Mi, 14:29 Uhr
30.10.2013
Ausbildung im Handwerk
Friseurin bei den Frauen und Kfz-Mechatroniker sowie Elektroniker bei den jungen Männern gehören seit Jahren zu den TOP-Ausbildungsberufen im Freistaat. Daran ändert auch die in diesem Jahr zurückgegangene Anzahl abgeschlossener Ausbildungsverträge im Thüringer Handwerk nichts...
Bis zum 30. September wurden in den drei Handwerkskammern 2.426 Ausbildungsverträge registriert; 7,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zur gleichen Zeit waren noch über 500 offene Ausbildungsplätze in den Lehrstellenbörsen der Kammern registriert. Die meisten offenen Ausbildungsplätze gibt es noch in den Berufen Kraftfahrzeugmechatroniker (50), Anlagenmechaniker SHK (45), Elektroniker (45) und Tischler (30). Auch in den Bau,- Nahrungsmittel- und den Gesundheitsberufen sind weiterhin noch zahlreiche Plätze unbesetzt.
Herbert Stang, Geschäftsbereichsleiter Bildung der Handwerkskammer Erfurt: Alle ausbildenden Betriebe befinden sich aktuell in einem schwierigen Umfeld. Die gute Auftragslage und stabile Konjunkturprognosen auf der einen Seite und die wachsende Anzahl ausscheidender Mitarbeiter, die stagnierenden Schulabgängerzahlen und die sinkende Anzahl der sogenannten Altbewerber auf der anderen Seite machen es für die meisten Ausbildungsbetriebe – gleich welcher Branche - schwer, geeigneten Berufsnachwuchs zu finden.
Stang weist in diesem Zusammenhang auf die vielfältigen Karrierewege mit einer beruflichen Ausbildung hin. Wir sind Weltmeister in der Berufsausbildung. Unsere beruflichen Bildungsabschlüsse sind anerkannt. Beispielsweise ist der Meisterabschluss dem Bachelor gleichgestellt. Umso wichtiger ist es, dass wir den Schülern zeigen, dass berufliche Bildung viele Karrierewege eröffnet, egal mit welchem Schulabschluss.
Berufsinformationsmessen wie das Forum Berufsstart am 20. und 21. November in Erfurt als größte ihrer Art in Mitteldeutschland seien daher weiterhin wichtiger Bestandteil einer umfassenden Berufsorientierung. Je genauer ein Bewerber weiß, was auf ihn in der Ausbildung zukommt, desto geringer ist die Gefahr eines Abbruchs.
Nachwuchssorgen haben das Handwerk bereits vor vier Jahren veranlasst, mit einer bundesweiten Imagekampagne vor allem bei Jugendlichen für das Handwerk zu werben. Auch diese Werbeplattform sieht die Handwerkskammer als einen Teil beruflicher Orientierung. Wir wollen den jungen Leuten zeigen, dass vieles, was sie sich für ihr Berufsleben wünschen, gerade im Handwerk geboten wird.
Seit einigen Jahren bereits fordern Bildungsexperten der Handwerkskammern, Berufsorientierung a lá Berufsstart plus als Regelleistung an den allgemeinbildenden Schulen einzuführen. Seit letztem Jahr wurde unter Leitung des zuständigen Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur ein Strategiepapier der Landesregierung erarbeitet, in das wesentliche Inhalte von Berufsstart plus einfließen sowie die schulische Berufsorientierung beispielsweise durch Schulsozialarbeit auf eine breitere Basis gestellt werden soll.
Mit Ende der Förderperiode durch den Europäischen Sozialfonds 2014 läuft das thüringenweite Projekt Berufsstart plus aus. Die Erfolge können sich sehen lassen: Lediglich 6,5 Prozent jener Lehrlinge, die sich im Rahmen von Berufsstart plus über die Berufswelt während ihrer Schulzeit intensiv informiert hatten, brachen 2011 in der Probezeit ihre Ausbildung ab. Im Landesdurchschnitt des Jahres lag die Quote fast doppelt so hoch. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor.
Berufsstart Plus ist mit rund 17.000 teilnehmenden Schülern aus 137 Schulen landesweit das größte Projekt mit den meisten Erfahrungen (im November ist 10-jähriges Jubiläum) und einer praxiserprobten Zusammenarbeit von Schulen, Kammern, Berufskoordinatoren und Bildungsbegleitern.
Das Handwerk begrüßt, dass das Netzwerk von Berufsstart Plus strategisch in die Überlegungen des Bildungsministeriums im Strategiepapier aufgenommen wurde. Bewährte Instrumente der Berufsorientierung von Schülern, auch anderer Projekte, werden zusammengefasst und jetzt in eine einheitliche Konzeption als Standard für Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Thüringer Schulen einfließen. Alle Handwerkskammern sowie Industrie- und Handelskammern im Freistaat haben sich grundsätzlich zu dem Papier bekannt.
