eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 13:26 Uhr
29.10.2013

kn-Forum zur Insolvenz des TVK

Pleite des Tourismusverbandes Kyffhäuser (TVK) wirklich überraschend? So die Frage in einem Leserbrief

Mit einem sehr unguten Bauchgefühl liest man Tag für Tag neue Meldungen über die Insolvenz des TVK. Der Tourismusverband versteht sich seit Jahren als Zugpferd des Tourismus im Kreis. Erst im Juni wurde ein neuer Vorstand gewählt, welcher aus 11 Mitgliedern besteht.

Bis Mitte Oktober wurde alles getan, um der Öffentlichkeit zu zeigen, wie gut und ambitioniert der TVK seine Aufgaben wahrnimmt. Sei es die Zertifizierung mit der „i-Marke“, die Presseartikel zum Ansturm auf dem Kyffhäuser, den Werbetouren des Verbandes auf Messen und Reisebörsen oder das Vorzeigeprojekt Geolift.
Anzeige symplr (1)

Zu Beginn des Jahres wurde ein Konzept durch ein Beratungsunternehmen erstellt. Das Resümee war damals: „Nicht viel zu bemängeln gab es im Bereich der Betriebswirtschaft“!
Und nun für alle Außenstehenden völlig überraschend, liest man Schlagzeilen über die finanzielle Schieflage des TVK. Wie passt das zusammen?

Und wenn man überlegt, dass es nun um den Pachterlass in Höhe von sage und schreibe 240.000 € und eine Bürgschaft von 150.000 € durch den Kreis ging, dann glaubt doch kein Bürger mehr, dass diese Entwicklung nicht absehbar war. Also warum ist man erst jetzt wach geworden?

Am Ende sind die Leidtragenden wieder einmal die Beschäftigten. Diejenigen, die auf dem Kyffhäuser-Denkmal und in den Stadtinformationen in Sondershausen und Bad Frankenhausen ihr Bestes geben und darauf vertrauen, dass der Vorstand ihres Verbandes die richtigen Entscheidungen im passenden Moment trifft.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Entscheidungsträger ihrer Verantwortung bewusst sind und versuchen den Schaden so gering wie möglich zu halten um eine zufriedenstellende Lösung zu finden.

Für Bad Frankenhausen und Sondershausen wirft sich die Frage auf - was tun mit den Touristinformationen?
Bad Frankenhausens Bürgermeister Strejc, auch Mitglied des Vorstandes des Tourismusverbandes, hatte am Wochenende die Gründung einer stadteigenen Tourismus GmbH für die Kurstadt in den Raum gestellt. Das erscheint etwas überstürzt.

In der bevorstehenden Stadtratssitzung werden sich die Abgeordneten der Kurstadt demnach die Frage stellen müssen, ob man immer alles haben müsse - einen Millionenkredit für die Sanierung des Kyffhäusergymnasiums, Kredit zum Kauf des Solarparks im Gewerbegebiet Seehäuser Straße und dabei im Hinterkopf behalten, dass der verspätet eröffnete Solewasservitalpark in den ersten Jahren zwar Prestige, aber dafür keinen Gewinn abwerfen wird.

Es heißt also tief durchatmen und heute schon an morgen denken, denn bisher ist nicht bekannt, dass eine Kommune am Ende des Regenbogens einen Topf voller Gold gefunden hat. Und das wird auch sicher nicht in unserer Kurstadt passieren

Steffen Kobrow
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)