Di, 23:29 Uhr
23.04.2013
Über Gemeinschaftsschule informiert
Im Landratsamt Kyffhäuserkreis fand am Nachmittag ein Schulleitertreffen der Regelschulen des Kyffhäuserkreises statt. Hier Informationen dazu.
In Oldisleben wurde der Antrag gestellt, eine Gemeinschaftsschule zu bilden. Das war für Landrätin Antje Hochwind (SPD) Veranlassung, die Leiter der acht Regelschulen an sieben Standorten des Kyffhäuserkreises (2 Mal Sondershausen, Artern, Bad Frankenhausen, Ebeleben, Greußen, Oldisleben und Roßleben, sowie des Gymnasiums Greußen, nach Sondershausen zu holen, um über die Ziele und Inhalte der Thüringer Gemeinschaftsschule zu informieren.
Nach der Veranstaltung trafen sich Frank Roßner vom Thüringer Lehrerbildungsinstitut, Landrätin, Dr. Bernd Uwe Althaus, Schulamtsleiter Nordthüringen, der 1. Beigeordnete Holger Häßler (im Bild), sowie Dr. Heinz Ulrich Thiele und Dr. Andreas Räuber zu einem Gespräch mit der Presse.
Zuerst informierte Roßner über die möglichen Formen der Gemeinschaftsschule, die seit 2010 gesetzlich verankert ist. Von der idealisierten Form, von Klasse 1 bis 12 über andere Formen wie Gemeinschaftsschule mit Gymnasium, bis hin zu Formen wie Grundschule Gemeinschaftsschule und Gymnasium. Ziel sei ein möglichst langes gemeinsames Lernen der Kinder und Jugendlichen.
Hintergrund, so Roßner, das man bei vielen Kindern in der dritten vierten Klasse noch gar nicht entscheiden könne, ob so ein Kind auch wirklich gymnasialfähig sei. Die jetzige Praxis aus den Grundschulen heraus benachteilige Kinder aus sozial schwachen (bildungsschwachen) Familien.
Die Anwesenden machten klar, dass den anwesenden Schulleitern keine "Zeitstempel" aufgedrückt wurden, um sich zur Bildung einer möglichen Gemeinschaftsschule zu entschließen. Sowohl Roßner, als auch Dr. Althausen, boten sich an, mit Elternvertretern Informationsveranstaltungen durchzuführen.
Die Beteiligten legen dar, dass bei dieser heutigen Informationsveranstaltung auch kein Druck ausgeübt wurde, bis wann man sich zu irgendetwas entschließen müsse. Man machte klar, so eine Gemeinschaftsschule muss von unten heraus aus den Eltern gewollt sein. So etwas könne man nicht von oben herab durchdrücken.
Eingeräumt wurde aber, dass die Bildung einer Gemeinschaftsschule in einigen Orten durchaus eine sinnvolle Option sein könnte. Dr Althaus machte aber auch klar, dass bei der Frage der Gemeinschaftsschule Transparenz und Sachlichkeit hergestallt werden sollte. Die Schulkonferenz, so Dr. Althaus müsse eine Gemeinschaftsschule wollen.
Natürlich bis die ganze Sache aus einer anderen Richtung nicht ohne Brisanz. Ab Montag findet u.a. im Bildungsausschuss die Diskussion der neuen Schulnetzplanung statt. Dabei könnte, die Betonung lag auf könnte, auch die Zahl der Regelschulen mittelfristig (10 Jahre) ins Wanken kommen. Die Gemeinschaftsschule sei wohl aber auch nicht der Rettungsanker für eine Regelschule. Deshalb sei eine Trennung der Diskussion wichtig. Bei der Möglichkeit der Gemeinschaftsschule käme es auf Inhalte an, nicht auf strukturelle Fragen.
Interessant in diesem Zusammenhang gleich ein Pressemeldung des Landratsamtes:
Frau Landrätin Antje Hochwind (SPD) erteilte unmittelbar nach Ihrem Amtsantritt den Auftrag zur Erarbeitung eines Entwurfes zur Fortschreibung der Schulnetzplanung im Kyffhäuserkreis.
Der Kyffhäuserkreis ist sich seiner Verantwortung als Schulträger bewusst und möchte dieser künftig noch besser gerecht werden.
Der Entwurf zur Schulnetzplanung wird zurzeit erarbeitet und am 29. April 2013 dem Ausschuss für Kultur, Schulen und Sport vorgestellt und am 30. April 2013 den Schulleiterinnen und Schulleitern übergeben.