Autor: redBis zum 30. September wurden in den drei Handwerkskammern 2.426 Ausbildungsverträge registriert; 7,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zur gleichen Zeit waren noch über 500 offene Ausbildungsplätze in den Lehrstellenbörsen der Kammern registriert. Die meisten offenen Ausbildungsplätze gibt es noch in den Berufen Kraftfahrzeugmechatroniker (50), Anlagenmechaniker SHK (45), Elektroniker (45) und Tischler (30). Auch in den Bau,- Nahrungsmittel- und den Gesundheitsberufen sind weiterhin noch zahlreiche Plätze unbesetzt.
Herbert Stang, Geschäftsbereichsleiter Bildung der Handwerkskammer Erfurt: Alle ausbildenden Betriebe befinden sich aktuell in einem schwierigen Umfeld. Die gute Auftragslage und stabile Konjunkturprognosen auf der einen Seite und die wachsende Anzahl ausscheidender Mitarbeiter, die stagnierenden Schulabgängerzahlen und die sinkende Anzahl der sogenannten Altbewerber auf der anderen Seite machen es für die meisten Ausbildungsbetriebe – gleich welcher Branche - schwer, geeigneten Berufsnachwuchs zu finden.
Stang weist in diesem Zusammenhang auf die vielfältigen Karrierewege mit einer beruflichen Ausbildung hin. Wir sind Weltmeister in der Berufsausbildung. Unsere beruflichen Bildungsabschlüsse sind anerkannt. Beispielsweise ist der Meisterabschluss dem Bachelor gleichgestellt. Umso wichtiger ist es, dass wir den Schülern zeigen, dass berufliche Bildung viele Karrierewege eröffnet, egal mit welchem Schulabschluss.
Berufsinformationsmessen wie das Forum Berufsstart am 20. und 21. November in Erfurt als größte ihrer Art in Mitteldeutschland seien daher weiterhin wichtiger Bestandteil einer umfassenden Berufsorientierung. Je genauer ein Bewerber weiß, was auf ihn in der Ausbildung zukommt, desto geringer ist die Gefahr eines Abbruchs.
Nachwuchssorgen haben das Handwerk bereits vor vier Jahren veranlasst, mit einer bundesweiten Imagekampagne vor allem bei Jugendlichen für das Handwerk zu werben. Auch diese Werbeplattform sieht die Handwerkskammer als einen Teil beruflicher Orientierung. Wir wollen den jungen Leuten zeigen, dass vieles, was sie sich für ihr Berufsleben wünschen, gerade im Handwerk geboten wird.
Seit einigen Jahren bereits fordern Bildungsexperten der Handwerkskammern, Berufsorientierung a lá Berufsstart plus als Regelleistung an den allgemeinbildenden Schulen einzuführen. Seit letztem Jahr wurde unter Leitung des zuständigen Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur ein Strategiepapier der Landesregierung erarbeitet, in das wesentliche Inhalte von Berufsstart plus einfließen sowie die schulische Berufsorientierung beispielsweise durch Schulsozialarbeit auf eine breitere Basis gestellt werden soll.
Mit Ende der Förderperiode durch den Europäischen Sozialfonds 2014 läuft das thüringenweite Projekt Berufsstart plus aus. Die Erfolge können sich sehen lassen: Lediglich 6,5 Prozent jener Lehrlinge, die sich im Rahmen von Berufsstart plus über die Berufswelt während ihrer Schulzeit intensiv informiert hatten, brachen 2011 in der Probezeit ihre Ausbildung ab. Im Landesdurchschnitt des Jahres lag die Quote fast doppelt so hoch. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor.
Berufsstart Plus ist mit rund 17.000 teilnehmenden Schülern aus 137 Schulen landesweit das größte Projekt mit den meisten Erfahrungen (im November ist 10-jähriges Jubiläum) und einer praxiserprobten Zusammenarbeit von Schulen, Kammern, Berufskoordinatoren und Bildungsbegleitern.
Das Handwerk begrüßt, dass das Netzwerk von Berufsstart Plus strategisch in die Überlegungen des Bildungsministeriums im Strategiepapier aufgenommen wurde. Bewährte Instrumente der Berufsorientierung von Schülern, auch anderer Projekte, werden zusammengefasst und jetzt in eine einheitliche Konzeption als Standard für Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Thüringer Schulen einfließen. Alle Handwerkskammern sowie Industrie- und Handelskammern im Freistaat haben sich grundsätzlich zu dem Papier bekannt.