Gösel
06.03.2013, 18:56 Uhr
Würde mich nicht wundern...
wenn wir heute schon "Soylent Green" (fr)essen...

Auch wenn der Film im Jahre 2022 spielt, würde es mich nicht wundern, wenn wir schon Menschenfleisch gegessen haben. Man bedenke nur an all die unaufgeklärten Vermissten...

Soweit mir bekannt ist im Jahre 2009 in Russland schonmal massiv Menschenfleisch in Dönern aufgetaucht...

Gut, unter der Grünen Renate Künast gabs ja auch kein BSE.

Sollten wir vielleicht doch alle Veganer werden?
I.H.
06.03.2013, 20:22 Uhr
Mich wundert hier auch nichts mehr!
Lege dich einfach bitte wieder hin C. Brothuhn. Werde Veganer, berichte ausführlich darüber, und lass den lieben Gott bitte einen guten Mann sein.
Janko
06.03.2013, 23:10 Uhr
ja, ja,
und ein chinese bot auf offener straße menschenfleisch offiziell zum verkauf an.

mann, herr brothuhn, als ehemaliger pirat sollten doch auch Sie wissen, dass man dem internet nicht alles glauben kann.
Retupmoc
07.03.2013, 08:38 Uhr
Russland
Das war aber wirklich bei den Russen. Und gestern hat man dann noch Schimmelpilze in serbischen Mais gefunden. Reden Sie ruhig alles nieder - aber das "Essen" in diesem Land ist verseucht, solange der kapitalistische Unternehmer Geld für seine Yacht, das Privatflugzeug und seine Escorts braucht.
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