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Sa, 07:46 Uhr
17.08.2013

Kein Grund zur Panik

Wespe (Foto: Helge May) Wespe (Foto: Helge May)
Der Naturschutzbund (NABU) Thüringen gibt Hinweise zum richtigen Umgang mit Wespen. Wichtig ist es zum Beispiel nicht nach Wespen zu schlagen, Getränke und Speisen abzudecken, Kinder mit Strohalm zu trinken lassen und Wespennester nicht selbständig zu entfernen. Laut NABU neigt sich die Wespenzeit ab Ende August langsam dem Ende zu...


Sommerzeit ist Wespenzeit. Doch die Begegnung mit ihnen ist noch längst kein Grund zur Panik. Denn: Wespe ist nicht gleich Wespe. Lediglich zwei Arten, die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe, sorgen für den schlechten Ruf der Fluginsekten. Im Hochsommer, wenn die Völker am größten sind, werden sie dem Menschen schnell lästig, weil sie auf der Suche nach Nahrung für sich und ihre Brut auch Nahrungsmittel anfliegen.

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Gemeinhin kann man aber mit allen Wespenarten ohne Stress leben. Denn normalerweise reagieren Wespen bei ihrer Nahrungssuche nicht aggressiv. Es sei denn, man schlägt nach ihnen, pustet sie an oder fuchtelt nur einfach wild mit den Armen herum! Wespen wehren sich erst, wenn sie um ihr Leben bangen. Als Verteidigungswaffe zücken sie dann ihren Stachel und stechen zu. Außer für Allergiker sind die Wespenstiche für den Menschen zwar schmerzhaft, aber nicht weiter gefährlich. Auch Wespennester am Haus stoßen bei Hausbesitzern oft auf Ratlosigkeit. Ein Nest kann allerdings nur in Ausnahmefällen umgesiedelt werden. Auf alle Fälle aber Hände weg von „bewährten Hausmitteln“ und Tipps von „guten Freunden“, rät der NABU. Für solche Arbeiten sind Fachleute mit einem entsprechenden Sachkundenachweis die geeigneten Ratgeber.

Tipps zum Umgang mit Wespen:
  • Wespen nicht schlagen, wegpusten oder anatmen.
  • Getränke und Speisen abdecken.
  • Abfälle nicht herumliegen lassen.
  • Kinder nur mit Strohhalm trinken lassen und ihnen nach dem Essen Finger und Mund säubern.
  • Fallobst rechtzeitig aufsammeln.
  • Beim Barfußlaufen vorsichtig sein.
  • In der Nähe eines Wespenvolkes nicht mit dem Rasenmäher oder der Motorsäge arbeiten.
  • Mit der Beseitigung von Wespennestern warten bis das Wespenvolk im Herbst ausstirbt. Denn nur die Jungköniginnen überleben und gründen im nächsten Frühjahr neue Völker. Besser ist es allerdings, das Nest noch über den Winter hängen zu lassen, damit nützliche Insekten darin überwintern können.
  • Generell können Fliegengitter an Fenstern und Türen mit einer Maschenweite kleiner als drei mm angebracht werden.
  • Zum Nest immer einen Abstand von zwei bis drei Meter halten und für Kleinkinder eine Absperrung anbringen.
Wenn man trotz aller Vorsicht doch einmal gestochen wird, sollte der Stich schnell gekühlt und bei Allergieverdacht sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Eine Liste zu Fachleuten in Thüringen und weitere Informationen zum Thema Wespen finden sich unter www.NABU-Thueringen.de. Beraten können aber auch die Unteren Naturschutzbehörden. Interessante Praxistipps im Umgang mit Wespen liefert die Broschüre „Bienen, Wespen und Hornissen – Kein Grund zur Panik“.

Die Broschüre erhalten Sie gegen Einsendung eines Kostenbeitrages von 3 Euro (inkl. Porto) in Briefmarken beim NABU Thüringen in Leutra 15, 07751 Jena, Tel.: 03641/60 57 04.
Autor: red

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