Mi, 13:00 Uhr
07.08.2013
Der Blick zum Nachbarn (Teil 1)
Urlaub ist Urlaub! Aber so ganz kann man wohl seinen Beruf doch nicht für die zwei oder drei Wochen vergessen. So, wie der Maler im Hotel darauf achtet, wie ordentlich die Tapete verklebt ist, der Elektriker nach den Steckdosen schaut, interessiert sich ein Polizeibeamter wie Thomas Soszynski natürlich auch für polizeiliche Dinge im Urlaubsland...
Erstaunlich, wie ähnlich sich die Probleme doch sind. Aber es gibt auch Unterschiede. Am deutlichsten allerdings bei den Strafen bzw. Bußgeldern und wie damit umgegangen wird. Werfen wir einen Blick nach Italien. Heute zum Thema Kfz - Hauptuntersuchung.
Wer in Italien ein neues Auto kauft, muss nach vier Jahren das erste Mal zur Hauptuntersuchung, collaudo genannt. In dieser Beziehung sind die Italiener noch vergesslicher als die deutschen Autofahrer. Wer den Termin versäumt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 159 Euro. Übrigens ab dem ersten Tag nach Ablauf des Fälligkeitsmonats.
Bekommt der Säumige danach eine Aufforderung von der Polizei, muss er sofort in eine Werkstatt zur Untersuchung fahren, denn das Auto ist nur noch für die Fahrt zur Werkstatt zugelassen. Und dass ohne Umwege! Wer dieser Aufforderung nicht folgt, sondern weiterhin fährt, erhält eine Strafe in Höhe von 1.842 Euro.
Die italienischen Behörden sehen das Versäumen der Hauptuntersuchung keinesfalls als Kavaliersdelikt an. Geht es doch schließlich um die Sicherheit aller. Die Tendenz ist trotz der saftigen Strafen steigend. Kamen im Jahr 2012 auf 100.000 Einwohner im Landesdurchschnitt 200 derartige Verstöße, stieg die Zahl der Säumigen im ersten Halbjahr 2013 um rund zehn Prozent.
Übrigens landen die italienischen Bußgelder in der Kasse der jeweiligen Gemeinde und nicht im Staatshaushalt. Die zu zahlenden Bußen sind in Italien immer ungerade Summen, weil sie jährlich der Inflationsrate entsprechend angeglichen werden.
Thomas Soszynski
Morgen: Zu pleite für das Bußgeld – Ratenzahlung
Autor: redErstaunlich, wie ähnlich sich die Probleme doch sind. Aber es gibt auch Unterschiede. Am deutlichsten allerdings bei den Strafen bzw. Bußgeldern und wie damit umgegangen wird. Werfen wir einen Blick nach Italien. Heute zum Thema Kfz - Hauptuntersuchung.
Wer in Italien ein neues Auto kauft, muss nach vier Jahren das erste Mal zur Hauptuntersuchung, collaudo genannt. In dieser Beziehung sind die Italiener noch vergesslicher als die deutschen Autofahrer. Wer den Termin versäumt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 159 Euro. Übrigens ab dem ersten Tag nach Ablauf des Fälligkeitsmonats.
Bekommt der Säumige danach eine Aufforderung von der Polizei, muss er sofort in eine Werkstatt zur Untersuchung fahren, denn das Auto ist nur noch für die Fahrt zur Werkstatt zugelassen. Und dass ohne Umwege! Wer dieser Aufforderung nicht folgt, sondern weiterhin fährt, erhält eine Strafe in Höhe von 1.842 Euro.
Die italienischen Behörden sehen das Versäumen der Hauptuntersuchung keinesfalls als Kavaliersdelikt an. Geht es doch schließlich um die Sicherheit aller. Die Tendenz ist trotz der saftigen Strafen steigend. Kamen im Jahr 2012 auf 100.000 Einwohner im Landesdurchschnitt 200 derartige Verstöße, stieg die Zahl der Säumigen im ersten Halbjahr 2013 um rund zehn Prozent.
Übrigens landen die italienischen Bußgelder in der Kasse der jeweiligen Gemeinde und nicht im Staatshaushalt. Die zu zahlenden Bußen sind in Italien immer ungerade Summen, weil sie jährlich der Inflationsrate entsprechend angeglichen werden.
Thomas Soszynski
Morgen: Zu pleite für das Bußgeld – Ratenzahlung