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Di, 15:32 Uhr
15.10.2013

Endlich Verbraucher entlasten

Für das kommende Jahr müssen Verbraucher erneut mit höheren Stromkosten rechnen. Grund ist der Anstieg der EEG-Umlage. „Die neue Bundesregierung muss das Problem steigender Strompreise endlich in den Griff bekommen“, fordert Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv)...


Um Verbraucher zu entlasten, müsse ein Teil der Ökostromförderung aus Steuermitteln finanziert werden. Wie die vier Übertragungsnetzbetreiber heute bekannt gaben, erhöht sich die EEG-Umlage zum 1. Januar 2014 auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Schon jetzt zahlt ein durchschnittlicher Haushalt knapp 185 Euro pro Jahr für den Ausbau erneuerbarer Energien - demnächst werden es 220 Euro sein. Vor allem für Geringverdiener stellt dies eine enorme Belastung dar.

Dabei könnten die Strompreise deutlich günstiger sein. „Die Energiewende wird schlecht gemanagt. Die Kosten sind zu hoch - und sie werden ungerecht verteilt“, sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen. Die neue Bundesregierung müsse diese Probleme dringend angehen - andernfalls drohe die Energiewende zu scheitern.

Ökostrom aus Steuermitteln finanzieren

Um Verbraucher zu entlasten, fordert der vzbv, die Subventionen für erneuerbare Energien teilweise aus Steuermitteln zu finanzieren - statt wie bisher über den Strompreis. So ließe sich die EEG-Umlage deutlich reduzieren, erklärt Holger Krawinkel, Geschäftsbereichsleiter Verbraucherpolitik beim vzbv. Bestimmte Technologien, wie zum Beispiel die Solarenergie, haben in der Vergangenheit von besonders hohen Vergütungssätzen profitiert. Da diese über einen Zeitraum von 20 Jahren fixiert sind, werden sie die EEG-Umlage noch lange belasten.

„Diese Subventionen haben dazu beigetragen, die Entwicklung der erneuerbaren Technologien voranzutreiben. Deren Finanzierung ist jedoch nicht die Aufgabe der Stromkunden“, so Krawinkel. Er plädiert dafür, einen Teil der Förderkosten in einen Fonds auszugliedern, der zunächst aus Steuermitteln gespeist würde. Es müsse aber geprüft werden, ob und in wieweit auch die Nutznießer der Energiewende an der Tilgung dieses Fonds beteiligt werden könnten.

Vergütungssätze auf 9 Cent begrenzen

Um die Kosten für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien im Rahmen zu halten, sollten nur noch die günstigsten Erzeugungsarten gefördert werden. „Momentan wird viel Geld für die falschen Technologien ausgegeben“, sagt Holger Krawinkel. Er schlägt daher vor, die Vergütung für Neuanlagen auf maximal 9 Cent pro Kilowattstunde zu begrenzen - unabhängig von der Technologie. Für Solar- und Windenergie an Land sei dies vollkommen ausreichend. Andere Erzeugungsarten, zum Beispiel Offshore-Windenergie, bräuchten dagegen einen Zuschuss. Dieser sollte allerdings nicht über den Strompreis, sondern aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Verbraucher dürften nicht zur Kasse gebeten werden, wenn aus industriepolitischen Gründen auf teure Technologien gesetzt werden soll.

Grundversorgung reformieren

Ein weiterer Grund für den Anstieg der EEG-Umlage sind die stark gesunkenen Börsenpreise. Weil dadurch die Erlöse für erneuerbar erzeugten Strom sinken, müssen höhere Subventionen gezahlt werden, da die Ökostromproduzenten eine feste Vergütung für ihre ins Netz gespeiste Energie erhalten.Während aber die steigende EEG-Umlage auf den Strompreis aufgeschlagen wird, kommen die sinkenden Börsenpreise nicht bei den Verbrauchern an.

Das liegt laut Holger Krawinkel in erster Linie an dem unzureichenden Wettbewerb auf dem Energiemarkt. 40 Prozent der Verbraucher befinden sich noch immer in einem teuren Grundversorgungstarif. „Die Grundversorger nutzen die mangelnde Wechselbereitschaft der Stromkunden aus, um höhere Preise zu verlangen“, so Krawinkel. Um den Wettbewerb anzukurbeln, sollte die Grundversorgung zukünftig regelmäßig ausgeschrieben werden.

Industrierabatte einschränken

Problematisch ist auch, dass die Kosten der Energiewende auf immer weniger Schultern verteilt werden. Mittlerweile wird nur noch die Hälfte des in der Industrie verbrauchten Stroms mit der vollen EEG-Umlage belastet. Durch die Vergünstigungen für stromintensive Unternehmen müssen die Verbrauchern allein in diesem Jahr fast 5 Milliarden Euro mehr bezahlen. Gerd Billen: „Auch die Industrie muss einen angemessenen Beitrag zur Energiewende leisten.“ Schließlich profitiere sie über die sinkenden Börsenpreise vom Ausbau der erneuerbaren Energien. Ausnahmen sollte es nur für die Unternehmen geben, die tatsächlich im internationalen Wettbewerb stehen und deren Wettbewerbsfähigkeit durch hohe Strompreise in Gefahr geraten würde.
Autor: red

