Fr, 10:49 Uhr
29.03.2013
Aus dem Käß-Papier (2)
Bericht zum Finanzstatus und zur Sicherung der dauernden Leistungsfähigkeit von Herrn Käß – In kn erfolgt jetzt die Fortsetzung der Reihe zum Thema Juventas.
In dem Kä?-Paier waren 19 Punkte mit Empfehlungen ausgesprochen worden, wie der Kreis Kosten einsparen könne. In der letzten Kreisausschusssitzung ging es auch um die Juventas gGmbH.
Die Juventas gGmbH ist ein Jugendwohnheim, Gästehaus, Freizeit und Servicecenter in Sondershausen.
Als Jugendwohnheim hatte man folgende Aufgabe:
Im Bereich unseres Wohnheims bieten wir Jugendlichen, die sich in der Ausbildung befinden oder aus sozialen bzw. persönlichen Gründen nicht mehr im Elternhaus wohnen können, eine günstige Wohnform. So bieten wir beispielsweise Auszubildenden des Berufsschulzentrum Sondershausen und anderer Einrichtungen Platz zum Wohnen.
Neben modern eingerichteten Zimmern für 1-3 Jugendliche stehen den Bewohnern mehrere Aufenthalts-, Fernseh- und Klubräume, moderne Etagensanitäreinrichtungen, sowie zahlreiche Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung und Freizeitgestaltung zur Verfügung.
Es war politischer Wille, so Verwaltungsleiter Dr. Heinz-Ulrich Thiele gegenüber kn, dass in den Neuziger Jahren diese Einrichtung erhalten werden sollte. In dem besagten Käß-Papier war die Förderung dieser Einrichtung (Zahlen in der PDF-Datei) in Frage gestellt worden.
Bei der Diskussion vor dem Kreisausschuss wurden folgende Fakten auf den Tisch gelegt.
Soweit die Fakten. In einem Schreiben vom 10.1.2013 Juventas an das Landratsamt heißt es:
Für die Zeit ab 01.09.2013 wird Juventas mit einem neuen marktwirtschaftlich orientierten Konzept den jungen Menschen, insbesondere auch denen in länderübergreifender Ausbildung, Wohnraum bieten.
Fakt ist, dass bisher im Juventas Jugendlich eine Bleibe gefunden haben, die zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet kommend hier in Sondershausen eine bergbauliche Ausbildung genießen konnten. Mit dieser Ausbildung verbesserte sich aber auch die Auslastung des Staatlichen Berufsschulzentrums. Bei sinkendem Ausbildungszahlen sollte doch jedem Politiker klar sein, dass durchaus bei Problemen in der Übernachtung auch die Auszubildenden wegbleiben könnten, mit fatalen Folgen.
Und was sagt die Wirtschaft? In einem Unternehmergespräch des Sondershäuser Wirtschafts- und Gewerbevereins (kn berichtete Heftige Kritik ) sagte man, andere schauen mit gierigen Augen auf so eine Einrichtung (Juventas). Wichtiger Diskussionspunkt war, wie gewinne ich Jugendliche für die Ausbildung.
Und wenn Jugendliche hier ein Ausbildung genießen und die hiesige Wirtschaft attraktive Arbeitsplätze und die Region sich selbst gut anbieten kann, damit diese Jugendlichen (auch die Auswärtigen) vielleicht in der Region bleiben, so ist das auch ein Art Wirtschaftsförderung.
Ob unter diesem Gesichtpunkt die Haltung der Verwaltung richtig ist, sollten wohl mal die Kreistagsmitglieder prüfen, denn Landrätin Antje Hochwind (SPD) will erst mal nur abwarten, wie das Konzept aussehen soll.
Stichwort politischer Wille vom Anfang des Berichts. Hier stellt kn mal die ketzerische Frage, wenn es damals politischer Wille war, sollte man jetzt die Verwaltung über eine mögliche Förderung entscheiden lassen, oder sollte nicht der Kreistag die Richtung geben, wohin und wie die Verwaltung in dieser Frage marschieren sollte? Die anwesenden Kreistagsmitglieder hatten sich in diesem Punkt leider überhaupt nicht geäußert.
Man darf gespannt sein, was in Richtung der Jugendlichen vom Kreis entschieden wird. Wenn das Juventas als Wohnheim so wichtig für die Wirtschaft ist, sollte auch die sich überlegen, wie so eine Einrichtung erhalten werden kann.
