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Do, 12:07 Uhr
06.06.2013

kn-Forum: Schulnetzplanung des Kreises

Ein Aufschrei rollt durch den Kyffhäuserkreis- es sollen Schulen geschlossen werden, so beginnt eine Lserbrief der kn erreichte.

Die neue Schulentwicklungsplanung des Kreises sieht tiefgreifende Einschnitte vor. Es wird ein ziemliches Durcheinander geben, sollte sie den so umgesetzt werden. Fragen darf man heute, wer für dieses Durcheinander verantwortlich ist.

Jahrelanger Investitionsstau, jetzt aufgedeckte Brandschutz- und Sicherheitsmängel(?) sowie eine fehlende grundlegende Schulentwicklungsplanung des Kreises trugen dazu bei. In Zeiten sehr klammer Kommunalfinanzen, man kann sich nicht mehr alles leisten, wurde man jetzt gezwungen, seine Hausaufgaben zu machen.

Wer war die letzten Jahre dafür verantwortlich? Im Kreis regierte eine Große Koalition aus SPD und CDU. Letztgenannte machte jetzt eine Kehrtwende und möchte alle Schulen erhalten, obwohl dies finanziell nicht möglich ist. Das Handeln in Sachen Schule wurde in den letzten Jahren in der Schulverwaltung des Kreises und im Kreistag versäumt, gerade zu verschlafen. Dies fällt uns jetzt auf die Füße, Kinder werden die Leidtragenden sein und Emotionen hochkochen.

Ein Investitionsbedarf von 40 Millionen Euro – Wo soll das Geld herkommen? Hinzu kommt noch, dass der Kyffhäuserkreis ein Flächenkreis ist. Weiterhin stellt sich die Frage, ob die Zahlen zur demografischen Entwicklung für die nächsten 30-40 Jahre belastbar sind? Nachhaltige und langfristige Lösungen für eine optimale Bildung unserer Kinder werden benötigt.

Das vorliegende Konzept kann auf keinen Fall so angenommen werden. Positiv für Bad Frankenhausen ist, dass der Schulstandort erhalten bleiben soll, was für eine Kur- und Erhohlungsstadt, die mit Ihrem Wohnumfeld wirbt nur gut ist. Das Regelschüler in ein unsaniertes Gebäude ziehen sollen und ihre sanierte Schule an die Gymnasiasten abgeben, ist ein politisches Unding.

Kinder werden gegeneinander ausgespielt und die Wertigkeit der Schulformen in Zweifel gezogen. Jede Schule hat ihre Berechtigung. Die Schulnetzplanung muss transparent und offen sein. Eine Entscheidung in 8 Wochen halte ich für verfrüht.

Vor- und Nachteile der einzelnen Schulstandorte gehören auf den Tisch und müssen diskutiert werden:
- Investitionsbedarf
- Schülerzahlen jetzt, zukünftige Schülerzahlen
- Infrastruktur, wie Verkehrsanbindung, Schulhof, Verankerung im Umfeld, möglichst kurze Wege
- Schulangebote (regionale Besonderheiten, Ganztagsschule)
- Besonderheiten des ländlichen Raumes
- Was wurde bisher investiert?
-
Thomas Richter
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
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