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Kommentare
W.Roßmell
15.10.2013, 16:18 Uhr
Das war und ist weiterhin zu erwarten, dass der Strompreis steigt
und steigt und steigt, solange die Regierung nicht endlich erkennt, dass diese "Wendepolitik" in der Stromerzeugung so nicht weitergehen kann. Einige Firmen, viele Landwirte und auch öffentliche Kommunen bereichern sich nahezu durch die Fördermöglichkeiten durch das EEG durch den Bau von Biogasanlagen, Biomethananlagen. So wird es wohl auch in Nordhausen kommen und trotzdem wird alles teurer werden, nicht nur der Strom, auch das Trinkwasser, das Brot und viele andere Lebensmittel (Kartoffeln).Durch den verstärkten Anbau von Mais erzeugen wir Monokultur, durch die Überdüngung der Böden wird das Trinkwasser verseucht (siehe bei Facebook Stoppt Biogas Nordhausen) und keiner kümmert sich darum. Die Regierungsparteien kämpfen um eine Regierung und so kann die sofortige Änderungen der Förderung des EEG noch dauern. Hier in Nordhausen will man von diesem Fördertopf auch absahnen und plant nach wie vor den Bau einer Biomethananlage 70m von Wohnhäusern entfernt. Den Politikern ist das Eigentum der betreffenden Bürger völlig egal! Und auch die Gefährlichkeit einer solchen Anlage scheint ihnen nicht bewußt zu sein, doch Beispiele wie gefährlich solche Anlagen sind, haben wir schon oft nachgewiesen und auch veröffentlicht.

Energiewende ist schön und gut, aber wenn sie auf "Teufel komm raus" und ohne Sinn und Verstand durchgeführt wird, bleiben halt immer nur wir Bürger diejenigen, die dafür zahlen müssen und werden...
wipperpirat
15.10.2013, 18:26 Uhr
War ja klar
Seit wann wird denn mal was für den kleinen Bürger entschieden ?

Die Armen werden immer ärmer und die Reichen immer Reicher!

Eine Mittelschicht?? Die wird es bald nicht mehr geben ...

Stellt sich immer nur die frage warum lässt es sich das Volk gefallen ?

Andere Länder machen es doch vor wie es geht und wie man sich gegen die Politik wehrt !
Bodo Bagger
16.10.2013, 07:59 Uhr
grüne ideologie und taschenfüllerei der eeg lobby
hier stellt sich die frage, was denn überhaupt noch die existensberechtigung des EEG darstellt.

die prophezeite Klimaerwärmung nebst diversen apokalyptischen szenarien kanns ja wohl nicht mehr sein. hat doch der neuste IPPC bericht ganz eindeutig belegt, dass dsa klima entgegen der vorhersagen in den letzten 15 jahren eher kälter geworden ist. die antarktis hatte letztes jahr ein allzeithoch bezogen auf die eismassen.

übrigens IPPC ist die selbe organisation und sind die selben wissenschaftler, die noch vor zwei jahren 5°C erwärmung vorhergesagt haben und auf deren basis diese enteignung der bevölkerung genannt EEG gestartet wurde. sozusagen die grüne Bibel von der diese leute jetzt natürlich nichts mehr wissen wollen, wo deren meinung nicht mehr dem eigenen geschäftsmodell dient.

EEG abschaffen, Sofort und ohne entschädigung!
Retupmoc
16.10.2013, 09:45 Uhr
Stromverbrauch
Auch hier kann der Bürger der Regierung die kalte Schulter zeigen. Einfach eine Woche lang keinen Strom verbrauchen. Der TV bleibt aus ( es ist sowieso nur Politikgelaber auf allen Kanälen oder der Mutantenstadel ), der PC sowieso und der Geschirrspüler steht auch eine Woche mal still. Abends bei Kerzenlicht eine Familienunterhaltung führen und nachts eine Decke mehr, um weniger heizen zu müssen. Wenn nur 30 % der Bevölkerung eine Woche durchhalten bricht das Stromnetz zusammen. Und dann werden Sie den Strom billiger machen. Wetten?
Bodo Bagger
16.10.2013, 12:17 Uhr
na klar computer...
30% der Bevölkerung machen bei gerade mal 30% privaten Verbrauch am Gesamtstromverbrauch mal eben nur 11% gesamtersparniss aus. das ändert am netz gar nichts, mal ab davon, dass dies gar nix bringen würde weil strom immer nur in der menge eingespeist wird, wie er auch verbraucht wird....
Harzer_Wolf
16.10.2013, 13:18 Uhr
Naja
Herr Thümmel, Sie vergessen dann aber, das sich unsere Nachbarländer freuen, weil der überschüssige Strom ja abgegeben werden muß, damit es nicht zu Überlastungen kommt. So gesehen, würde eine solche Aktion schon Sinn machen. Die Österreicher lachen sich doch heute schon schief und scheckig, weil Sie so schön billig zu Strom kommen.
Bodo Bagger
16.10.2013, 17:09 Uhr
@harzer wolf
darüber freuen sich unsere nachbarländer mitlerweile keineswegs mehr, denn der ungeplant und unplanbar über die eh schon begrenzten kapazitäten grenzüberschreitender leitungen kommende strom gefährdet deren netzstabilität extrem. zumal deren verbrauch gemessen an deutschland eher geringer ist und damit die steuer- und regelreserve auch kleiner ist. zudem ist in diesen ländern die versorgung auf basis von großen grund- und mittellastkraftwerken aufgebaut.

aus diesem grund planen z.b. tschechien, polen, die schweiz und auch holland netzsperren für ungewollt eingespeisten deutschen strom zu errichten um die eigenen netze vorm kollaps zu schützen.
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