Am Nachmittag werden die Ergebnisse in einer Pressekonferenz präsentiert.
Autor: khhIn Oldisleben wurde der Antrag gestellt, eine Gemeinschaftsschule zu bilden. Das war für Landrätin Antje Hochwind (SPD) Veranlassung, die Leiter der acht Regelschulen an sieben Standorten des Kyffhäuserkreises (2 Mal Sondershausen, Artern, Bad Frankenhausen, Ebeleben, Greußen, Oldisleben und Roßleben, sowie des Gymnasiums Greußen, nach Sondershausen zu holen, um über die Ziele und Inhalte der Thüringer Gemeinschaftsschule zu informieren.
Nach der Veranstaltung trafen sich Frank Roßner vom Thüringer Lehrerbildungsinstitut, Landrätin, Dr. Bernd Uwe Althaus, Schulamtsleiter Nordthüringen, der 1. Beigeordnete Holger Häßler (im Bild), sowie Dr. Heinz Ulrich Thiele und Dr. Andreas Räuber zu einem Gespräch mit der Presse.
Zuerst informierte Roßner über die möglichen Formen der Gemeinschaftsschule, die seit 2010 gesetzlich verankert ist. Von der idealisierten Form, von Klasse 1 bis 12 über andere Formen wie Gemeinschaftsschule mit Gymnasium, bis hin zu Formen wie Grundschule Gemeinschaftsschule und Gymnasium. Ziel sei ein möglichst langes gemeinsames Lernen der Kinder und Jugendlichen.
Hintergrund, so Roßner, das man bei vielen Kindern in der dritten vierten Klasse noch gar nicht entscheiden könne, ob so ein Kind auch wirklich gymnasialfähig sei. Die jetzige Praxis aus den Grundschulen heraus benachteilige Kinder aus sozial schwachen (bildungsschwachen) Familien.
Die Anwesenden machten klar, dass den anwesenden Schulleitern keine "Zeitstempel" aufgedrückt wurden, um sich zur Bildung einer möglichen Gemeinschaftsschule zu entschließen. Sowohl Roßner, als auch Dr. Althausen, boten sich an, mit Elternvertretern Informationsveranstaltungen durchzuführen.
Die Beteiligten legen dar, dass bei dieser heutigen Informationsveranstaltung auch kein Druck ausgeübt wurde, bis wann man sich zu irgendetwas entschließen müsse. Man machte klar, so eine Gemeinschaftsschule muss von unten heraus aus den Eltern gewollt sein. So etwas könne man nicht von oben herab durchdrücken.
Eingeräumt wurde aber, dass die Bildung einer Gemeinschaftsschule in einigen Orten durchaus eine sinnvolle Option sein könnte. Dr Althaus machte aber auch klar, dass bei der Frage der Gemeinschaftsschule Transparenz und Sachlichkeit hergestallt werden sollte. Die Schulkonferenz, so Dr. Althaus müsse eine Gemeinschaftsschule wollen.
Natürlich bis die ganze Sache aus einer anderen Richtung nicht ohne Brisanz. Ab Montag findet u.a. im Bildungsausschuss die Diskussion der neuen Schulnetzplanung statt. Dabei könnte, die Betonung lag auf könnte, auch die Zahl der Regelschulen mittelfristig (10 Jahre) ins Wanken kommen. Die Gemeinschaftsschule sei wohl aber auch nicht der Rettungsanker für eine Regelschule. Deshalb sei eine Trennung der Diskussion wichtig. Bei der Möglichkeit der Gemeinschaftsschule käme es auf Inhalte an, nicht auf strukturelle Fragen.
Interessant in diesem Zusammenhang gleich ein Pressemeldung des Landratsamtes:
Frau Landrätin Antje Hochwind (SPD) erteilte unmittelbar nach Ihrem Amtsantritt den Auftrag zur Erarbeitung eines Entwurfes zur Fortschreibung der Schulnetzplanung im Kyffhäuserkreis.
Der Kyffhäuserkreis ist sich seiner Verantwortung als Schulträger bewusst und möchte dieser künftig noch besser gerecht werden.
Der Entwurf zur Schulnetzplanung wird zurzeit erarbeitet und am 29. April 2013 dem Ausschuss für Kultur, Schulen und Sport vorgestellt und am 30. April 2013 den Schulleiterinnen und Schulleitern übergeben.
Am Nachmittag werden die Ergebnisse in einer Pressekonferenz präsentiert.



