Di, 06:25 Uhr
03.09.2013
Kleindenkmale vergammeln
"Unbequeme Denkmale" heißt das Motto des diesjährigen Denkmalstages 2013. Auf die Grenzsteine im Kyffhäuserkreis, die an der Grenze zum Landkreis Nordhausen liegen, trifft das leider voll und ganz zu.
Unbequem deshalb, weil sich kein Mensch mehr um diese historischen Zeitzeugen der Grenzgeschichte Thüringens kümmert. In der Windleite zwischen den Landkreise Kyffhäuserkreis und Nordhausen befinden sich zahlreicher dieser historischen Dokumente. Sie sollen sogar unter Denkmalsschutz stehen. Kann man solche Fragmente noch als Denkmale durchgehen lassen?
Hier ist nur ein Exemplar gezeigt. Unter der Überschrift Vergessene Steine war schon mal auf die schwierige Situation hingewiesen worden. Getan hat sich leider nichts.
Ob auf den in der Windleite gefundenen Grenzsteinen noch Wappen sind, kann man kaum noch nachvollziehen. Die meisten Grenzsteine befinden sich leider in einem erbarmungswürdigen Zustand. Wenn man danach fragt, hört man nur als Antwort, wir haben die Grenzsteine fotografiert und die Beschreibung archiviert.
Und der Zahn der Zeit nagt weiter. Bald sind es keine Grenzsteine mehr, sondern nur Stücke verwitterten Sandsteins. Zum Tag des Denkmals erinnert der ehrenamtliche Wegewart Wandern und Radwandern Sondershausens an an bedauernswerten Zustand dieser Kleindenkmale. Und bloß weil ein Großteil dieser Grenzsteine auf Sondershäuser Stadtgebiet liegt kann es ja wohl nicht nur Aufgabe der Stadt Sondershausen, diese Kleindenkmale zu sichern.
Es sind Zeitzeugen der Thüringer Geschichte und hier sollten sich auch mal Landesbehörden darum kümmern, dass das bisschen, was jetzt noch vorhanden ist, wenigstens gesichert wird. Aber geplant ist wohl nichts. Das Gegenteil ist der Fall
Ein großer Teil dieser Steine stehen am Steinberg-Rundweg, früher auch als Grenzsteinweg bezeichnet. Am ehemaligen Windleiteweg sind die Grenzstein schon so vom Wald überwuchert, dass man sie kaum noch findet, im Prinzip also schon verloren sind.
Unverständnis macht sich natürlich breit, dass auf der einen Seite die Denkmale an einem bestehenden Wanderweg vergammeln (es gibt leider auch keine Informationstafeln über die Grenzsteine), auf der anderen Seite mit Geldern des Regionalbudgets sogar neue Wege wieder ausgewiesen werden (Novalisweg - geplant zwischen Artern und dem Kyffhäuser).
Der Denkmalstag soll ja zur Erinnerung dienen. Ob am Sonntag auch jemand an die Grenzsteine im der Windleite denkt, wenn an vielen Stellen große Reden geschwungen werden? Wohl kaum zu erwarten. Man kann nur auf ein Wunder hoffen, oder andere Wege beschreiten. Vielleicht sollte man die Lage der Grenzsteine neu vermessen. Vielleicht stehen sie ja doch schon auf Nordhäuser Gebiet, dann wären man die unbequemen Grenzsteine im Kyffhäuserkreis los, oder?
Autor: khhUnbequem deshalb, weil sich kein Mensch mehr um diese historischen Zeitzeugen der Grenzgeschichte Thüringens kümmert. In der Windleite zwischen den Landkreise Kyffhäuserkreis und Nordhausen befinden sich zahlreicher dieser historischen Dokumente. Sie sollen sogar unter Denkmalsschutz stehen. Kann man solche Fragmente noch als Denkmale durchgehen lassen?
Hier ist nur ein Exemplar gezeigt. Unter der Überschrift Vergessene Steine war schon mal auf die schwierige Situation hingewiesen worden. Getan hat sich leider nichts.
Ob auf den in der Windleite gefundenen Grenzsteinen noch Wappen sind, kann man kaum noch nachvollziehen. Die meisten Grenzsteine befinden sich leider in einem erbarmungswürdigen Zustand. Wenn man danach fragt, hört man nur als Antwort, wir haben die Grenzsteine fotografiert und die Beschreibung archiviert.
Und der Zahn der Zeit nagt weiter. Bald sind es keine Grenzsteine mehr, sondern nur Stücke verwitterten Sandsteins. Zum Tag des Denkmals erinnert der ehrenamtliche Wegewart Wandern und Radwandern Sondershausens an an bedauernswerten Zustand dieser Kleindenkmale. Und bloß weil ein Großteil dieser Grenzsteine auf Sondershäuser Stadtgebiet liegt kann es ja wohl nicht nur Aufgabe der Stadt Sondershausen, diese Kleindenkmale zu sichern.
Es sind Zeitzeugen der Thüringer Geschichte und hier sollten sich auch mal Landesbehörden darum kümmern, dass das bisschen, was jetzt noch vorhanden ist, wenigstens gesichert wird. Aber geplant ist wohl nichts. Das Gegenteil ist der Fall
Ein großer Teil dieser Steine stehen am Steinberg-Rundweg, früher auch als Grenzsteinweg bezeichnet. Am ehemaligen Windleiteweg sind die Grenzstein schon so vom Wald überwuchert, dass man sie kaum noch findet, im Prinzip also schon verloren sind.
Unverständnis macht sich natürlich breit, dass auf der einen Seite die Denkmale an einem bestehenden Wanderweg vergammeln (es gibt leider auch keine Informationstafeln über die Grenzsteine), auf der anderen Seite mit Geldern des Regionalbudgets sogar neue Wege wieder ausgewiesen werden (Novalisweg - geplant zwischen Artern und dem Kyffhäuser).
Der Denkmalstag soll ja zur Erinnerung dienen. Ob am Sonntag auch jemand an die Grenzsteine im der Windleite denkt, wenn an vielen Stellen große Reden geschwungen werden? Wohl kaum zu erwarten. Man kann nur auf ein Wunder hoffen, oder andere Wege beschreiten. Vielleicht sollte man die Lage der Grenzsteine neu vermessen. Vielleicht stehen sie ja doch schon auf Nordhäuser Gebiet, dann wären man die unbequemen Grenzsteine im Kyffhäuserkreis los, oder?


