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Di, 16:50 Uhr
28.05.2013

Um den Erhalt der Schule

Stellungnahme zu unseren Problemen an der Grundschule In Hohenebra / Thüringen. Ich betone: Wir wollen von Ihnen keine Gelder bzw. Spenden, wir möchten lediglich Hilfe bei der Berichterstattung. Hier die Stellungnahme der Bürgerinitiative verbunden mit einer Einladung zu einer Veranstaltung.


Wir suchen an dieser Stelle, Zeitungen, Onlineportale und Radios die über den Schulalttag an unserer Schule berichten und uns helfen, das wir evtl. die Schulschließung aufhalten.

BITTE NEHMEN SIE SICH EIN PAAR MINUTEN FÜR DIESEN TEXT ZEIT EH SIE ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN

Morgen schon, findet in unserer Gemeinde Gaststätte um 19:00 die zweite Informationsveranstaltung zum Thema Schulschließung statt. Mit dabei sind unter anderen: Bürger der Gemeinde Hohenebra und allen umliegenden Ortschaften, die Bürgermeister aller Ortschaften , Mitarbeiter des Schulamtes, des Landratsamtes und die Landrätin Antje Hochwind.

VERANSTALTUNGSTIPP: Mittwoch, 29.05.2013 um 19 Uhr
Wo? Gemeinde Gaststätte Sondershausen / Ortsteil Hohenebra - KYFF

BITTE UM HILFE IM NAMEN ALLER GRUNDSCHÜLER.


Was gibt es schöneres als in große, leuchtende Kinderaugen zu blicken wenn sie freudestrahlend ihre übergroßen Zuckertüten entgegen nehmen und das an genau derselben Stelle an der wir Eltern vor mehr als zwanzig Jahren standen um den ersten großen Schritt ins Leben zu wagen. Auch wir standen damals in derselben Turnhalle, diese war festlich geschmückt und es lief ein liebevoll gestaltetes Programm der Schüler ab. Damals wie heute taten die Lehrer, Erzieher und Schüler alles damit wir uns in der neuen und ungewohnten Umgebung wohl fühlten, und eines war mit dem heutigen Tage klar: jetzt gehören auch wir zu den Großen! Mit großer Aufregung und voller Erwartungen fieberten wir nur den einen Moment entgegen: Die größte Zuckertüte wird meine sein, der schöne Schulranzen mit dem Dino drauf oder der mit dem Pferd, das ist meiner, ich habe jetzt meine eigene Federmappe mit den buntesten Stiften und ich halte mein erstes Schulbuch in der Hand, meine Lesefibel! Sicher erinnert sich jeder noch an seine, mit den Sätzen: „Mama und Papa“, „Anna wirft den Ball“ oder „Tom spielt im Garten“. Ja, so fing es an und an diese Dinge werden sich auch die zukünftigen Schulanfänger ein Leben lang erinnern. Wehmütig blickt man auf diesen Tag und traurig blicken wir Eltern in die Zukunft, denn eben diese Schule aus unserer Region soll nun geschlossen werden!

Seit 2002 wurde diese mit gerade einmal 80.000,00€ vom Land Thüringen gefördert, dass dies für eine Grundschule mit einem Einzugsgebiet von 10 Orten nicht ausreicht wurde in der Vergangenheit schnell klar. So wurden Renovierungen der Klassenräume und auch die Einrichtung eines kleinen Computerkabinetts in Eigeninitiative der Lehrkräfte und Eltern(!!!) verwirklicht. Mit Hilfe eines Fördervereins konnten bereits Teile des Außenbereichs inkl. Spielplatz saniert, sowie Feste und Schulfeiern organisiert werden.


Die fehlende Unterstützung des Landes Thüringen hat deutliche Spuren hinterlassen. Das Ausmaß dessen wurde beim aktuellen TÜV-Gutachten vom 28.02.2013 sichtbar, so sind beschädigte Fußböden und undichte Fenster in gerade einmal zwei Klassenräumen, sowie in den Lehrerzimmern das geringere Problem. Vielmehr drückt der Schuh im Bereich Brandschutz und Sicherheit.
Ergebnisse GVV, TÜV, Arbeitsschutz

1. Kein Feuerwehrplan, Flucht- und Rettungsplan, 2. Rettungsweg, Sicherheitsbeleuchtung
2. Brandschutzordnung entspricht nicht den Anforderungen
3. Unzureichende Kennzeichnung Flucht- und Rettungswege
4. Ungeschützte Elektroverteilung (Turnhalle)
5. Treppenhäuser nicht rauchdicht abgetrennt; keine Wärme- und Rauchabzugsanlage
6. Turnhallenbereich : Sanierung der Sanitärtrakte erforderlich
7. Undichte Fenster und beschädigte Fußböden in den Klassenräumen
8. Schwarzschimmel ist im Schularchiv vorhanden
9. Lampen in Klassenräumen ohne Schutz
Der Investitionsbedarf lt. Gutachten des Landes Thüringen:
Sofortbedarf: 80.000,00 € für Brandschutz (2. Rettungsweg, Treppenhaus, Türen)
20.000,00 € Hygiene (Wasserinstallation Turnhalle)
Weiterer Bedarf: 1.720.000,00 € Gebäudesanierung

Punkt 1 – 5 der Begründung, was die Sicherheit unserer Kinder angeht, ist in Ordnung und dem stimmen wir zu.
Die anderen Begründungen müssen differenziert werden:
6. Die Turnhalle ist in Ordnung und der Sanitärtrakt wurde im vergangenem Jahr gemacht
7. Die Fenster im Plattenbau wurden bereits saniert. Es geht jetzt lediglich um die Fenster im Altbau. Die Fußböden müssen noch in 2 Klassenräumen und im Lehrerzimmer erneuert werden.

