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Do, 13:46 Uhr
18.04.2013

WB4 auf Reisen

1000 Jahre Kult-, Rieten-, Glaubens- und Opfergeschichte hautnah erlebt; Die Mitglieder des Wohnbezirk 4 der Volkssolidarität Sondershausen waren wieder unterwegs.

Senioren vom WB 4 waren im Opfermoor Vogtei in Niederdorla unterwegs. Hier gibt es nicht nur den Mittelpunkt Deutschlands. Die fliegende "Untertasse", ähh das Fahrzeug konnte den Stein mit seinem Tiefflug vor wenigen Tagen aber nicht von der Straße her kommend verrücken, das Fahrzeugblech musste nachgeben. Bei Torfstecharbeiten ab 1947 beginnend wurden hier im Moor auch teils einzigartige Funde gemacht. Nach diesen Grabungen und archäologischen Entdeckungen hier hat man eine sehr interessante Ausstellung und ein imposant gestaltetes Freigelände der Museumsanlage errichtet.

WB4 auf Reisen (Foto: Thomas Leipold) WB4 auf Reisen (Foto: Thomas Leipold)

Wenn Engel reisen - und so war es auch dieses Mal - dann ist schönes Wetter. Etwa 20°C und Sonnenschein, also auf mit Funk Taxi-Grambs nach Niederdorla. Auf der Hinfahrt gab Thomas Leipold bereits eine kurze Einführung in dieses Thema und dieser Veranstaltung, die er für die Senioren organisiert hatte.
Bei Herrn Kolar hatte ich eine Führung durch das Opfermoor für unsere Gruppe angemeldet.

Übrigens der Ausstellungspavillon und das Außengelände sind bei trockenem Wetter und abgetrockneten Wegen (in der Hauptsaison) auch gut für gehbehinderte Menschen mit Stock, Rollator und auch mit einem Rollstuhl begehbar und befahrbar. Informieren Sie sich einfach vorher und rufen Sie an.
WB4 auf Reisen (Foto: Thomas Leipold)
WB4 auf Reisen (Foto: Thomas Leipold)
WB4 auf Reisen (Foto: Thomas Leipold)
WB4 auf Reisen (Foto: Thomas Leipold)
WB4 auf Reisen (Foto: Thomas Leipold)
WB4 auf Reisen (Foto: Thomas Leipold)

Herr Kolar zeigte uns in seiner Führung sehr anschaulich die über etwa 1000 Jahre Geschichte anhand der Grabungsfunde und Nachbauten der Rieten, Kult- Brauchtums- und Opfergeschichte der verschiedenen Siedler der Region. Eindrucksvoll waren auch seine praktischen Ausführungen z. B. im großen Lehmhaus, einem Nachbau einer germanischen Siedlung, und an den einzelnen Ritual- und Opferstätten. Erste Funde ließen sich auf die Zeit vom 6. Jahrhundert vor Christus datieren, eine germanische Siedlung in der Nähe auf das 3. Jahrhundert und letzte Funde seien bis ins 11./12. Jahrhundert (Tierknochen) geborgen worden. Kennzeichneten die ersten Menschen ihre Kult- und Opferstätten noch mit ganz einfachen Stöcken oder Gabelstöcken als Zeichen ihrer Gottheit, so wandelte sich im Laufe der Zeit auch dieses Bild.

Man gab Brettern am oberen Ende besondere Formen, oder setzte auch Tierschädel als Opfergaben auf und vieles mehr. Aber ich will hier wirklich nicht zu viel erzählen und verraten, lassen Sie sich selbst einmal in diese Zeit entführen bei einer fachkundigen Führung durch das Opfermoor. Sie werden stauen und interessiert erfahren können, dass sich manche Rieten in abgewandelter Form bis heute erhalten haben. Beispielsweise der Maibaum als Fruchtbarkeitssymbol oder das Eier- oder Kohleschlagen an Ostern und vieles mehr.

Nach etwa 1 ½ Stunden hatten wir uns einen leckeren Kaffee und selbst gebackenen Kuchen redlich verdient. Dazu fuhren wir mit unserem Taxibus ca. 6 km weiter nach Kammerforst. Dort hatte ich im Hainich Haus, am Berghang gelegen, die Kaffeetafel vorbestellt. Neben Kuchen gab es aber auch sehr leckere Bockwurst, oder wer wollte genoss bei diesem herrlichen Frühlingswetter einen schönen Eisbecher. In einem Teich vor der Gaststätte tummelten sich etliche Fische und natürlich auch viele Frösche, na klar auch da locken die Frühlingsgefühle und es wird Zeit für Nachwuchs zu sorgen. Teils ein imposantes Schauspiel, aber dabei vergeht die Zeit leider auch zu schnell. Und so traten wir mit vielen neuen und interessanten Eindrücken die Heimreise an.

Wir bedanken uns bei allen, die uns in der Vorbereitung, Organisation und Durchführung dieses schönen Ausfluges unterstützt haben.

Thomas Leipold
WB 4

Autor: khh

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