Sa, 18:05 Uhr
05.10.2013
Weidewonne – Thüringer Becken
Ab sofort wirbt die Regionalmarke Weidewonne für Lammfleisch und andere Schäfereiprodukte aus dem Thüringer Becken. Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) hat die Marke zusammen mit weiteren Partnern im Rahmen des EU-LIFE-Projektes Erhaltung und Entwicklung der Steppenrasen Thüringens entwickelt und heute in Braunsroda im Kyffhäuserkreis vorgestellt.
Auf dem Bauernmarkt in Braunsroda wurde die Regionalmarke heute erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Mit der Regionalmarke wollen wir den Absatz von Lammfleisch aus dem Thüringer Becken und seinen Randlagen nachhaltig fördern. Denn hier sinken die Schafbestände kontinuierlich. Ohne die Beweidung mit Schafen können aber naturschutzfachlich wertvolle Flächen wie Steppen- und Trockenrasen oder Streuobstwiesen nicht erhalten werden, sagte Thüringens Umwelt und Agrarminister Jürgen Reinholz im Vorfeld des Bauernmarktes.
Hinter Weidewonne steht ein Marketing-Konzept für regionale Produkte aus der Schaf- und Ziegenhaltung, das für die 13 Projektgebiete des LIFE-Projektes erstellt wurde. Die Verwendung der Regionalmarke wird Schäfereibetrieben gestattet, die sich für den Erhalt von Landschafts-pflegeflächen durch Beweidung einsetzen. Für die Vermarktung von Schäfereiprodukten unter dem Siegel Weidewonne müssen die regionale Herkunft, die Beweidung von naturschutzrelevanten Flächen sowie die artgerechte Haltung und Fütterung garantiert sein.
Foto Bauernmarkt: Archiv
Die Kriterien, die den Zugang zur Marke Weidewonne regeln, wurden mit den Schäfern der Projektgebiete, dem Landesverband Thüringer Schafzüchter e.V., Vertretern der Landwirtschaftsämter sowie mit Vermarktern im Rahmen von Schäferstammtischen abgestimmt. Weiterhin hat die Naturstiftung DAVID als Träger des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft mitgewirkt, da in den kommenden Jahren auch in den Randlagen der Hohen Schrecke zahlreiche Trockenrasenbrachen und Streuobstwiesen wieder regelmäßig von Schafen und Ziegen beweidet werden sollen.
Die Marke Weidewonne ist seit Juni 2013 beim Deutschen Patent- und Markenamt als Wort- und Bildmarke eingetragen und geschützt.
Hintergrund
Die besondere Bedeutung der Thüringer Steppenrasen als Vorposten der großen osteuropäischen Steppen und Hotspots der biologischen Vielfalt macht ihren Schutz zu einer herausragenden europäischen Angelegenheit. Deshalb wird in der Trägerschaft des TMLFUN das LIFE-Projekt Erhaltung und Entwicklung der Steppenrasen Thüringens durchgeführt. Ziel des Projektes ist die Erhaltung, Aufwertung und langfristige Sicherung der subpannonischen Steppenrasen sowie der mit ihnen verzahnten orchideenreichen Kalk-, Trocken- und Halbtrockenrasen, Kalkpionierrasen und Schwermetallrasen. Von 2009 bis 2014 werden mit einem Finanzvolumen von fünf Millionen Euro mehr als 90 Einzelvorhaben umgesetzt. Eine der wichtigsten Maßnahmen des Projektes ist die Durchführung von Entbuschungen und anderen Erstpflegemaßnahmen auf insgesamt einigen hundert Hektar Fläche. Wegen seiner großen Bedeutung fördert die EU-Kommission das Projekt mit dem Spitzenfördersatz von 75 Prozent. Die verbleibenden 25 Prozent trägt der Freistaat Thüringen. Das LIFE+-Projekt ist Bestandteil der Thüringer Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.
Autor: khhAuf dem Bauernmarkt in Braunsroda wurde die Regionalmarke heute erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Mit der Regionalmarke wollen wir den Absatz von Lammfleisch aus dem Thüringer Becken und seinen Randlagen nachhaltig fördern. Denn hier sinken die Schafbestände kontinuierlich. Ohne die Beweidung mit Schafen können aber naturschutzfachlich wertvolle Flächen wie Steppen- und Trockenrasen oder Streuobstwiesen nicht erhalten werden, sagte Thüringens Umwelt und Agrarminister Jürgen Reinholz im Vorfeld des Bauernmarktes.
Hinter Weidewonne steht ein Marketing-Konzept für regionale Produkte aus der Schaf- und Ziegenhaltung, das für die 13 Projektgebiete des LIFE-Projektes erstellt wurde. Die Verwendung der Regionalmarke wird Schäfereibetrieben gestattet, die sich für den Erhalt von Landschafts-pflegeflächen durch Beweidung einsetzen. Für die Vermarktung von Schäfereiprodukten unter dem Siegel Weidewonne müssen die regionale Herkunft, die Beweidung von naturschutzrelevanten Flächen sowie die artgerechte Haltung und Fütterung garantiert sein.
Foto Bauernmarkt: Archiv
Die Kriterien, die den Zugang zur Marke Weidewonne regeln, wurden mit den Schäfern der Projektgebiete, dem Landesverband Thüringer Schafzüchter e.V., Vertretern der Landwirtschaftsämter sowie mit Vermarktern im Rahmen von Schäferstammtischen abgestimmt. Weiterhin hat die Naturstiftung DAVID als Träger des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft mitgewirkt, da in den kommenden Jahren auch in den Randlagen der Hohen Schrecke zahlreiche Trockenrasenbrachen und Streuobstwiesen wieder regelmäßig von Schafen und Ziegen beweidet werden sollen.
Die Marke Weidewonne ist seit Juni 2013 beim Deutschen Patent- und Markenamt als Wort- und Bildmarke eingetragen und geschützt.
Hintergrund
Die besondere Bedeutung der Thüringer Steppenrasen als Vorposten der großen osteuropäischen Steppen und Hotspots der biologischen Vielfalt macht ihren Schutz zu einer herausragenden europäischen Angelegenheit. Deshalb wird in der Trägerschaft des TMLFUN das LIFE-Projekt Erhaltung und Entwicklung der Steppenrasen Thüringens durchgeführt. Ziel des Projektes ist die Erhaltung, Aufwertung und langfristige Sicherung der subpannonischen Steppenrasen sowie der mit ihnen verzahnten orchideenreichen Kalk-, Trocken- und Halbtrockenrasen, Kalkpionierrasen und Schwermetallrasen. Von 2009 bis 2014 werden mit einem Finanzvolumen von fünf Millionen Euro mehr als 90 Einzelvorhaben umgesetzt. Eine der wichtigsten Maßnahmen des Projektes ist die Durchführung von Entbuschungen und anderen Erstpflegemaßnahmen auf insgesamt einigen hundert Hektar Fläche. Wegen seiner großen Bedeutung fördert die EU-Kommission das Projekt mit dem Spitzenfördersatz von 75 Prozent. Die verbleibenden 25 Prozent trägt der Freistaat Thüringen. Das LIFE+-Projekt ist Bestandteil der Thüringer Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.
