eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 13:25 Uhr
30.10.2013

Baupolizeiliche Sperrung ist Vergangenheit

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die St. Johanneskirche in Bretleben. Dazu kam von der Deutsche Stiftung Denkmalschutz folgende Meldung...


Ein gemeinsamer Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) in Höhe von 18.000 Euro für die Instandsetzung der Gewölbedecke der St. Johanneskirche in Bretleben erreicht in diesen Tagen Pfarrer Klemens Niemann von der evangelischen Kirchgemeinde. Die Gemeinde erhält weitere Mittel vom Landesamt für Denkmalpflege und aus dem BKM Sonderprogramm IV.

Kirche Bretleben (Foto: Dr. Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz.) Kirche Bretleben (Foto: Dr. Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz.) St. Johanneskirche in Bretleben © Dr. Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
An der Stelle mehrerer Vorgängerkirchen wurde die neue Johanneskirche zwischen 1895 und 1897 nach Plänen der Architekten Grisebach und Dinklage errichtet. Der steinsichtige Saalbau erhebt sich über einem kreuzförmigen Grundriss und schließt mit einem innen um zwei Stufen erhöhten mehreckigen Chor im Osten und einem westlichen Treppenturm auf quadratischem Grundriss ab. Zwei Anbauten fügte man zwischen Chor und Querhausarmen ein. An der Südseite des Turms, dessen Dach mit einem Schweifhaubenansatz beginnt und in einem Spitzhelm ausläuft, schließt sich ein halbrunder Treppenturm an. Hohe Rundbogenfenster gliedern den Bau und den mehrfach durch Horizontalgesimse gegliederten Turm. Die stuckierte Gewölbedecke als Rabitzkonstruktion mit Kreuzrippen auf Konsolen prägt den Innenraum der Kirche. Die den Westen dominierende Empore ist wie die im Osten stehende Kanzel aus Werkstein gegossen und mit Stuck dekoriert.

Anzeige symplr (1)

Die konstruktiven Schäden am Kirchenbau sind Folge der Bauvernachlässigung zu DDR-Zeiten. Undichte Dächer ließen Nässe in die Dachkonstruktion eindringen, das in die am Schiffdach abgehängte als Gewölbe ausgeführte Drahtputzdecke floss. Risse, Deckenausbrüche und Abplatzungen waren die Folge. Herabfallende Deckenteile führten schließlich dazu, dass man die Kirche baupolizeilich sperrte.

Die St. Johanneskirche ist eines von über 410 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)