Fr, 11:05 Uhr
01.11.2013
Handel wird belastet
Die Energiewende lässt die Strompreise weiter ansteigen. Für 2014 soll die Ökostrom-Umlage auf einen Rekordwert von 6,240 Cent je Kilowattstunde festgelegt und damit Wind- und Solarparks gefördert werden. Die Belastungen für Verbraucher und Unternehmen bringen jetzt auch zunehmend die Binnenkonjunktur und besonders den Einzelhandel in Gefahr, informiert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt...
Der Umsatz des stationären Einzelhandels entwickelt sich bereits seit Jahren eher verhalten. Ein teilweise gesättigter Konsum, der starke Verdrängungswettbewerb in der Fläche und der wachsende Online-Handel belasten die Branche, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Aktuell beeinflussten vor allem die Unsicherheiten aus der Euro-Krise das Einkaufsverhalten der deutschen Verbraucher.
Eine neuerliche Strompreiserhöhung würde zu weiteren Umsatzeinbrüchen führen. Das Jahr 2012 sei dafür das beste Beispiel. Der Einzelhandel ist durch steigende Strompreise gleich doppelt betroffen. Zum einen werden die Einkaufs-Budgets der Verbraucher kleiner, zum anderen haben auch die Handelsunternehmen höhere Strom- und Energiekosten, so Grusser. Aufgrund des harten Wettbewerbs könnten die immer größeren finanziellen Belastungen kaum an die Kunden weitergegeben werden.
Nach 1,85 Milliarden Euro in 2013 müsste der Handel in Deutschland im kommenden Jahr 2,21 Milliarden Euro EEG-Umlage zahlen. Bereits in diesem Jahr ist die Ökostrom-Abgabe für einen Supermarkt im Vergleich zum Vorjahr um rund 9.000 Euro gestiegen. In 2014 werden es dann weitere 5.000 Euro sein. Für viele Unternehmen ist die Schmerzgrenze bereits erreicht. Existenzgefährdet sind vor allem kleine Betriebe und Handelseinrichtungen in ländlichen Regionen so der IHK-Chef.
Die Umsatzrendite im Einzelhandel sei schon jetzt relativ niedrig und könne auch in Zukunft kaum gesteigert werden. Immerhin beschäftige die Branche in Deutschland rund drei Millionen Arbeitnehmer. Durch weiter steigende Kosten wären zahlreiche Jobs gefährdet. Jeder fünfte Händler sehe inzwischen durch die Ökostromförderung eigene Arbeitsplätze in Gefahr.
Die Energiewende muss dringend überdacht werden!, fordert Grusser neue Ansätze im Zuge der anstehenden Regierungsbildung.
Autor: redDer Umsatz des stationären Einzelhandels entwickelt sich bereits seit Jahren eher verhalten. Ein teilweise gesättigter Konsum, der starke Verdrängungswettbewerb in der Fläche und der wachsende Online-Handel belasten die Branche, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Aktuell beeinflussten vor allem die Unsicherheiten aus der Euro-Krise das Einkaufsverhalten der deutschen Verbraucher.
Eine neuerliche Strompreiserhöhung würde zu weiteren Umsatzeinbrüchen führen. Das Jahr 2012 sei dafür das beste Beispiel. Der Einzelhandel ist durch steigende Strompreise gleich doppelt betroffen. Zum einen werden die Einkaufs-Budgets der Verbraucher kleiner, zum anderen haben auch die Handelsunternehmen höhere Strom- und Energiekosten, so Grusser. Aufgrund des harten Wettbewerbs könnten die immer größeren finanziellen Belastungen kaum an die Kunden weitergegeben werden.
Nach 1,85 Milliarden Euro in 2013 müsste der Handel in Deutschland im kommenden Jahr 2,21 Milliarden Euro EEG-Umlage zahlen. Bereits in diesem Jahr ist die Ökostrom-Abgabe für einen Supermarkt im Vergleich zum Vorjahr um rund 9.000 Euro gestiegen. In 2014 werden es dann weitere 5.000 Euro sein. Für viele Unternehmen ist die Schmerzgrenze bereits erreicht. Existenzgefährdet sind vor allem kleine Betriebe und Handelseinrichtungen in ländlichen Regionen so der IHK-Chef.
Die Umsatzrendite im Einzelhandel sei schon jetzt relativ niedrig und könne auch in Zukunft kaum gesteigert werden. Immerhin beschäftige die Branche in Deutschland rund drei Millionen Arbeitnehmer. Durch weiter steigende Kosten wären zahlreiche Jobs gefährdet. Jeder fünfte Händler sehe inzwischen durch die Ökostromförderung eigene Arbeitsplätze in Gefahr.
Die Energiewende muss dringend überdacht werden!, fordert Grusser neue Ansätze im Zuge der anstehenden Regierungsbildung.