Mo, 06:31 Uhr
08.07.2013
Radfahrer unerwünscht?
Pauschal könnte man beim Kyffhäuserkreis auf den Gedanken kommen. Was man am Image mit dem Bau des Unstrut-Werra-Radweges aufbaut, reißt man mit dem Hintern wieder ein.
Keine Frage, in Zeiten knapper Kassen nimmt der Landkreis viel Geld in die Hand um mit dem Bau des Unstrut-Werra-Radweges endlich auch bei Radwegen etwas zur Stärkung des Tourismus zu erreichen. Aber schon mit dem vorzeitigen Tönen, der Weg ist am Jahresende fertig, hat man sich schon übernommen. Allein der Rückbau der Schienen auf der ehemaligen Bahntrasse Bad Frankenhausen - Sondershausen ist wohl zurzeit vollständig zum Erliegen gekommen. Aber das soll heute nicht das Hauptthema sein. Beschwerden kommen aus anderer Richtung.
Mit dem Bau der neuen Ortsverbindungsstraße Hachelbich - Göllingen wurde die alte Verbindungsstraße für den Verkehr vollständig gesperrt. Das macht man auch mit einem Verkehrszeichen unmissverständlich hinter Hachelbich klar. Außer Baufahrzeugen haben auf dieser Straße keine anderen Verkehrsteilnehmer etwas verloren, außer noch Fußgänger und Trittrollerfahrer!
Erst ein ganzes Stück weiter dahinter sagt man sich, na ja, vielleicht kann man ja Landwirtschaftsfahrzeuge und Radfahrer doch durchlassen. Dumm nur, die Genehmigung ist von dem vorherigen Sperrschild nicht einsehbar. Man könnte schmunzeln, wenn es nicht so traurig wäre.
Viel schlimmer ist ein anderer Umstand. Es ist schon erstaunlich, wie viele PKW glauben, ein landwirtschaftliches Fahrzeug zu sein. Wochentags ist da schlimm, was sich da als Anlieger ausgibt. Frei nach dem Motto, ich habe ein Anliegen, wird da fleißig durch gebraust.
Und das Schlimme, man gibt sich aggressiv. Es gab schon eine ganze Reihe Radfahrer die kn aufforderten, schreib mal etwas darüber. Und in der Tat, auch kn passierte es nicht nur einmal, dass PKW und einmal sogar ein Traktor so aggressiv linke Kante Asphalt fuhren, dass man sich als Radfahrer auf den unbefestigten Randstreifen retten musste. Jüngst am Freitag war es sogar ein LKW. Leider konnte kn sich vor Schreck nur das Kennzeichen RWO merken, der wahrscheinlich noch nach altem Navi fuhr.
Wenn der Unstrut-Werra-Radweg im Bereich Hachelbich - Göllingen projektiert und gebaut wird, kann man nur raten, kommt bitte nicht auf den Gedanken, den Unstrut-Werra-Radweg von der Bahntrasse runter zunehmen und über diesen Wirtschaftsweg zu führen. Im Bewusstsein vieler Autofahrer steckt leider noch zu oft drin, wenn ich komme haben die Radfahrer Platz zu machen. Wenn man auf der Bahntrasse bleibt, erspart man den Radfahrern auch ein Berg hoch, Berg runter.
Wie sehr man nicht an die Radfahrer denkt, bemerkt man auch an anderen Kleinigkeiten. Da will man den Radtourismus in Bad Frankenhausen stärken, kauft sogar E-Bikes, aber keiner kommt auf den Gedanken an dem viel beworbenen schiefen Turm mal einen Fahrradständer zu installieren, der für teure Fahrräder auch wirklich mit Anlehnbügeln ausgerüstet wird, die Zahl nimmt bei den Radtouristen stark zu. Fehlt bloß noch, dass jemand noch ein Schild anbringt, Fahrrad anlehnen verboten. Die Anlieger werden sich auch nicht freuen, wenn an den Holzzaun Fahrräder angelehnt und vielleicht noch mit Seilschloss gesichert werden.
Aber zeige keiner mit dem Finger nur in Richtung schiefer Turm. Ob vor der Kyffhäusertherme, der Barbarossahöhle oder dem Schloss Sondershausen, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, die vom Thüringer Verkehrsministerium empfohlenen Fahrradständer in Form von Anlehnbügeln sind im Kyffhäuserkreis die Ausnahme.
Es wird wohl langsam Zeit, an eine 2. Fahrradkonferenz im Kyffhäuserkreis zu denken, bei der man sich nicht nur, wie zum größten Teil beim ersten Mal beweihräuchert, wie gut doch unser Unstrutradweg ist, und alles andere mehr oder weniger kaum funktioniert. Sie glauben es nicht? Na dann fahren Sie mal den Kyffhäuserradweg in voller Länge ab. Mit Sicherheitsfragen für Radfahrer hatte sich die erste Radwegkonferenz so gut wie überhaupt nicht beschäftigt. Und selbst an Teilen des neugebauten Unstrut-Werra-Radweges sind immer noch Sicherheitsprobleme im Bereich Oberspier - Sondershausen nicht gelöst, obwohl es vom Thüringer Verkehrsministerium ein Zusage gibt!
