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Mo, 19:42 Uhr
18.03.2013

Verfallen unsere Straßen?

Öffentliche Infrastruktur in unserem Kreis: Verfallen unsere Straßen schneller, als nachgebaut und saniert werden kann? Dazu äußert sich Andreas Links Landesgeschäftsführer des Volksinteressenbundes Thüringen (VIBT)

Im Verkehr ist es heute so, ohne Mobilität ist alles (fast) nichts.
Blamabel, dass es überhaupt ein Thema ist: Während man heutzutage zu Wasser, zu Lande oder durch die Luft fast jedes Fleckchen dieser Erde mehr oder minder problemlos erreichen kann, steuert im Lande Goethes und Schillers, die Mobilität auf die Zustände zur Zeit dieser großen Dichter zu.

Für viele Autofahrer in unserem Kreis ist es der reinste Horror auf einigen Landstraßen zu fahren. Alle zehn Meter ein Schlagloch. Man muss schon Lebensmüde sein, wenn man auf einigen Straßen in unserem Kreis schneller als 50 km/h zu fahren.
Dass Verkehrswege für die Entwicklung der Infrastruktur und Standortgewinnung von großer und zentraler Wichtigkeit sind, ist eine Binsenweisheit.
Damals wie heute, galt und gilt ein Dorf ohne gute und sanierte Zugangsstraßen gerade auch im Winter als abgeschnitten von der Außenwelt.

Noch vor einigen Jahren waren intakte Verkehrswege für uns selbstverständlich wie elektrisches Licht. Oft zum Leidwesen der Autofahrer und Anwohner, wurde ständig irgendwo in unserem Kreis eine Straße ausgebessert oder neu gebaut. Umso unverständlicher für den Normalbürger, dass man dieses Herzstück menschlicher Zivilisation inzwischen in einigen Teilen unseres Landes so einfach vergammeln lässt.

Das Straßennetz in unserem Land fängt an und verrottet. Miserable Straßen aber führen, abgesehen von der Gefahr für Leib, Leben, Lkw und Limousine, zu Staus und verlängerten Fahrtzeiten. Und die wiederum haben Schäden für jeden einzelnen zur Folge.

Dabei habe man die meisten dieser Probleme vorhergesehen, stellten viele Bürger in unserem Kreis klar. So sei der marode Zustand einiger Landstraßen schon seid langer Zeit bekannt. Dennoch wartete man vielerorts mit Sanierung oder Neubau, bis Tempolimits und weitere Beschränkungen nötig wurden.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Mobiliar einer auf Mobilität angewiesenen Gesellschaft sieht anders aus. Wer Bahnschienen abschraubt, darf nicht gleichzeitig die Straßen vergammeln lassen.
Schnelle Abhilfe wird es sicherlich vorläufig nicht geben. Der finanzielle Rahmen besonders für die Kommunen wird immer enger.

So sind wir weiter auf Kratertour und rumpeln durch unsere sonst so herrliche Landschaft.
Schlaglöcher, Risse, Rillen, Absenkungen. Für das Auto buchstäblich eine Tortour.
Man hat kein Geld für Sanierungsarbeiten, höchstens für einfache Reparaturen. So entstehen Flickenteppiche als Straßenbelag, über die die Autofahrer rumpeln, rattern, poltern. Bis die Dämpfer hinüber und die Schrauben locker sind. Wir sollten dort investieren, wo alle etwas davon haben, es geht um unsere Straßen, hier und heute.

Andreas Links
Landesgeschäftsführer des Volksinteressenbundes Thüringen (VIBT)
Autor: khh

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