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Mi, 17:11 Uhr
02.10.2013

Shakespeare tanzt auf der Bühne

Felix Mendelssohn Bartholdys „Hochzeitsmarsch“ verklingt, und wieder ist eine Probe am neuesten Werk von Ballettdirektorin Jutta Ebnother beendet. „Shakespeare. Ein Ballett.“ steht kurz vor der Premiere, die am 11. Oktober im Theater Nordhausen stattfinden wird...

Shakespeare (Foto: Tilmann Graner) Shakespeare (Foto: Tilmann Graner)
Von links: Johanna Schnetz (Titania), András Dobi (William Shakespeare), im Hintergrund Fumiko Okusawa (Desdemona) und András Virág (Jago)

Die helle, hölzerne Bühne, die dem Shakespeare-Theater nachempfunden ist, wurde schon vor einigen Tagen für die Proben aufgebaut. Die prächtigen Kostüme, die sich am Stil der Renaissance orientieren, sind fertig. Michael Ellis Ingram, der musikalische Leiter, hat mit dem Loh-Orchester, das das Ballett zu den Vorstellungen live begleitet, die Musik geprobt. Neben Ausschnitten aus Mendelssohns „Sommernachtstraum“ werden weitere Kompositionen erklingen, die dem Werk Shakespeares gewidmet sind.

Henry Purcell zum Beispiel hinterließ mit seiner „Feenkönigin“ eine barocke Variante des „Sommernachtstraums“. Auch Jean Sibelius, Jules Massenet und Ludwig van Beethoven finden sich auf der Liste der Komponisten, in deren Musik das Loh-Orchester im neuen Ballett schwelgt. Doch auch Musik aus begeisternden Shakespeare-Filmen der letzten Jahre wird beim musikalischen Gang durch die Jahrhunderte nicht ausgespart.

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Jutta Ebnother bringt mit dem Tänzer András Dobi den Dichter Shakespeare persönlich auf die Bühne. Im von ihr erfundenen Ballett lässt der Dichter, um den sich so viele Mythen ranken, weil aus seinem Leben so wenig bekannt ist, seiner sprudelnden Phantasie freien Lauf. Jutta Ebnother lässt uns miterleben, wie einige der bekanntesten Figuren seines reichen Dramenschatzes erdacht wurden.

Wer sagt denn, dass Romeo und Julia sich immer geliebt haben? Vielleicht hatte sich der Autor zunächst etwas anderes gedacht? Mit Humor blickt die Choreographin auf Shakespeare und seine Zeit. Dem Bühnenklassiker wendet sie sich vor allem mit klassischen Bewegungen zu und lässt für das Publikum so die zeitlose Faszination des Poeten lebendig werden.

Karten für die Premiere von „Shakespeare. Ein Ballett.“ am 11. Oktober um 19.30 Uhr und die nächsten Vorstellungen am 16. Oktober um 15 Uhr und am 20. Oktober um 18 Uhr gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), im Internet unter www.theater-nordhausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Wer Lust hat, ist jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn herzlich zu einer kostenlosen Einführung jeweils um 19 Uhr im Foyer des Theaters Nordhausen eingeladen.
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