Autor: khhIn dem Kä?-Paier waren 19 Punkte mit Empfehlungen ausgesprochen worden, wie der Kreis Kosten einsparen könne. In der letzten Kreisausschusssitzung ging es auch um die Juventas gGmbH.
Die Juventas gGmbH ist ein Jugendwohnheim, Gästehaus, Freizeit und Servicecenter in Sondershausen.
Als Jugendwohnheim hatte man folgende Aufgabe:
Im Bereich unseres Wohnheims bieten wir Jugendlichen, die sich in der Ausbildung befinden oder aus sozialen bzw. persönlichen Gründen nicht mehr im Elternhaus wohnen können, eine günstige Wohnform. So bieten wir beispielsweise Auszubildenden des Berufsschulzentrum Sondershausen und anderer Einrichtungen Platz zum Wohnen.
Neben modern eingerichteten Zimmern für 1-3 Jugendliche stehen den Bewohnern mehrere Aufenthalts-, Fernseh- und Klubräume, moderne Etagensanitäreinrichtungen, sowie zahlreiche Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung und Freizeitgestaltung zur Verfügung.
Es war politischer Wille, so Verwaltungsleiter Dr. Heinz-Ulrich Thiele gegenüber kn, dass in den Neuziger Jahren diese Einrichtung erhalten werden sollte. In dem besagten Käß-Papier war die Förderung dieser Einrichtung (Zahlen in der PDF-Datei) in Frage gestellt worden.
Bei der Diskussion vor dem Kreisausschuss wurden folgende Fakten auf den Tisch gelegt.
- Der Vertrag zwischen dem Kyffhäuserkreis und der Juventas gGmbH hat seit dem 15.12.1997 bestanden.
- Der Vertrag wurde von 2007 an pauschal abgegolten (285.000 Euro jährlich).
- Zahlungen erfolgten nur für das pädagogische Personal.
- Auflösungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen zum 31.07.2013.
Soweit die Fakten. In einem Schreiben vom 10.1.2013 Juventas an das Landratsamt heißt es:
Für die Zeit ab 01.09.2013 wird Juventas mit einem neuen marktwirtschaftlich orientierten Konzept den jungen Menschen, insbesondere auch denen in länderübergreifender Ausbildung, Wohnraum bieten.
Fakt ist, dass bisher im Juventas Jugendlich eine Bleibe gefunden haben, die zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet kommend hier in Sondershausen eine bergbauliche Ausbildung genießen konnten. Mit dieser Ausbildung verbesserte sich aber auch die Auslastung des Staatlichen Berufsschulzentrums. Bei sinkendem Ausbildungszahlen sollte doch jedem Politiker klar sein, dass durchaus bei Problemen in der Übernachtung auch die Auszubildenden wegbleiben könnten, mit fatalen Folgen.
Und was sagt die Wirtschaft? In einem Unternehmergespräch des Sondershäuser Wirtschafts- und Gewerbevereins (kn berichtete Heftige Kritik ) sagte man, andere schauen mit gierigen Augen auf so eine Einrichtung (Juventas). Wichtiger Diskussionspunkt war, wie gewinne ich Jugendliche für die Ausbildung.
Und wenn Jugendliche hier ein Ausbildung genießen und die hiesige Wirtschaft attraktive Arbeitsplätze und die Region sich selbst gut anbieten kann, damit diese Jugendlichen (auch die Auswärtigen) vielleicht in der Region bleiben, so ist das auch ein Art Wirtschaftsförderung.
Ob unter diesem Gesichtpunkt die Haltung der Verwaltung richtig ist, sollten wohl mal die Kreistagsmitglieder prüfen, denn Landrätin Antje Hochwind (SPD) will erst mal nur abwarten, wie das Konzept aussehen soll.
Stichwort politischer Wille vom Anfang des Berichts. Hier stellt kn mal die ketzerische Frage, wenn es damals politischer Wille war, sollte man jetzt die Verwaltung über eine mögliche Förderung entscheiden lassen, oder sollte nicht der Kreistag die Richtung geben, wohin und wie die Verwaltung in dieser Frage marschieren sollte? Die anwesenden Kreistagsmitglieder hatten sich in diesem Punkt leider überhaupt nicht geäußert.
Man darf gespannt sein, was in Richtung der Jugendlichen vom Kreis entschieden wird. Wenn das Juventas als Wohnheim so wichtig für die Wirtschaft ist, sollte auch die sich überlegen, wie so eine Einrichtung erhalten werden kann.
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