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Mo, 19:22 Uhr
07.10.2013

„Schwarzwildplage in der Hohen Schrecke“?

Im Bürgerhaus von Donndorf (Kyffhäuserkreis) fand eine Gesprächsrunde zum Thema Schwarzwild statt. Dazu erreichte kn folgende Meldung...

Auf Initiative von Frau Gudrun Holbe, Mitglied im Thüringer Landtag, Bürgermeisterin der Gemeinde Donndorf und Vorstandsmitglied im Verein „Hohe Schrecke- Alter Wald mit Zukunft“ fand am 01. 10.2013 im Bürgerhaus Donndorf eine Gesprächsrunde unter dem provozierenden Titel „Schwarzwildplage in der Hohen Schrecke“ statt. Jäger, Landwirte, Waldbesitzer, Jagdgenossenschaftsvorsitzende, Kreisjägerschaften aus dem Kyffhäuserkreis und dem Landkreis Sömmerda, Revierförster, die untere Jagdbehörde des Kyffhäuserkreises, Bürgermeister, Naturstiftung DAVID und die Vertreter aus dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) trafen sich um Erfahrungen auszutauschen und Wege zu finden, wie zukünftig Wildschaden in Wald und Flur minimiert werden kann.

„Schwarzwildplage in der Hohen Schrecke“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Schwarzwildplage in der Hohen Schrecke“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die 42 Interessierten folgten zuerst den Ausführungen von Herrn Achim Ramm , Referatsleiter für Forst-, Jagd-,Fischereipolitik, und Waldökologie“ vom TMLFUN zur Schwarzwildsituation und -population in Deutschland und Thüringen . Die Anzahl der Abschüsse ist in den letzten 30 Jahren von rund 12.000 auf 37.000 Stück Schwarzwild im Jahr 2012 in Thüringen gestiegen. Im Folgenden referierte Dr. Dierk Conrady, Projektleiter der Naturstiftung DAVID in Erfurt, zum Thema Jagd- und Wildtiermanagement im Naturschutzgroßprojekt Hohe Schrecke. Ausgiebigen Raum nahm die anschließende Diskussion ein. Von einer Wildschweinplage ist in der Hohen Schrecke nicht zu sprechen, aber es tritt vermehrt Schwarzwild auf. Bei der Schadensminimierung können Jäger und Nutzer der Acker-oder Waldflächen nur gemeinsam miteinander arbeiten - hierbei geht es um Abstimmungen u.a. beim Anbau von Feldfrüchten oder das Anlegen von Blühstreifen.

„Schwarzwildplage in der Hohen Schrecke“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Schwarzwildplage in der Hohen Schrecke“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Von Intervalljagden und Bewegungsjagden war die Rede genauso wie von Gesellschaftsjagden mit max. 100 Teilnehmern. Über das Naturschutzgroßprojekt sollte eine Wildschadenskonferenz organsiert werden. Im Fazit wurde noch einmal wiederholt, dass nur im gegenseitigen, respektvollen Miteinander aller Beteiligten die Hege und Pflege des Wildes und damit die Verringerung von Wildschäden entgegengewirkt werden kann.

Dagmar Dittmer
Vereinsvorsitzende Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft
Autor: khh

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