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So, 10:14 Uhr
06.10.2013

Nicht das Einzige!

Für manche mag der mögliche Bau eines Pumpspeicherwerks bei Sondershausen überraschend kommen, zumindest dieses hier. Ein größere Anzahl ist ja in Thüringen schon länger im Gespräch. Genauigkeit eines entsprechenden Katasters stellt sich nachträglich in Frage?

In der Nähe von Ellrich soll js auch ein riesiges Pumpspeicherwerk gebaut werden. So jedenfalls die Vorstellungen von Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD), die er am 15.November 2011 bereits in Erfurt vorgestellt hatte.


Insgesamt 13 Standorte – davon drei bestehende Talsperren – sind in Thüringen für die Errichtung von Pumpspeicherkraftwerken besonders geeignet. Das geht aus dem „Pumpspeicherkataster Thüringen“ hervor, das Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig an diesem Tag in Erfurt gemeinsam mit Dr. Stefan P. Schmid, Projektleiter bei der mit der Untersuchung beauftragten Hydroprojekt Ingenieurgesellschaft mbH, Weimar, sowie Dr. Peter Bretschneider, stellvertretender Leiter des beteiligten Ilmenauer Anwendungszentrum Systemtechnik des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB), Karlsruhe, vorgestellt hatte.

Folgende Standorte hat die Studie als besonders geeignet identifiziert:
Südharz: Ellrich;
Westlicher Thüringer Wald: Floh-Seligenthal;
Östlicher Thüringer Wald: Altenfeld, Großbreitenbach;
Westliches Thüringer Schiefergebirge: Reschwitz, Lothramühle, Lehesten, Leutenberg;
Südliches Thüringer Schiefergebirge: Blechhammer, Theuern.
Hinzu kommen drei bestehende Talsperren: Schmalwasser, Weida, Hohenleuben.

Die Summe aller dieser Vorzugsstandorte beläuft sich laut der Studie auf eine Leistung von 5.130 Megawatt – zum Vergleich: Das Pumpspeicherkraftwerk in Goldisthal verfügt über eine Leistung von 1.060 Megawatt. Das größte Potential weisen laut Kataster dabei die Standorte Lehesten (760 MW), Floh-Seligenthal (710 MW) und Theuern (630 MW) auf – die größten Anlagen könnten also im Süden Thüringens realisiert werden.

Siehe auch den entsprechenden Kataster, der damals vorgestellt wurde:
Kataster im Überblick
Allerdings ergeben sich im Nachgang Zweifel an der Genauigkeit des Katasters. Wie der Übersicht zu entnehmen ist, war damals das Pumpspeicherwerk Hainleite bei Sondershausen überhaupt nicht als möglicher Standort in Betracht gezogen worden. Erhebt sich die Frage, wurde der Kataster nicht sauber genug erarbeitet oder wollte man damals nicht die Planungen des Pumpspeicherwerks Hainleite stören? So sehr hat sich ja wohl die Geografie der Landschaft in den letzten zwei Jahren nicht geändert, oder?

Ein weiterer Standort im Kyffhäuserkreis wurde aus Natur-und Landschaftsschutzgründen nicht berücksichtigt, der Nordhang des Kyffhäusergebirges, dass klang in einem Unterton bei der Beratung am 2. Oktober 2013 ebenfalls an. Hier rechnete man wohl schon eher mit einem größeren Bürgerwiderstand.
Bleibt also abzuwarten, ob die Politik nicht noch andere Standorte "aus dem Hut zaubert", die bisher nicht im Fokus standen!
Autor: khh

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