8. Für die Beseitigung des Schwarzschimmels im Archiv haben wir ein Kostenangebot eingeholt, dieses liegt dem Bauamt bereits vor. Die Summe hierfür beträgt 700,00 €.
9. In 3 Klassenräumen und im We-Raum sind noch Lampen ohne Schutz und auch schon beschädigt angebracht wurden. Die Ersatzlampen liegen nach Aussage des Hausmeisterteams schon für uns bereit und brauchen nur noch angebracht werden.

Unsere Schule wird im nächsten Jahr 30 Jahre alt! 30 Jahre ist kein Alter für eine Schule!
Natürlich entspricht das Gebäude nicht dem neuesten Standard , wie sollte es denn auch, schließlich wurde unsere Schule in den letzten Jahren mehr als stiefmütterlich behandelt. Die bestehenden Mängel dürfen nicht unseren Kindern zur Last geworfen werden!!!

Die Höhe der Investitionssumme von 1.720.000,00 € für Gebäudesanierung und 100.000,00 € für den Sofortbedarf ist sicher übertrieben.

Warum unsere Grundschule Hohenebra nicht schließen darf?

Es herrschen ideale räumliche Bedingungen für eine Grundschule, schöne große, helle Räume. Das Schulkonzept unterscheidet sich von denen der anderen Grundschulen unserer Umgebung. So wird beispielsweise in der Schuleingangsphase die Jahrgangsmischung in allen „Drittfächern“, sowie Heimat und Sachkunde praktiziert. Damit wird das Lernprinzip: „Kinder lernen von Kindern“ unterstützt, während die größeren Kinder den kleineren den Unterrichtsstoff vermitteln verinnerlichen und erweitern sie das bereits erlernte und die kleinen nehmen die Erklärungen Gleichaltriger wiederum schneller und besser auf. Dies ermöglicht eine geringere Schülerzahl in den Fächern Mathe und Deutsch, wenn in Kursen unterrichtet wird. Genau dieses Prinzip wird sehr von uns Eltern und auch Schülern geschätzt.


Wir haben einen sehr gut funktionierenden Hort, der viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bietet, wofür unserer Kinder, sowie wir Eltern sehr dankbar sind.
Die Zusammenarbeit zwischen den Kindergärten des Einzugsgebietes der Grundschule Hohenebra funktioniert hervorragend. Die Kita Hohenebra, z.B. besucht die Schule regelmäßig und nutzt die Turnhalle wöchentlich, auch zu schulischen Höhepunkten und Festen sind sie regelmäßige Gäste.


Einem sehr aktiven Förderverein verdanken wir nicht nur die Sanierung unserer Außenanlage (Spielplatz, Ballspielanlage, Sprunggrube), sondern auch die Verwirklichung von Schulfesten und Höhepunkten des Schullebens.
Sollte es tatsächlich zu einer Schließung der Grundschule kommen würde sich der Schulweg unserer Kinder noch einmal verlängern, er entspricht jetzt schon nicht den Landesvorgaben von 8 km!
Unsere Schule verfügt über zwei Schulhöfe, sowie einer großzügigen Grünfläche mit integrierter Spielplatzanlage. Die Turnhalle befindet sich auf dem Schulgelände und bietet genug Platz zum Toben, Spielen, Ausrichten von Festen und Veranstaltungen. Die Bushaltestelle liegt direkt vor der Schule in einem verkehrsberuhigtem Bereich. Auch der Sportplatz ist lediglich zwei Gehminuten vom Gelände entfernt, auch hierfür müssen keine vielbefahrenen Straßen überquert werden.
Die Schülerzahl liegt auch in den nächsten Jahren über 100 und entspricht somit den Landesvorgaben. Unsere Schule ist zwar klein steht aber den Anforderungen von „Stadtschulen“ in nichts nach. Auch hier sind unsere Kinder mit Begeisterung bei der Sache und für neue Experimente offen.


Lernen vor Ort bedeutet auch mal eine Wanderung mit dem Förster durch den Wald, der Besuch der Biogärtnerei oder eines Bauernhofes.
Man kann und darf nicht alles in die Stadt verlagern. Auch auf dem Land muss das Leben noch lebenswert sein und auch lebenswert bleiben!

Als Initiative kämpfen wir Eltern mit Lehrern, ehemaligen Absolventen und Freunden für den Erhalt des wertvollen Bildungsgutes. Natürlich suchen wir weiterhin Personen und Firmen, die sich engagiert gegen die Schließung aussprechen möchten. Gemeinsam können wir erreichen, dass die Kinder weiterhin eine Bildungseinrichtung besuchen dürfen, die abseits des täglich wachsenden Straßenverkehrs und des Lärms wertvolle Hilfe in den Start des neuen Lebensabschnitts gibt und vermittelt.

Wir hoffen, auch weiterhin unbesorgt in die Zukunft unserer Kinder schauen zu dürfen.

„Du bist nur ein Wassertropfen hier auf Erden, doch aus vielen Wassertropfen können Wasserfälle werden!“

Vielen Dank das Sie sich beim lesen dieses Textes zeit genommen haben und vielleicht können Sie über uns berichten. Die Kinder werden Ihnen DANKEN!
BÜRGERINITIATIVE ZUM ERHALT DER GRUNDSCHULE IN HOHENEBRA
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
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