Sa, 08:26 Uhr
19.10.2013
Streng geheim
Arndtstraße 48, mitten in Leipzig: Hier befand sich einst die Hinrichtungsstätte der DDR. "Der Osten - entdecke wo du lebst" geht auf Spurensuche. Wir wollen Sie dazu einladen...
Noch heute ist von außen nichts zu erkennen. Nur ein schweres Holztor trennte damals die Außenwelt vom Todestrakt - einer ehemaligen Hausmeisterwohnung in der Strafvollzugseinrichtung Leipzig. Weder die Anwohner noch die Gefangenen der Strafanstalt ahnten, was hier bis 1987 vor sich ging. Erst dann wurde die Todesstrafe in der DDR offiziell abgeschafft. Bis dahin wurden die Todeskandidaten tief in der Nacht nach Leipzig gebracht und hatten noch etwa eine Stunde Zeit, einen Abschiedsbrief zu schreiben. Gegen vier Uhr früh wurde das Urteil vollstreckt.
Weil das Fallbeil oft versagte, nutzte man seit 1968 eine Walther P38 mit Schalldämpfer. "Unerwarteter Nahschuss" hieß diese Methode. Laute Schüsse wären aufgefallen und das sollte unter allen Umständen vermieden werden.
Auch im Krematorium auf dem Leipziger Südfriedhof, wo die Leichen-Verbrennung stattfand, war Stillschweigen oberstes Gebot. Im Einäscherungsbuch waren die "Fälle" unter "Abfall" oder"Anatomieleiche" vermerkt.
Axel Bulthaupt folgt den Spuren dieses dunklen Kapitels. Dabei erfährt er von den Geschichten der Hingerichteten, hört die Worte eines Henkers und entdeckt einen fast unwirklichen Ort.
22. Oktober, 20.45 Uhr im MDR FERNSEHEN.
Autor: redNoch heute ist von außen nichts zu erkennen. Nur ein schweres Holztor trennte damals die Außenwelt vom Todestrakt - einer ehemaligen Hausmeisterwohnung in der Strafvollzugseinrichtung Leipzig. Weder die Anwohner noch die Gefangenen der Strafanstalt ahnten, was hier bis 1987 vor sich ging. Erst dann wurde die Todesstrafe in der DDR offiziell abgeschafft. Bis dahin wurden die Todeskandidaten tief in der Nacht nach Leipzig gebracht und hatten noch etwa eine Stunde Zeit, einen Abschiedsbrief zu schreiben. Gegen vier Uhr früh wurde das Urteil vollstreckt.
Weil das Fallbeil oft versagte, nutzte man seit 1968 eine Walther P38 mit Schalldämpfer. "Unerwarteter Nahschuss" hieß diese Methode. Laute Schüsse wären aufgefallen und das sollte unter allen Umständen vermieden werden.
Auch im Krematorium auf dem Leipziger Südfriedhof, wo die Leichen-Verbrennung stattfand, war Stillschweigen oberstes Gebot. Im Einäscherungsbuch waren die "Fälle" unter "Abfall" oder"Anatomieleiche" vermerkt.
Axel Bulthaupt folgt den Spuren dieses dunklen Kapitels. Dabei erfährt er von den Geschichten der Hingerichteten, hört die Worte eines Henkers und entdeckt einen fast unwirklichen Ort.
22. Oktober, 20.45 Uhr im MDR FERNSEHEN.



