Fr, 15:06 Uhr
22.03.2013
Raritäten zu sehen
Der Presse wurde heute ein klein aber feine Ausstellung im Schlossmuseum Sondershausen präsentiert, die ab sofort im Schlossmuseum zu sehen sein wird: "Ferdinand Menge. Ein Leben in Bildern"
Das Schlossmuseum widmet dem Sondershäuser Maler Ferdinand Menge (1876-1962) eine kleine Kabinettausstellung im Römischen Zimmer. Anlass war, Ferdinand Menge hatte 2012 seinen 50. Todestag. Von Thomas Zunkel ist viel in seiner Broschüre über Ferdinand Menge zu lesen, die im Schlossmuseum käuflich erworben werden kann.
Menge wird von vielen Sondershäusern, auch von den Künstlern wie Scharr, Paris und Jahn hoch geschätzt. Die Witwe des Künstlers, Frau Jahn unterbrach sogar das Kuchenbacken, als sie erfuhr, heute am späten Vormittag ist noch nicht oder selten gezeigte Arbeiten des Künstlers Menge zu sehen.
Der 1876 in Freienbessingen geborene Maler hat die meiste Zeit seines Lebens in Sondershausen verbracht, so Museumsdirektorin Christa Hirschler (re.) bei der Präsentation. Er ging hier zur Schule, wurde schon früh vom Lehrer Paul Stade (Maler des Monumentalgemäldes für das Sondershäuser Lehrerbildungsseminar, heute in der Aula der Käthe-Kolwitz-Schule zu sehen) gefördert, absolvierte eine 5jährige akademische Ausbildung in München und kehrte 1904 nach Sondershausen zurück, um hier als freier Künstler zu leben - was sich als schwieriges Unterfangen auswies. Er übernahm Auftragsarbeiten im Bereich Gebrauchsgrafik, porträtierte zahlreiche Sondershäuser Bürger, widmete sich der bildkünstlerischen Darstellung von Sondershäuser Gebäuden und Straßen - heute interessante stadttopografische Dokumente, weil eine Großzahl an abgebildeten Gebäuden nicht mehr existiert.
Nach dem Studium gab es nur noch eine Unterbrechung seines Aufenthaltes in Sondershausen: die Zeit als Soldat im l. Weltkrieg. Die Ereignisse des Krieges, Landschaften und Stimmungen wurde von Menge in sehr persönlichen Skizzenbüchem festgehalten. 1935 beginnt die Erkrankung mit Hauttuberkulose, die zu einer zunehmenden Entstellung seines Gesichts rührte und ihn in seinem ohnehin zurückgezogenen Leben weiter isolierte. Menge wurde nach Kriegsende (bei der Bombardierung Sondershausens am 8. April 1945 wurde auch sein Atelier in der Güntherstraße zerstört) in das kirchliche Altersheim "Stift" aufgenommen und lebte dort unter z.T. sehr unwürdigen Umständen bis zu seinem Tod 1962.
Ferdinand Menges künstlerische Leistungen sind bei Kunstkennern unumstritten und anerkannt, jedoch einer breiten Öffentlichkeit wenig im Bewusstsein.
Schon der frühere Museumsleiter Heinz Wurche hat sich um die Bewahrung und Popularisierung von Menges Werken bemüht. Menge hat noch zu Lebzeiten Werke dem Museum übergeben. Nach seinem Tod wurden weitere Arbeiten, auch Skizzenbücher ins Museum geholt. Das Schlossmuseum bewahrt heute eine Sammlung von 437 Objekten, davon 50 Gemälde auf.
Aus diesem Bestand wurden 53 Arbeiten ausgewählt, die das breite Spektrum seiner künstlerischen Betätigungen zeigt. Caroline Richter (li.) erläutert der 1. Beigeordneten Cornelia Kraffzick warum welche Fotos in dieser Form präsentiert werden.
Die Kabinettausstellung wird bis zum Herbst diesen Jahres zu sehen sein.
Hier zu sehen sind Arbeiten die so noch nicht öffentlich zu sehen war. Ein Bild von seinem Wohnhaus und auch von seinem Hund Struppi.
Die letzte große Ausstellung über Menge datiert aus dem Jahre 1992 und im Jahr 2016 gibt es einen "runden" Geburtstag. Schnell kam in der Runde die Idee auf, hier wäre doch eine neue größere Sonderausstellung notwendig. Schön wäre es, wenn man noch weitere Bilder und Arbeiten finden würde. Nicht nur der Ausstellung wegen, sondern auch um einen Bestandskatalog zu erarbeiten. Zum finden weiterer Arbeiten wird kn in einem gesonderten Artikel aufrufen.
Tipp der Redaktion: So eine Ausstellung ist immer mit Kosten verbunden. Das war der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl für potentielle Sponsoren.