Autor: khhKeine Frage, in Zeiten knapper Kassen nimmt der Landkreis viel Geld in die Hand um mit dem Bau des Unstrut-Werra-Radweges endlich auch bei Radwegen etwas zur Stärkung des Tourismus zu erreichen. Aber schon mit dem vorzeitigen Tönen, der Weg ist am Jahresende fertig, hat man sich schon übernommen. Allein der Rückbau der Schienen auf der ehemaligen Bahntrasse Bad Frankenhausen - Sondershausen ist wohl zurzeit vollständig zum Erliegen gekommen. Aber das soll heute nicht das Hauptthema sein. Beschwerden kommen aus anderer Richtung.
Mit dem Bau der neuen Ortsverbindungsstraße Hachelbich - Göllingen wurde die alte Verbindungsstraße für den Verkehr vollständig gesperrt. Das macht man auch mit einem Verkehrszeichen unmissverständlich hinter Hachelbich klar. Außer Baufahrzeugen haben auf dieser Straße keine anderen Verkehrsteilnehmer etwas verloren, außer noch Fußgänger und Trittrollerfahrer!
Erst ein ganzes Stück weiter dahinter sagt man sich, na ja, vielleicht kann man ja Landwirtschaftsfahrzeuge und Radfahrer doch durchlassen. Dumm nur, die Genehmigung ist von dem vorherigen Sperrschild nicht einsehbar. Man könnte schmunzeln, wenn es nicht so traurig wäre.
Viel schlimmer ist ein anderer Umstand. Es ist schon erstaunlich, wie viele PKW glauben, ein landwirtschaftliches Fahrzeug zu sein. Wochentags ist da schlimm, was sich da als Anlieger ausgibt. Frei nach dem Motto, ich habe ein Anliegen, wird da fleißig durch gebraust.
Und das Schlimme, man gibt sich aggressiv. Es gab schon eine ganze Reihe Radfahrer die kn aufforderten, schreib mal etwas darüber. Und in der Tat, auch kn passierte es nicht nur einmal, dass PKW und einmal sogar ein Traktor so aggressiv linke Kante Asphalt fuhren, dass man sich als Radfahrer auf den unbefestigten Randstreifen retten musste. Jüngst am Freitag war es sogar ein LKW. Leider konnte kn sich vor Schreck nur das Kennzeichen RWO merken, der wahrscheinlich noch nach altem Navi fuhr.
Wenn der Unstrut-Werra-Radweg im Bereich Hachelbich - Göllingen projektiert und gebaut wird, kann man nur raten, kommt bitte nicht auf den Gedanken, den Unstrut-Werra-Radweg von der Bahntrasse runter zunehmen und über diesen Wirtschaftsweg zu führen. Im Bewusstsein vieler Autofahrer steckt leider noch zu oft drin, wenn ich komme haben die Radfahrer Platz zu machen. Wenn man auf der Bahntrasse bleibt, erspart man den Radfahrern auch ein Berg hoch, Berg runter.
Wie sehr man nicht an die Radfahrer denkt, bemerkt man auch an anderen Kleinigkeiten. Da will man den Radtourismus in Bad Frankenhausen stärken, kauft sogar E-Bikes, aber keiner kommt auf den Gedanken an dem viel beworbenen schiefen Turm mal einen Fahrradständer zu installieren, der für teure Fahrräder auch wirklich mit Anlehnbügeln ausgerüstet wird, die Zahl nimmt bei den Radtouristen stark zu. Fehlt bloß noch, dass jemand noch ein Schild anbringt, Fahrrad anlehnen verboten. Die Anlieger werden sich auch nicht freuen, wenn an den Holzzaun Fahrräder angelehnt und vielleicht noch mit Seilschloss gesichert werden.
Aber zeige keiner mit dem Finger nur in Richtung schiefer Turm. Ob vor der Kyffhäusertherme, der Barbarossahöhle oder dem Schloss Sondershausen, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, die vom Thüringer Verkehrsministerium empfohlenen Fahrradständer in Form von Anlehnbügeln sind im Kyffhäuserkreis die Ausnahme.
Es wird wohl langsam Zeit, an eine 2. Fahrradkonferenz im Kyffhäuserkreis zu denken, bei der man sich nicht nur, wie zum größten Teil beim ersten Mal beweihräuchert, wie gut doch unser Unstrutradweg ist, und alles andere mehr oder weniger kaum funktioniert. Sie glauben es nicht? Na dann fahren Sie mal den Kyffhäuserradweg in voller Länge ab. Mit Sicherheitsfragen für Radfahrer hatte sich die erste Radwegkonferenz so gut wie überhaupt nicht beschäftigt. Und selbst an Teilen des neugebauten Unstrut-Werra-Radweges sind immer noch Sicherheitsprobleme im Bereich Oberspier - Sondershausen nicht gelöst, obwohl es vom Thüringer Verkehrsministerium ein Zusage gibt!






