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Do, 13:59 Uhr
28.03.2013

kn-Forum: Neues aus Berlin (49)

Thema der Leserzuschrift ist das Rentenplus zum 1. Juli 2013 bezogen die Stellungnahme von CDU-Bundestagsmitglied Johannes Selle (Neues aus Berlin (49) )

Es geht voran ... .
Unser Volksvertreter der Region, Herr Johannes Selle verkündet seine frohe Botschaft 3,29 Prozent Rentenerhöhung in den neuen Ländern.
Dies ist doch eine erfreuliche Mitteilung. Als Mitglied des Bundestages kann sich Herr Selle nun auf die Schulter klopfen und vor allem beruhigt in die Feiertage gehen.

Der Osten holt auf. Die Freude von Herrn Selle spürt man richtig und einen Moment lang hat nun sogar in der Region die Sonne gestrahlt, vorbei die kalte Winterzeit.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass nun seit der Wende bald 23 Jahre vergangen sind und mann nun schon 91,5% des West-Wertes erreicht hat. Da fehlen ja nur noch 8,5% und man ist mit der alten BRD gleichgestellt.
Dies ist schon ein richtiger Fortschritt. Gleichstellung sei gegrüßt.

Schade, dass Herr Selle aber nicht erwähnt, dass man ja auch die Rente versteuern muss.
Aber es ging ja in seinem Beitrag nur um die Erhöhung, das Schlechte schreibt man da ja nicht - vor allem nicht in einem Wahljahr. Von Abgaben redet da doch keiner, das macht man einfach nicht.

Nun, wer bis 2005 in Rente ging, der muss 50% seiner Rente versteuern. Den Rest hat man als Freibetrag.
Wer 2013 in Rente geht, der muss schon 66% versteuern. Dies wird dann sukzessive erhöht. Bis man dann im Jahre 2040 bei 100% angekommen ist. Also nix mehr mit Freibeträgen, warum auch. Demographischer Wandel, so lautet da ja die Zauberformel, welche alles erklärt.

Zu den Einkünften, die Rentner versteuern müssen, zählen neben der privaten und gesetzlichen Rente unter anderem Miet- und Kapitaleinnahmen und Einkünfte aus Nebenerwerben.

Übersetzt - es gibt mehr Rente aber es wird auch mehr abgezogen.

Denkt man nun weiter, dass ja eigentlich alles erhöht wird, dann sind die Aussichten auf Sonnenschein ganz schlecht.
Vorneweg die Energiepreise, wo ja nun jeder Haushalt im Jahr schon mehrere Hundert Euro abgezogen bekommt. Weiter die ganzen anderen Kosten, welche ständig steigen.
Die 3,29% von Herrn Selle, die sind ja dann so gut wie weg.
Und ich denke, dass Herr Selle diesen ganzen Erhöhungen auch zugestimmt hat und seine Hand im Bundestag erhoben hat. Da macht man ja auch so, denn man muss ja im Strom mitschwimmen, man darf nicht auffallen.

Nun ist Herr Selle sehr aktiv. Er ist nicht nur im Bundestag vertreten, wo er ordentliche Bezüge erhält, sondern auch im Kreistag. Auch dort bekommt er für seine Arbeit Lohn in Form von Geld.
Stellt sich meine Frage - erhält Herr Selle auch nur 91,5% des Geldes - und seine westlichen Kollegen die 100% oder bekommt Herr Selle auch die 100%?

Betrachtet man dann noch die enorme Finanzkraft unserer Region, die guten Stundenlöhne, welche die Arbeiter hier haben, den Wohlstand der Region - da stellt sich dann doch die Frage, ob nicht Politiker aus der Region auch so bezahlt werden sollten, wie die Region da steht und was die Leute hier für Geld haben bzw. verdienen.

Aber wenn man die Aussagen von Herrn Selle so verfolgt, da ist hier ja alles gar nicht so schlecht. Man hat in 23 Jahren viel geschafft. Die Autobahnen sind fertig, Sondershausen hat die Ortsumgehung, Großbetriebe haben sich angesiedelt. Es ist doch alles ganz gut, wenn man es aus den Augen eines Gutmenschen betrachtet.

Von daher können sich die Rentner auf die Erhöhung freuen. Und sie können sich freuen, dass sie in dieser Region leben. Und die Freude werden sie nicht vergessen, denn bald ist ja wieder Wahl und da will ja auch ein Herr Selle belohnt werden.

Alles wird gut.

Michael Kirchner
Sondershausen
Autor: khh

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