Mo, 20:19 Uhr
07.10.2013
Totentanz und Auferstehung
Festempfang in der Unterkirche Bad Frankenhausen. Eingeladen sind die Helfer von der Sanierung.
Am Donnerstag, den 10. Oktober 2013 um 10.30 Uhr lädt Pfarrerin Magdalena Seifert alle zu einem Festempfang in die Unterkirche St. Georg in Bad Frankenhausen im Kyffhäuserkreis ein, die seit Beginn der Sanierungsarbeiten dort mitgeholfen haben. Anlass ist der Abschluss der diesjährigen Maßnahmen. In den vergangenen Monaten konnte das Kirchenschiff farblich neu gefasst, das Deckengemälde von Jürgen Wegener aus dem Jahr 1934 restauriert und die Chorfassade mit Städtebaufördermitteln umfassend saniert werden.
Die Unterkirche St. Georg gehörte ursprünglich zu einem im frühen 13. Jahrhundert gegründeten Zisterzienserinnenkloster, das 1536 säkularisiert wurde und 1689 abbrannte. Danach baute Hans Walther die Hauptkirche der Stadt zwischen 1691 und 1701 als steinsichtigen protestantischen Emporensaal wieder auf. Vom spätgotischen Vorgängerbau integrierte Walther den vierseitig geschlossenen Chor, den Turm auf der Chornordseite, das aufgehende Mauerwerk der Längsseiten und den Westgiebel in seinen Neubau.
Die Kirche lässt sich durch Spitzbogenportale auf der Nord- und Südseite betreten. Die Fassaden werden durch hohe, vertiefte Rundbogenfelder mit jeweils drei übereinanderliegenden Fenstern, die der inneren Emporenaufteilung entsprechen, gegliedert. Der mächtige Turm schließt mit einem oberen quadratischen und einem achteckigen Geschoss ab. Ihn bekrönt eine verschieferte Schweifhaube mit Laterne. Den Innenraum prägen zweigeschossige Längsemporen auf quadratischen Pfeilern mit Korbbogenarkaden. Den Raum überspannt eine Volutendecke mit Stuckrahmung. Als zentrales Gemälde schuf der Weimarer Künstler Jürgen Wegener eine Totentanz- und eine Auferstehungs-Darstellung. Ein korbbogiger Triumphbogen trennt den Saal vom Chor. Im Westen steht auf der zurückschwingenden zweigeschossigen Empore die später mehrfach veränderte Orgel von J. North aus dem Jahr 1703. Die Ausstattung der Kirche stammt überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert und umfasst einen von korinthischen Säulen flankierten Altaraufsatz mit einem Auferstehungsgemälde und einer Kreuzigungsgruppe über dem Gebälk, einen von Putten und Glaubenssymbolen getragenen vieleckigen Kanzelkorb, einen sechsseitigen weißen Marmortaufstein, Pastorenbildnisse und ein spätgotisches hölzernes Kruzifix.
Die Unterkirche, an deren Chorsanierung sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2011 mit 10.000 Euro beteiligt hat, ist eines von über 410 Förderprojekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte. An dem Festakt nimmt auch Gerd Schöneburg vom Ortskuratorium Erfurt teil.
Autor: khhAm Donnerstag, den 10. Oktober 2013 um 10.30 Uhr lädt Pfarrerin Magdalena Seifert alle zu einem Festempfang in die Unterkirche St. Georg in Bad Frankenhausen im Kyffhäuserkreis ein, die seit Beginn der Sanierungsarbeiten dort mitgeholfen haben. Anlass ist der Abschluss der diesjährigen Maßnahmen. In den vergangenen Monaten konnte das Kirchenschiff farblich neu gefasst, das Deckengemälde von Jürgen Wegener aus dem Jahr 1934 restauriert und die Chorfassade mit Städtebaufördermitteln umfassend saniert werden.
Die Unterkirche St. Georg gehörte ursprünglich zu einem im frühen 13. Jahrhundert gegründeten Zisterzienserinnenkloster, das 1536 säkularisiert wurde und 1689 abbrannte. Danach baute Hans Walther die Hauptkirche der Stadt zwischen 1691 und 1701 als steinsichtigen protestantischen Emporensaal wieder auf. Vom spätgotischen Vorgängerbau integrierte Walther den vierseitig geschlossenen Chor, den Turm auf der Chornordseite, das aufgehende Mauerwerk der Längsseiten und den Westgiebel in seinen Neubau.
Die Kirche lässt sich durch Spitzbogenportale auf der Nord- und Südseite betreten. Die Fassaden werden durch hohe, vertiefte Rundbogenfelder mit jeweils drei übereinanderliegenden Fenstern, die der inneren Emporenaufteilung entsprechen, gegliedert. Der mächtige Turm schließt mit einem oberen quadratischen und einem achteckigen Geschoss ab. Ihn bekrönt eine verschieferte Schweifhaube mit Laterne. Den Innenraum prägen zweigeschossige Längsemporen auf quadratischen Pfeilern mit Korbbogenarkaden. Den Raum überspannt eine Volutendecke mit Stuckrahmung. Als zentrales Gemälde schuf der Weimarer Künstler Jürgen Wegener eine Totentanz- und eine Auferstehungs-Darstellung. Ein korbbogiger Triumphbogen trennt den Saal vom Chor. Im Westen steht auf der zurückschwingenden zweigeschossigen Empore die später mehrfach veränderte Orgel von J. North aus dem Jahr 1703. Die Ausstattung der Kirche stammt überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert und umfasst einen von korinthischen Säulen flankierten Altaraufsatz mit einem Auferstehungsgemälde und einer Kreuzigungsgruppe über dem Gebälk, einen von Putten und Glaubenssymbolen getragenen vieleckigen Kanzelkorb, einen sechsseitigen weißen Marmortaufstein, Pastorenbildnisse und ein spätgotisches hölzernes Kruzifix.
Die Unterkirche, an deren Chorsanierung sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2011 mit 10.000 Euro beteiligt hat, ist eines von über 410 Förderprojekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte. An dem Festakt nimmt auch Gerd Schöneburg vom Ortskuratorium Erfurt teil.
