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Do, 07:08 Uhr
27.06.2013

Hinter den Kulissen

Morgen ist wieder Sommertheater in der Grimmelallee. Die nnz hat einmal einen Blick hinter die Kulissen geworfen.

Seit dem Jahre 2004 gibt es im Nordhäuser Theater kein eigenständiges Schauspiel mehr. In der turbulenten Intendantenära Pirklbauer wurde die Sparte geopfert, um dem Theater etwas finanzielle Entlastung zu verschaffen. Viele Nordhäuser Theaterfreunde haben das sehr bedauert und einige davon gründeten im letzten Jahr den Extemporé Theaterverein. Ihr Bestreben ist es, eine niveauvolle und unterhaltsame Ergänzung zum musikalischen Programm des Stadttheaters zu bieten.

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Schminken im Museum: Benedikt Schörnig und Günter Schoßböck bereiten sich im Kontor vor (Foto: Eva Maria Wiegand)

Mit dem bestens geeigneten Innenhof der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei war schnell ein geeigneter Ort gefunden, mit den Hausherren und der Firma Mumm-Rotkäppchen ein interessierter Partner, der Geld und Logistik zur Verfügung stellte, ebenso wie die Stadt Nordhausen über ihr Kulturamt. Die Stiftung der Kreissparkasse förderte das Projekt ebenfalls und mit einem Mini-Etat machten sich die Vereinsmitglieder ans Werk. 2012 setzten sie die Komödie „Die Streiche des Scapin“ in Szene. Trotz schlechten Wetters kamen die Nordhäuserinnen und Nordhäuser und zollten Lob und Anerkennug für die Organisatoren und Mimen, die sich mit einfachsten Mitteln ihren Traum erfüllten.

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Probenpause: Franziska Juntke entspannt sich gleich auf der Bühne (Foto: Eva Maria Wiegand).

In diesem Sommer ist es wieder ein Lustspiel des großen Franzosen, das insgesamt zehn Mal über die Bretter des nagelneuen Podestes geht, welches der Verein aufgestellt hat. „Der eingebildete Kranke“ wird von professionellen Schauspielern aus Berlin und Leipzig gespielt, die sich während der Produktion in Nordhausen erst kennen lernten und inzwischen eine eingeschworene Truppe sind. Kulissen und Bühnenaufbauten mussten besorgt, Kostüme erworben und geändert, Schuhe und Scheinwerfer gekauft, Unterkünfte für die Darsteller besorgt werden. Plakate und Flyer sind gedruckt worden, Eintrittskarten verteilt.
Und immer geht der bange Blick zum Himmel, hektisch werden die Online-Wetterdienste angeklickt, Hundertjähriger Kalender, Bauernregeln und Kaffeesatz bemüht, um das Wetter am Veranstaltungstag zu deuten.

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Kritische Blicke: Darsteller und Regieassistent Jakob Kiernemund (im Vordergrund) verfolgen eine Bühnenprobe ihrer Kollegen (Foto: Eva Maria Wiegand).

Alle Mühe und Stress fallen schließlich von den Beteiligten ab, wenn der Hof sich Minuten vor der Vorstellung mit erwartungsfrohen Menschen füllt und das Kribbeln im Bauch zunimmt. Im Kontor der musealen Brennerei riecht es dann nach Schminke, in der Niederlage memorieren Ärzte, Apotheker, Verliebte und eingebildet Kranke murmelnd ihre Texte. Das ist dieses Theatergefühl, wie es schon seit Jahrhunderten existiert und hoffentlich auch noch lange im Nordhäuser Sommer zu erleben ist. Pläne für die Zukunft sind bereits geschmiedet. Aber sie müssen sich an der Realität messen lassen. Und die erweist sich in den nächsten Vorstellungen.

„Der eingebildete Kranke“ im Innenhof der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei noch am Freitag, 28. Juni, Samstag, 6. Juli, Freitag 12. Juli und Samstag 13. Juli jeweils um 20 Uhr. An den Sonntagen 7. Juli und 14. Juli beginnen die Aufführungen bereits um 18 Uhr.
Karten gibt es an der Abendkasse und im Vvk in der Traditionsbrennerei und im TicketCenter Thüringen in der Rautenstraße sowie unter inf@extempore-theater.de
Autor: nnz

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