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Di, 07:50 Uhr
01.10.2013

Sondershausen als lebenswerte Stadt ausgezeichnet

Deutsche Umwelthilfe und Stiftung „Lebendige Stadt“ ehrten Sonderhausen für seinen vorbildlichen Umgang mit einem schrumpfenden Wohnquartier – Kinder und Jugendliche erarbeiten nachhaltige Konzepte für ihr Wohnumfeld – Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro vergeben – Wahl des Gesamtsiegers und Vergabe des mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreises im Jahr 2013. Dazu erreichte kn folgende Meldung


Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und die Stiftung „Lebendige Stadt“ haben Sondershausen für ihre nachhaltige Entwicklung des Wohngebietes Hasenholz-Östertal als „Lebenswerte Stadt“ ausgezeichnet. Der Stadtjugendring Sondershausen hatte gemeinsam mit der Stadtverwaltung das Projekt im Wettbewerb „Lebenswerte Stadt“ eingereicht und konnte sich neben fünf weiteren Kommunen gegen 154 Bewerberprojekte aus ganz Deutschland durchsetzen. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro verbunden.

„Eine kreative und zielgruppenorientierte Grünflächenplanung ist wichtiger Bestandteil einer integrierten Städtebaupolitik. Denn diese hat positive Auswirkungen auf die ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklungsmöglichkeiten und damit auf die Lebensqualität in Wohnquartieren“, so Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“. Vertreterinnen und Vertreter der DUH und der Expertenjury besuchen seit Mitte November die sechs Gewinner des Wettbewerbs, um die Projekte vor Ort zu begutachten. Sondershausen ist dabei die dritte Station. Im kommenden Jahr gibt die Jury dann in Leipzig den Gesamtsieger bekannt, der ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro der Stiftung „Lebendige Stadt“ erhält.

Lebenswerte Stadt (Foto: Deutsche Umwelthilfe) Lebenswerte Stadt (Foto: Deutsche Umwelthilfe)

Sondershausen: (von links) Dr. Andreas Mattner (Vorstandsvorsitzender Stiftung „Lebendige Stadt“), Ute Kreienmeier (DStGB), Joachim Kreyer (Bürgermeister Sondershausen), Andreas Gothe (Geschäftsführer Stadtjugendring), Maren Biedermann (Fachbereichsleiterin), Angela Böhme (Stadtmarketing), Bianca Fliß (Stadtjugendring), André Roßmann (Schulleiter Ostertal), René Most (Stadtjugendring), Prof. Dr. Harald Kächele (Vorstandsvorsitzender DUH), Michael Spielmann (Bundesgeschäftsführer DUH)

Die nordthüringische Stadt Sondershausen war in den letzten Jahren von massivem Bevölkerungsrückgang geprägt. Besonders betroffen war das Wohngebiet Hasenholz-Östertal, wo seit 2002 über 20 Wohnblocks abgerissen und durch Rasenflächen ersetzt wurden. Im Rahmen des Quartiersmanagements führt seither der Stadtjugendring gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen des Quartiers eine Vielzahl an Projekten durch. „Die Kinder haben hier unzählige Bäume und Büsche gepflanzt, Hecken angelegt und setzen jährlich im Rahmen eines Quartiersfestes den Baum des Jahres. So werten sie ihr Wohnumfeld auf, lernen viel über ökologische Zusammenhänge und stärken nebenbei das soziale Zusammenleben im Quartier“, so die stellvertretende Bürgermeisterin Cornelia Kraffzick in ihrer Begrüßung vor Ort.

Ausgangspunkt der Aktionen ist ein betreuter Abenteuerspielplatz, wo die Kinder beim Spielen und Entdecken Ideen für ein attraktives Wohnumfeld entwickeln und für die Umsetzung nötige handwerkliche Fähigkeiten lernen. „Die Kinder und Jugendlichen hier in Hasenholz-Östertal sind voller Tatendrang für ein schöneres Wohnumfeld. Das Wohngebiet ist wie ein großer Stadtpark mit vielen Ecken, an denen sie sich selbst naturnahe Spielorte geschaffen und Verantwortung für sie übernommen haben. Dabei haben sie aber auch die Bedürfnisse der älteren Generationen im Blick, was sich an der Ausgestaltung des Generationenparks zeigt“, sagte Andreas Gothe, Geschäftsführer des Stadtjugendrings Sondershausen.

Der Bundesvorsitzende der DUH, Prof. Harald Kächele, ergänzt: „Schrumpfende Wohnquartiere sind eine städtebauliche Herausforderung. Um einem Wegzug entgegen zu wirken, müssen wir uns besonders um die jungen Menschen in solchen Quartieren kümmern. Sondershausen zeigt sehr eindrücklich, wie die junge Generation die Attraktivitätssteigerung ihres Umfelds selbst in die Hand nimmt.“

Foto: www.presseplattform.de
Autor: khh

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