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Fr, 12:43 Uhr
15.03.2013

doku: Aufgeklärte Straftaten (2)

Hinter einer Aufklärungsquote von rund 66 Prozent steck viel Arbeit der zuständigen Beamten der Schutz- und der Kriminalpolizei. Hier wollen wir Ihnen Fälle vorstellen, die aufgeklärt werden konnten...

Drei Banküberfälle

Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen konnten 2012 drei bislang ungeklärte Banküberfälle aufgeklärt werden. In Herbsleben hatte am 28. Januar 2010 ein maskierter und bewaffneter Mann die Sparkassenfiliale überfallen und ausgeraubt.

Im zweiten Fall war am 03.05.2011 ein mit einer Pistole bewaffneter und maskierter Mann in die Sparkassenfiliale in Bad Tennstedt gestürmt und hatte einen Kunden als Geisel genommen, um Bargeld zu erpressen.

Ähnlich ging der Räuber am 29.09.2010 vor, als er im Landkreis Nordhausen die Sparkasse in Heringen überfiel. Nachdem über eine DNA-Spur zunächst der Überfall in Heringen geklärt werden konnte, führten weitere Ermittlungen dazu, den Verdacht gegen einen überörtlich handelnden Täter auch in den beiden anderen Fällen zu erhärten.

In enger Zusammenarbeit mit den Polizeien in Sachsen-Anhalt und Sachsen konnte ein 30-jähriger Mann aus der Nähe von Aschersleben als Täter überführt werden. Der Mann ist inzwischen am Landgericht in Leipzig wegen einer Serie von insgesamt 12 Banküberfällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 18 Jahren verurteilt worden.

Benzindiebe geschnappt

Am 19.04.2012 wurde um 03:45 Uhr die Polizei in Sondershausen alarmiert, weil an einer Tankstelle in Greußen Benzin gestohlen worden war. Die unbekannten Täter hatten ein Fahrzeug und Kanister mit Benzin im Wert von 162 Euro betankt. Das Personal konnte drei Männer beobachten, die mit einem Peugeot und dem amtlichen Kennzeichen BN-PE1968 davon fuhren. Die Zeugen waren in der Lage, die Männer detailliert zu beschreiben.

Das Auto war nach dem Diebstahl in Richtung Erfurt auf die B4 aufgefahren. Mehrere Streifenwagen der Polizeiinspektion Kyffhäuser kamen sofort zum Einsatz. Zeitgleich wurde Verbindung mit der Polizeidienststelle in Sömmerda aufgenommen, auch aus ihrer Richtung einen Funkstreifenwagen senden konnte. Kurz nach der Kreisgrenze, in Ottenhausen, konnte das Fahrzeug mit drei männlichen und einer weiblichen Person festgestellt werden.

Des amtlichen Kennzeichens hatte man sich bereits auf der Flucht entledigt. Im Kofferraum befand sich jedoch noch das Diebesgut. Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die benutzten amtlichen Kennzeichen zuvor von einem Fahrzeug der Post entwendet wurden. Insgesamt konnten den Verdächtigen sechs derartige Straftaten vorgeworfen werden.

Am 16.01.2013 kam es zur gerichtlichen Hauptverhandlung. In der Verhandlung zeigten sich die Angeklagten weitgehend geständig. Ein 27-Jähriger wurde zu einer Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Die weiteren drei Angeklagten (20 und 25) erhielten jeweils Geldstrafen.

Serie von Autoaufbrüchen

In der Zeit zwischen dem 12.04.2012 und dem 30.05.2012 kam es im Stadtgebiet von Nordhausen sowie der Gemeinde Harztor (Niedersachswerfen/Ilfeld) zu einer außergewöhnlichen Häufung von Einbrüchen in Kraftfahrzeuge.

In der Regel wurden Fahrzeuge der Marken VW, Audi und Skoda angegriffen. Ziel der Aufbrüche waren dabei hauptsächlich die in den Fahrzeugen verbauten Radio-Navigationssysteme des Fahrzeugherstellers oder höherwertige Radiosysteme mit Bildschirmen der Hersteller ZENEC/ Pioneer/Alpine oder Kennwood. Allen Taten wurden zwischen Mitternacht und 06:00Uhr am Morgen begangen. Es fiel auf, dass es Zeiträume gab, in denen keine Fahrzeuge angegriffen wurden, dann aber wieder Nächte mit ganzen Serien von aufgebrochenen Fahrzeugen.

In keinem angrenzenden Landkreis gab es gleichartige Einbrüche. Selbst im Landkreis Nordhausen konzentrierten sich die Tatorte nur auf die Stadt Nordhausen und die Gemeinde Harztor. Den Täter schreckte es auch nicht ab, wenn die Fahrzeuge direkt vor Wohnhäusern abgestellt waren.

Insgesamt hatte der Ermittlungsdienst 48 dieser Straftaten in Bearbeitung. Allein der Beuteschaden beträgt rund 23.000 Euro. Dazu kommt ein Sachschaden von weit mehr als zehntausend Euro.

In der Nacht zum 30. Mai konnte in Niedersachswerfen ein Verdächtiger auf frischer Tat gestellt werden. Kurz nach drei Uhr hatte eine Anwohnerin die Polizei alarmiert, weil sie bemerkt hatte, dass gerade vor ihrem Haus ein Auto aufgebrochen wurde. Vier Streifenwagenbesatzungen kamen sofort zum Einsatz. Wenig später konnte der Verdächtige vorläufig festgenommen werden.

Bei ihm fanden die Beamten ein kombiniertes Autoradio/Navigationsgerät, dass er kurz zuvor aus einem Audi gestohlen hatte. Außerdem hatte der Mann diverses Einbruchswerkzeug bei sich.
Der Mann war einschlägig vorbestraft und hielt sich seit mehreren Wochen ohne festen Wohnsitz bei einer Bekannten in Nordhausen auf.

Ein Großteil der gestohlenen Geräte konnte nicht mehr sichergestellt werden, da der Täter unmittelbar nach den Taten die Beute mit der Post nach Polen versendet hatte. Inzwischen ist der 43-jährige Pole zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden.
Autor: red

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