Mo, 22:33 Uhr
07.10.2013
Richtiger Handballkrimi
In der 2. Runde des THV Pokal war der Verbandsligist SV Einheit Sondershausen gegen den Landesligisten HSV Weimar eigentlich krasser Außenseiter. Wie der Krimi ausging, erfahren Sie hier...
Nach dem ersten Durchgang sah man schon einige staunende Gesichter. Mit einfachen Toren und Kampf haben Sondershausens Handballmänner den Landesligisten aus Weimar gehörig geärgert und lagen deutlich mit 16:10 vorn. Nach 20 ausgeglichenen Minuten war dies nicht abzusehen, denn beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Kampf und es stand 9:9. Dann lief beinahe alles bei den Sondershäusern, die dieses Mal auf ihren Trainer Ralph Thormann verzichten mussten, der sich aber im fernen Brüssel Halbzeitstand und Endstand durchgeben ließ.
Für ihn sprangen die Verletzten Michael Döhrer und Tobias Kästner in die Trainerrolle und übernahmen die Regie von der Bank aus
.
Die Personaldecke war wiedermal recht dünn. Matthias Bornemeier ging mit Rückenproblemen in die Partie und Holger Graw schleppt seit ein paar Wochen Schmerzen in der Hand mit sich. Doch ehe es ans Erholen und Auskurieren ging, schmissen sich noch einmal alle Spieler in die Partie und erspielten die 16:10 Halbzeitführung. Schwere 30 Minuten würden noch vor den Sondershäusern liegen, die mit Ruhe den zweiten Durchgang überstehen wollten.
Die Gäste aus Weimar kamen mit Wut aus der Kabine und drückten auf den Anschluss. Viele Angriffe konnten abgefangen werden und durch Konter schmolz der Rückstand dahin. Die Sondershäuser taten sich zu diesem Zeitpunkt schwer und machten es den Gästen zu einfach. Bis zur 39. Spielminute hielt die Führung der Sondershäuser, dann fiel der fällige Ausgleich der Weimaraner. Ein Wechsel auf der Torhüterposition bei den Sondershäusern brachte dann wieder etwas Rückhalt ins Spiel. Schlussmann David Barth hielt seine Mannen im Spiel und konnte beinahe jeden zweiten Ball parieren. Matthias Bornemeier saß in der Zwischenzeit auf der Bank, bei einer Abwehraktion knickte Sondershausens bester Torewerfer um und musste pausieren. Wenig später ging es aber wieder.
In den letzten 20 Minuten sahen die wenigen Zuschauer einen richtigen Handballkrimi. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, denn der Ausgleich fiel immer postwendend. Die Sondershäuser konnten mit dem 28:28 kurz vor Schluss wieder ausgleichen und so ging es in die letzten 30 Sekunden der Partie. Die Gäste im Ballbesitz spielten den letzten Angriff aus und konnten 4 Sekunden vor Schluss den 29:28 Siegtreffer bejubeln.
Haarscharf schrammten die Sondershäuser an der Verlängerung vorbei, denn mit der besten Saisonleistung brachten sie die Gäste aus Mittelthüringen an den Rand der Verzweiflung.
Eine klasse Mannschaftsleistung wurde nicht belohnt, aber einen Vorteil hat das Ausscheiden aus dem Pokal, denn jetzt haben die Sondershäuser eine Woche mehr Zeit um sich zu regenerieren.
Die nächste Begegnung steht Anfang November auf dem Plan, dann reisen die Sondershäuser zum Namensvetter nach Bad Salzungen.
Statistik:
SV Einheit Sondershausen - HSV Weimar 28:29 (16:10)
Sondershausen spielte mit: Jakob, Barth - Gerlach (7), Weise (5), Graw (7), Bornemeier (9), Bischoff, Hohlbein, Lenk, Kohl; Zeitstrafen: Sondershausen 1 / Weimar 4; Siebenmeter: Sondershausen 4 (4) / Weimar 4 (3); Zuschauer: 20
David Barth
Autor: khhNach dem ersten Durchgang sah man schon einige staunende Gesichter. Mit einfachen Toren und Kampf haben Sondershausens Handballmänner den Landesligisten aus Weimar gehörig geärgert und lagen deutlich mit 16:10 vorn. Nach 20 ausgeglichenen Minuten war dies nicht abzusehen, denn beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Kampf und es stand 9:9. Dann lief beinahe alles bei den Sondershäusern, die dieses Mal auf ihren Trainer Ralph Thormann verzichten mussten, der sich aber im fernen Brüssel Halbzeitstand und Endstand durchgeben ließ.
Für ihn sprangen die Verletzten Michael Döhrer und Tobias Kästner in die Trainerrolle und übernahmen die Regie von der Bank aus
.
Die Personaldecke war wiedermal recht dünn. Matthias Bornemeier ging mit Rückenproblemen in die Partie und Holger Graw schleppt seit ein paar Wochen Schmerzen in der Hand mit sich. Doch ehe es ans Erholen und Auskurieren ging, schmissen sich noch einmal alle Spieler in die Partie und erspielten die 16:10 Halbzeitführung. Schwere 30 Minuten würden noch vor den Sondershäusern liegen, die mit Ruhe den zweiten Durchgang überstehen wollten.
Die Gäste aus Weimar kamen mit Wut aus der Kabine und drückten auf den Anschluss. Viele Angriffe konnten abgefangen werden und durch Konter schmolz der Rückstand dahin. Die Sondershäuser taten sich zu diesem Zeitpunkt schwer und machten es den Gästen zu einfach. Bis zur 39. Spielminute hielt die Führung der Sondershäuser, dann fiel der fällige Ausgleich der Weimaraner. Ein Wechsel auf der Torhüterposition bei den Sondershäusern brachte dann wieder etwas Rückhalt ins Spiel. Schlussmann David Barth hielt seine Mannen im Spiel und konnte beinahe jeden zweiten Ball parieren. Matthias Bornemeier saß in der Zwischenzeit auf der Bank, bei einer Abwehraktion knickte Sondershausens bester Torewerfer um und musste pausieren. Wenig später ging es aber wieder.
In den letzten 20 Minuten sahen die wenigen Zuschauer einen richtigen Handballkrimi. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, denn der Ausgleich fiel immer postwendend. Die Sondershäuser konnten mit dem 28:28 kurz vor Schluss wieder ausgleichen und so ging es in die letzten 30 Sekunden der Partie. Die Gäste im Ballbesitz spielten den letzten Angriff aus und konnten 4 Sekunden vor Schluss den 29:28 Siegtreffer bejubeln.
Haarscharf schrammten die Sondershäuser an der Verlängerung vorbei, denn mit der besten Saisonleistung brachten sie die Gäste aus Mittelthüringen an den Rand der Verzweiflung.
Eine klasse Mannschaftsleistung wurde nicht belohnt, aber einen Vorteil hat das Ausscheiden aus dem Pokal, denn jetzt haben die Sondershäuser eine Woche mehr Zeit um sich zu regenerieren.
Die nächste Begegnung steht Anfang November auf dem Plan, dann reisen die Sondershäuser zum Namensvetter nach Bad Salzungen.
Statistik:
SV Einheit Sondershausen - HSV Weimar 28:29 (16:10)
Sondershausen spielte mit: Jakob, Barth - Gerlach (7), Weise (5), Graw (7), Bornemeier (9), Bischoff, Hohlbein, Lenk, Kohl; Zeitstrafen: Sondershausen 1 / Weimar 4; Siebenmeter: Sondershausen 4 (4) / Weimar 4 (3); Zuschauer: 20
David Barth