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Di, 13:54 Uhr
28.05.2013

Lebendige Dörfer

Bis zum Jahr 2030 werden einzelne Landkreise in Thüringen bis zu einem Drittel Ihrer Bevölkerung verlieren. Dagegen muss endlich etwas getan werden. Zum Beispiel auf den Dörfern...


Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) macht sich auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels für lebendige, selbstbestimmte Dorfgemeinschaften stark. „Es gibt viele gute Gründe, die Thüringer Dörfer und die ländlichen Räume nicht aufzugeben. Unsere Dörfer stehen für Identität und Lebensqualität, die die Politik fördern muss anstatt sie rückzubauen,“ sagte Reinholz heute anlässlich der Jahrestagung des Thüringer Landseniorenverbandes in Pfiffelbach.

Abwanderung und Überalterung in vielen ländlichen Regionen Thüringens verlangen nach neuen Wegen, um die Lebensfähigkeit kleiner Orte zu sichern. Die Thüringer Landesregierung setzt dabei zum Einen auf freiwillige Zusammenschlüsse zu Großgemeinden, die eine kommunale Infrastruktur leichter schultern können. Im Förderprogramm für Dorferneuerung und Dorfentwicklung haben beispielsweise Vorhaben Priorität, in denen Dörfer und Gemeinden kooperieren.

Zum Anderen will die Landesregierung die Eigenkräfte und Eigen­verantwortung der Regionen weiterhin mit dem LEADER-Ansatz stärken, in dem sie die Entscheidungskompetenz über förderwürdige Projekte in die Hand von 15 Regionalen Aktionsgruppen in ganz Thüringen legt. „Die Menschen vor Ort wissen am besten, welche Art von Entwicklung ihre Region braucht. Pauschale Lösungen gibt es hier nicht, genauso wie es nicht den einen ländlichen Raum gibt“, sagte Reinholz.

Hintergrund: Nach Berechnungen des Thüringer Landesamtes für Statistik (2010) werden bis 2030 einzelne Landkreise im Freistaat 30 Prozent und mehr ihrer Bevölkerung verlieren. Dabei läuft die Entwicklung höchst unterschiedlich ab; Regionen mit Bevölkerungszuwachs liegen unmittelbar neben solchen mit Abwanderung. Das Durchschnittsalter im Freistaat wird sich voraussichtlich von heute 46 auf über 51 Jahre im Jahr 2030 erhöhen.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hatte das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in einer Studie von 2011 unter anderem empfohlen, umzugs­willige Menschen finanziell zu unterstützen oder für den Rückbau von Dörfern einen Fonds einzurichten.
Autor: red

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Kommentare
Katzengreis
28.05.2013, 21:09 Uhr
Immer die selben Phrasen
Wir hatten vor einiger Zeit ein schönes Stück Land in einem kleinen Dorf erworben. Ein altes Haus wartet auf neues Leben. Das erste was wir bekamen, war eine Androhung von einer irrwitzigen Strafe wenn wir nicht sofort die drei Grashalme an der Strasse entfernen.

Die Tinte beim Notar war nicht mal richtig trocken. Da zieht man doch gern aufs Land, oder? Ich habe nichts gegen Ordnung, die Behörden dürfen aber ruhig etwas Fingerspitzengefühl zeigen.
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