In der Anlage finden Sie den kompletten Lebenslauf von Ferdinand Menge:
Autor: khhDas Schlossmuseum widmet dem Sondershäuser Maler Ferdinand Menge (1876-1962) eine kleine Kabinettausstellung im Römischen Zimmer. Anlass war, Ferdinand Menge hatte 2012 seinen 50. Todestag. Von Thomas Zunkel ist viel in seiner Broschüre über Ferdinand Menge zu lesen, die im Schlossmuseum käuflich erworben werden kann.
Menge wird von vielen Sondershäusern, auch von den Künstlern wie Scharr, Paris und Jahn hoch geschätzt. Die Witwe des Künstlers, Frau Jahn unterbrach sogar das Kuchenbacken, als sie erfuhr, heute am späten Vormittag ist noch nicht oder selten gezeigte Arbeiten des Künstlers Menge zu sehen.
Der 1876 in Freienbessingen geborene Maler hat die meiste Zeit seines Lebens in Sondershausen verbracht, so Museumsdirektorin Christa Hirschler (re.) bei der Präsentation. Er ging hier zur Schule, wurde schon früh vom Lehrer Paul Stade (Maler des Monumentalgemäldes für das Sondershäuser Lehrerbildungsseminar, heute in der Aula der Käthe-Kolwitz-Schule zu sehen) gefördert, absolvierte eine 5jährige akademische Ausbildung in München und kehrte 1904 nach Sondershausen zurück, um hier als freier Künstler zu leben - was sich als schwieriges Unterfangen auswies. Er übernahm Auftragsarbeiten im Bereich Gebrauchsgrafik, porträtierte zahlreiche Sondershäuser Bürger, widmete sich der bildkünstlerischen Darstellung von Sondershäuser Gebäuden und Straßen - heute interessante stadttopografische Dokumente, weil eine Großzahl an abgebildeten Gebäuden nicht mehr existiert.
Nach dem Studium gab es nur noch eine Unterbrechung seines Aufenthaltes in Sondershausen: die Zeit als Soldat im l. Weltkrieg. Die Ereignisse des Krieges, Landschaften und Stimmungen wurde von Menge in sehr persönlichen Skizzenbüchem festgehalten. 1935 beginnt die Erkrankung mit Hauttuberkulose, die zu einer zunehmenden Entstellung seines Gesichts rührte und ihn in seinem ohnehin zurückgezogenen Leben weiter isolierte. Menge wurde nach Kriegsende (bei der Bombardierung Sondershausens am 8. April 1945 wurde auch sein Atelier in der Güntherstraße zerstört) in das kirchliche Altersheim "Stift" aufgenommen und lebte dort unter z.T. sehr unwürdigen Umständen bis zu seinem Tod 1962.
Ferdinand Menges künstlerische Leistungen sind bei Kunstkennern unumstritten und anerkannt, jedoch einer breiten Öffentlichkeit wenig im Bewusstsein.
Schon der frühere Museumsleiter Heinz Wurche hat sich um die Bewahrung und Popularisierung von Menges Werken bemüht. Menge hat noch zu Lebzeiten Werke dem Museum übergeben. Nach seinem Tod wurden weitere Arbeiten, auch Skizzenbücher ins Museum geholt. Das Schlossmuseum bewahrt heute eine Sammlung von 437 Objekten, davon 50 Gemälde auf.
Aus diesem Bestand wurden 53 Arbeiten ausgewählt, die das breite Spektrum seiner künstlerischen Betätigungen zeigt. Caroline Richter (li.) erläutert der 1. Beigeordneten Cornelia Kraffzick warum welche Fotos in dieser Form präsentiert werden.
Die Kabinettausstellung wird bis zum Herbst diesen Jahres zu sehen sein.
Hier zu sehen sind Arbeiten die so noch nicht öffentlich zu sehen war. Ein Bild von seinem Wohnhaus und auch von seinem Hund Struppi.
Die letzte große Ausstellung über Menge datiert aus dem Jahre 1992 und im Jahr 2016 gibt es einen "runden" Geburtstag. Schnell kam in der Runde die Idee auf, hier wäre doch eine neue größere Sonderausstellung notwendig. Schön wäre es, wenn man noch weitere Bilder und Arbeiten finden würde. Nicht nur der Ausstellung wegen, sondern auch um einen Bestandskatalog zu erarbeiten. Zum finden weiterer Arbeiten wird kn in einem gesonderten Artikel aufrufen.
Tipp der Redaktion: So eine Ausstellung ist immer mit Kosten verbunden. Das war der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl für potentielle Sponsoren.
In der Anlage finden Sie den kompletten Lebenslauf von Ferdinand Menge:



