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Sa, 08:37 Uhr
16.03.2013

Neues aus Berlin (35)

Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagsmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Johannes Selle (CDU) zum Thema Nahrungsmittel und fragt, Erhöhen Spekulationen die Preise für Nahrungsmittel?

Zu diesem Thema diskutierten die Abgeordneten des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit Dr. Thilo Bode (Geschäftsführer von Foodwatch) und Jürgen Fitschen (Co-Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Bank). Das größte deutsche Geldhaus sorgt schon länger für Diskussionen. Im Juni 2012 war der Deutsche-Bank-Chefvolkswirt David Folkerts-Landau bei den Abgeordneten zu Gast. Er behauptete, es gebe kaum stichhaltige Belege für einen Zusammenhang zwischen Agrarspekulation und steigenden Preisen. Vor drei Wochen tauchten aber interne Papiere der Rechercheabteilung der Deutschen Bank auf. Demnach sei es "nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Spekulation übermäßige Preisentwicklungen zumindest fördert".

Mein Kollege Heiderich forderte Jürgen Fitschen und die Deutsche Bank auf, die Geschäfte mit Agrarrohstoffen zu beenden. "Lebensmittel sollten kein Spekulationsobjekt sein", so Heiderich. Fitschen hatte dargestellt, dass Spekulanten helfen, Geschäfte abzusichern und für einen optimalen Preis sorgen. Ihm wurde vorgehalten, dass sich die Investitionen genannten Spekulationen in Weizen um 32 Mrd. $ fast verdoppelt haben, aber die Produktion von Getreide im gleichen Zeitraum nur um 10 % gestiegen sei. Auf die Frage, warum man die doppelte Summe zur Absicherung der nur wenig gestiegenen Getreideproduktion brauche, blieb Fitschen die Antwort schuldig. Kollege Heiderich verwies darauf, dass die kurzfristigen Preisausschläge die Menschen am meisten belasten und der Hinweis auf die in der Tendenz dabei marktgerecht entstehenden Preise niemanden entlaste.

Sichtlich beeindruckt versprach der Co-Vorstand der Deutschen Bank, den Forschungsergebnissen noch einmal nachzugehen.

Johannes Selle
Bundestagsabgeordneter
Autor: khh

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