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Sa, 08:39 Uhr
20.04.2013

Hirnforscher nach Sondershausen

Er zählt zu den bekanntesten Hirnforschern Deutschlands und ist als Präsident der Sinn-Stiftung einer der Wegbereiter und Unterstützer des Thüringer Bildungsmodells „nelecom“ (Neue Lernkultur in Kommunen). Auf seiner diesjährigen Reise durch verschiedene Thüringer Kommunen, die sich um neue Lern- und Beziehungskulturen bemühen, besucht Prof. Dr. Gerald Hüther auch den Kyffhäuserkreis. Dazu ein Vorbericht von Sabine Lucks vom Projekt "Lernen vor Ort"

Hier wird er am 28. Mai 2013 um 17 Uhr im Haus der Kunst in Sondershausen einen Vortrag zum Thema „Wie das Lernen gelingen kann“ halten. Im Vorfeld wird Prof. Dr. Hüther zunächst ein Azubi-Speed-Dating an der Staatlichen Berufsschule in Sondershausen besuchen, das mit Peer-Gruppen durchgeführt wird (d.h. Auszubildende stellen Schülerinnen und Schülern Berufsfelder und Ausbildungsinhalte vor). Anschließend geht es zur Regionalbesprechung mit den nelecom-Koordinatoren und Bürgermeistern der beteiligten Kommunen Mühlhausen, Dingelstädt, Nordhausen und Kyffhäuserkreis.

Seine Popularität verdankt der Professor für Neurobiologie an der Universität Göttingen in erster Linie seinem Wirken als Brückenbauer zwischen wissenschaftlicher Forschung und der gesellschaftlichen oder individuellen Lebenspraxis. Komplexe Erkenntnisse aus der Hirnforschung zum erfolgreichen Lernen schildert er auf eine Weise, dass sie selbst neurobiologischen Laien verständlich werden und somit im Lernalltag von Kitas und Schulen, im Berufsleben oder Kommunen praktische Anwendung finden können.

Wissenschaftlich befasst er sich u.a. mit dem Einfluss früher Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, mit den Auswirkungen von Angst und Stress und der Bedeutung emotionaler Reaktionen bei Lernprozessen und der neurobiologischen Verankerung von Erfahrungen. Insbesondere individuelle Erfahrungen während neuronaler Ausreifungsprozesse im sozialen und kulturellen Umfeld helfen dabei, das anfänglich im Gehirn angelegte Potenzial weitgehend zu nutzen – so eine seiner Kernbotschaften. Damit Menschen das im Hirn anfänglich angelegte Potenzial weitgehend nutzen und in Zukunft besser entfalten können, setzt er sich für günstigere Rahmenbedingungen im Bereich Bildung und Erziehung sowie politischer und wirtschaftlicher Führung ein.

Bundesweit hält er Vorträge und Seminare und und veröffentlicht Bücher die regelmäßig auf der Bestsellerliste landen. Zudem engagiert er sich in zahlreichen Projekten und Initiativen, die auf Potenzialentfaltung angelegte Beziehungs- und Lernkulturen in Familien, Kindergärten, Schulen, Universitäten und im Berufsleben fördern – wie etwa nelecom.

Wie kann das Lernen aus neurobiologischer Sichtweise gut gelingen und was bedeutet das für unsere Lernkulturen, für Kitas, Schulen oder die Kommune? In einem seiner bekanntermaßen eindrucksvollen und lebendigen Vortäge wird Prof. Dr. Hüther seine Erkenntnisse Vertretern von Schulen, Kitas aus Politik und Verwaltung schildern und womöglich einige neue Inspirationen für gelingendes oder besser gelingendes Lernen hinterlassen. In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutiert er gemeinsam mit Landrätin Antje Hochwind, Vertretern von Schulen und Kitas sowie weiteren Bildungsakteuren über die Besonderheiten des Lernens und der Bildung im Kyffhäuserkreis.

Der Besuch von Prof. Dr. Gerald Hüther im Kyffhäuserkreis wird von Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis in Kooperation mit dem Bildungsausschussvorsitzenden des Kyffhäuserkreis, Uwe Vogt, dem Projekt des Kreisjugendrings Kyffhäuserkreis e.V. „Teil haben – Teil werden – aktiv gestalten“ sowie der der Staatlichen Berufsschule Sondershausen organisiert. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Stadt Sondershausen.

Sabine Lucks
Projekt "Lernen vor Ort" Kyffhäuserkreis
Autor: khh

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