Di, 18:55 Uhr
03.09.2013
Die Familie Schoenlank
Zwar heißt die Überschrift einer neuen Ausstellung: Sozialdemokraten in Thüringen, die in Sondershausen heute eröffnete, aber Thüringen ist sogar zu kurz gegriffen.
Die neue Sonderausstellung im Rathaus-Foyer erinnert im Jahr des 150. Gründungsjubiläums der ältesten demokratischen Partei Deutschlands, der SPD, an eine Sondershäuser Familie, deren Mitglieder eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben der Stadt Sondershausen aber auch Thüringens und Deutschlands spielten und als Politiker und Publizisten eine wesentliche Bedeutung erlangten. Nach Schoenlank ist auch eine Straße in Sondershausen benannt.
Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und die Kreisvorsitzende der SPD-Kyffhäuserkreis, Cornelia Kraffzick konnten zahlreiche Besucher begrüßen, so Landtagsmitglied Dorothea Marx, Landrätin Antje Hochwind und Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (alle SPD). Sowohl Kreyer als auch Kraffzick verwiesen darauf, dass ua. für die Familie Schoenlank am 27. September "Stolpersteine" verlegt werden, auch wenn das ehemalige Wohnhaus der jüdischen Familie in der Bebrastraße nicht mehr steht.
Auch wenn die Ausstellung von der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, zusammen mit dem Schlossmuseum Sondershausen, organisiert wurde, war es trotz des nahen Wahltermins keine Wahlversammlung.
Das stellte auch Prof. Dr. Reinhard Schramm fest, der neue Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Thüringens (im Bild zusammen mit dem Historiker Dr. Carsten Liesenberg (re.). Weiter sagte er, im Kampf gegen rechts sei man in Thüringen auf einen breiten Konsens gestoßen und schloss dabei die Politiker Matschie (SPD), Dietzel und Lieberkancht (CDU) und Ramelow (Die Linke ein.
Die Athomsphäre hat sich in Thüringen aus Sicht der jüdischen Gemeinde verbessert. Auch wenn Wahlkampf sei, werde im Punkt Kampf gegen Rechts die Gemeinsamkeit nicht vergessen. Auch wenn sie nicht groß sei, die jüdische Gemeinde hat zum gesellschaftlichen Fortschritt beigetragen, so Prof. Dr. Schramm abschließend in seinen Grußworten.
Auch wenn die Ausstellung in ihren Grundzügen bereits 2007 zu sehen war, so Dr. Liesenberg, so gab es doch Änderungen und Verfeinerungen. Die Ausstellung gibt einen Überblick auf das Wirken der Familie Schönlank.
Moritz Schoenlank (1830-1920) wirkte bis 1910 als jüdischer Kantor und Religionslehrer in Sondershausen; sein Sohn Bruno Schoenlank sen. (1859-1901) wendete sich vom Judentum ab und der Sozialdemokratie zu, in einer Zeit, als diese nach Erlass der Sozialistengesetze besonderen staatlichen Repressalien unterworfen war. Er saß als sozialdemokratischer Abgeordneter im Reichstag und wurde als Redakteur des Vorwärts und der Leipziger Volkszeitung zum Reformer der sozialdemokratischen Presse. Auch dessen Sohn, Bruno Schönlank jun. (1891-1965), arbeitete für mehrere sozialdemokratische Zeitungen und hinterließ ein reiches Werk als Dramatiker und Lyriker. Er wurde auch der Arbeiterdicher genannt.
Um 18.00 Uhr stellt der Autor Dr. Carsten Liesenberg dort sein neues Buch Familie Schoenlank. Juden, Bürger und Sozialdemokraten aus Thüringen vor. Dr. Liesenberg ist bereits bekannt zu seinen Veröffentlichungen über jüdische Familien in Mühlhausen und Nordthüringen.
Autor: khhDie neue Sonderausstellung im Rathaus-Foyer erinnert im Jahr des 150. Gründungsjubiläums der ältesten demokratischen Partei Deutschlands, der SPD, an eine Sondershäuser Familie, deren Mitglieder eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben der Stadt Sondershausen aber auch Thüringens und Deutschlands spielten und als Politiker und Publizisten eine wesentliche Bedeutung erlangten. Nach Schoenlank ist auch eine Straße in Sondershausen benannt.
Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und die Kreisvorsitzende der SPD-Kyffhäuserkreis, Cornelia Kraffzick konnten zahlreiche Besucher begrüßen, so Landtagsmitglied Dorothea Marx, Landrätin Antje Hochwind und Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (alle SPD). Sowohl Kreyer als auch Kraffzick verwiesen darauf, dass ua. für die Familie Schoenlank am 27. September "Stolpersteine" verlegt werden, auch wenn das ehemalige Wohnhaus der jüdischen Familie in der Bebrastraße nicht mehr steht.
Auch wenn die Ausstellung von der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, zusammen mit dem Schlossmuseum Sondershausen, organisiert wurde, war es trotz des nahen Wahltermins keine Wahlversammlung.
Das stellte auch Prof. Dr. Reinhard Schramm fest, der neue Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Thüringens (im Bild zusammen mit dem Historiker Dr. Carsten Liesenberg (re.). Weiter sagte er, im Kampf gegen rechts sei man in Thüringen auf einen breiten Konsens gestoßen und schloss dabei die Politiker Matschie (SPD), Dietzel und Lieberkancht (CDU) und Ramelow (Die Linke ein.
Die Athomsphäre hat sich in Thüringen aus Sicht der jüdischen Gemeinde verbessert. Auch wenn Wahlkampf sei, werde im Punkt Kampf gegen Rechts die Gemeinsamkeit nicht vergessen. Auch wenn sie nicht groß sei, die jüdische Gemeinde hat zum gesellschaftlichen Fortschritt beigetragen, so Prof. Dr. Schramm abschließend in seinen Grußworten.
Auch wenn die Ausstellung in ihren Grundzügen bereits 2007 zu sehen war, so Dr. Liesenberg, so gab es doch Änderungen und Verfeinerungen. Die Ausstellung gibt einen Überblick auf das Wirken der Familie Schönlank.
Moritz Schoenlank (1830-1920) wirkte bis 1910 als jüdischer Kantor und Religionslehrer in Sondershausen; sein Sohn Bruno Schoenlank sen. (1859-1901) wendete sich vom Judentum ab und der Sozialdemokratie zu, in einer Zeit, als diese nach Erlass der Sozialistengesetze besonderen staatlichen Repressalien unterworfen war. Er saß als sozialdemokratischer Abgeordneter im Reichstag und wurde als Redakteur des Vorwärts und der Leipziger Volkszeitung zum Reformer der sozialdemokratischen Presse. Auch dessen Sohn, Bruno Schönlank jun. (1891-1965), arbeitete für mehrere sozialdemokratische Zeitungen und hinterließ ein reiches Werk als Dramatiker und Lyriker. Er wurde auch der Arbeiterdicher genannt.
Um 18.00 Uhr stellt der Autor Dr. Carsten Liesenberg dort sein neues Buch Familie Schoenlank. Juden, Bürger und Sozialdemokraten aus Thüringen vor. Dr. Liesenberg ist bereits bekannt zu seinen Veröffentlichungen über jüdische Familien in Mühlhausen und Nordthüringen.














