Mo, 15:08 Uhr
26.08.2013
Aus(B)ildung für junge Erwachsene möglich
Der Ausbildungsmarkt in Nordthüringen scheint ausgeglichen. Rund 1.500 Ausbildungsbewerber und ebenso viele Ausbildungsstellen waren Ende Juli bei der Nordhäuser Arbeitsagentur registriert. Doch nicht immer passen Bewerber und Stelle zusammen...
Für manches Unternehmen könnte sich die Azubisuche in diesem Jahr schwierig gestalten. Damit es dennoch mit der richtigen Fachkraft klappt, beteiligt sich die Nordhäuser Arbeitsagentur an der bundesweiten Initiative "AusBildung wird was -Spätstarter gesucht".
Ziel dabei ist es, die guten Ausbildungsmarktchancen für junge Erwachsene ohne Berufsabschluss zu nutzen. Wer keinen Abschluss im Lebenslauf vorzuweisen hat, bleibt länger arbeitslos oder ist oftmals nur kurzzeitig in Beschäftigung. "Viele Bewerber und wenig Ausbildungsstellen - das war die Situation vor Jahren. Junge Leute hatten damals Schwierigkeiten, einen Wunschberuf zu ergreifen und Ausbildungen wurden gelegentlich ohne Abschluss beendet", sagt Gabriela Helbing, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur.
In Zeiten hohen Fachkräftebedarfes dürfe man das Potential der Menschen ohne Berufsabschluss nicht ungenutzt lassen. "Wir wollen diesem Personenkreis zu einer zweiten Chance auf dem Arbeitsmarkt verhelfen", so die Vize-Chefin. Eine solche Chance bot sich vor knapp zwei Jahren auch für Oksana Andris (Foto).
Die 35-Jährige entschloss sich nach der Geburt ihrer beiden Kinder einen neuen Beruf zu ergreifen. Sie absolvierte die Ausbildung zur Berufskraftfahrerin beim Berufsbildungszentrum für Straßenverkehr gGmbH in Nordhausen. "Ich habe mir einen Traum erfüllt", sagt sie. Seit dem 1. August arbeitet die junge Frau bei den Nordhäuser Verkehrsbetrieben als Busfahrerin.
Entscheidend aus ihrer Sicht sei, die eigenen Ziele zu kennen und Menschen zu haben, die bei der Verwirklichung helfen. Die Arbeitsvermittler der Nordhäuser Arbeitsagentur haben in den letzten Wochen und Monaten gezielt Gespräche mit jungen Menschen unter 35 Jahren ohne Berufsabschluss geführt.
Unternehmen sollten deshalb, die betriebliche Ausbildung auch für diesen Personenkreis anbieten. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Firmen finden eine reifere Nachwuchskraft, die sie schon frühzeitig in die normalen Betriebsabläufe einbinden können. Die jungen Erwachsenen verfügen meist schon über berufliche Erfahrungen.
In Betracht kommt bei der Aktion Spätstarter zunächst die duale Ausbildung im Unternehmen und in der Berufsschule. Möglich ist aber auch eine betriebliche Einzelumschulung, bei der die Ausbildung in der Regel um ein Drittel der regulären Ausbildungsdauer verkürzt wird. Vorteil: Die Fachkraft steht dem Betrieb eher zur Verfügung. Die Kosten für die notwendige Eignungsfeststellung, für Arbeitskleidung, Lernmittel, Kinderbetreuung, Fahrkosten, Prüfungs- und Berufsschulgebühren werden durch die Arbeitsagentur übernommen.
Unternehmen, die einen jungen Erwachsenen bis 35 Jahre ausbilden wollen, wenden sich bitte an den gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Nordhausen.
Kontakte: Nordhausen.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de/ Sondershausen.142-AGS@arbeitsagentur.de/ Leinefelde@arbeitsagentur.de
Autor: redFür manches Unternehmen könnte sich die Azubisuche in diesem Jahr schwierig gestalten. Damit es dennoch mit der richtigen Fachkraft klappt, beteiligt sich die Nordhäuser Arbeitsagentur an der bundesweiten Initiative "AusBildung wird was -Spätstarter gesucht".
Ziel dabei ist es, die guten Ausbildungsmarktchancen für junge Erwachsene ohne Berufsabschluss zu nutzen. Wer keinen Abschluss im Lebenslauf vorzuweisen hat, bleibt länger arbeitslos oder ist oftmals nur kurzzeitig in Beschäftigung. "Viele Bewerber und wenig Ausbildungsstellen - das war die Situation vor Jahren. Junge Leute hatten damals Schwierigkeiten, einen Wunschberuf zu ergreifen und Ausbildungen wurden gelegentlich ohne Abschluss beendet", sagt Gabriela Helbing, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur.
In Zeiten hohen Fachkräftebedarfes dürfe man das Potential der Menschen ohne Berufsabschluss nicht ungenutzt lassen. "Wir wollen diesem Personenkreis zu einer zweiten Chance auf dem Arbeitsmarkt verhelfen", so die Vize-Chefin. Eine solche Chance bot sich vor knapp zwei Jahren auch für Oksana Andris (Foto).
Die 35-Jährige entschloss sich nach der Geburt ihrer beiden Kinder einen neuen Beruf zu ergreifen. Sie absolvierte die Ausbildung zur Berufskraftfahrerin beim Berufsbildungszentrum für Straßenverkehr gGmbH in Nordhausen. "Ich habe mir einen Traum erfüllt", sagt sie. Seit dem 1. August arbeitet die junge Frau bei den Nordhäuser Verkehrsbetrieben als Busfahrerin.
Entscheidend aus ihrer Sicht sei, die eigenen Ziele zu kennen und Menschen zu haben, die bei der Verwirklichung helfen. Die Arbeitsvermittler der Nordhäuser Arbeitsagentur haben in den letzten Wochen und Monaten gezielt Gespräche mit jungen Menschen unter 35 Jahren ohne Berufsabschluss geführt.
Unternehmen sollten deshalb, die betriebliche Ausbildung auch für diesen Personenkreis anbieten. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Firmen finden eine reifere Nachwuchskraft, die sie schon frühzeitig in die normalen Betriebsabläufe einbinden können. Die jungen Erwachsenen verfügen meist schon über berufliche Erfahrungen.
In Betracht kommt bei der Aktion Spätstarter zunächst die duale Ausbildung im Unternehmen und in der Berufsschule. Möglich ist aber auch eine betriebliche Einzelumschulung, bei der die Ausbildung in der Regel um ein Drittel der regulären Ausbildungsdauer verkürzt wird. Vorteil: Die Fachkraft steht dem Betrieb eher zur Verfügung. Die Kosten für die notwendige Eignungsfeststellung, für Arbeitskleidung, Lernmittel, Kinderbetreuung, Fahrkosten, Prüfungs- und Berufsschulgebühren werden durch die Arbeitsagentur übernommen.
Unternehmen, die einen jungen Erwachsenen bis 35 Jahre ausbilden wollen, wenden sich bitte an den gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Nordhausen.
Kontakte: Nordhausen.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de/ Sondershausen.142-AGS@arbeitsagentur.de/ Leinefelde@arbeitsagentur.de

