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Di, 13:27 Uhr
05.11.2013

Suche wird immer schwieriger

Immer mehr mittelständische Betriebe suchen vergeblich einen Nachfolger. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Nachfolgereport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) 2013. Dieser Trend ist auch im Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt zu beobachten...


„Die rückläufige Arbeitslosenquote und die demographische Entwicklung lassen die Zahl der Suchenden in Thüringen sinken. Diese Tendenz hat aber auch einen positiven Effekt. Der Anteil der ernsthaften Interessenten für eine Nachfolge steigt und die Zahl der erfolglosen Gespräche zur Nachfolge nimmt ab“, informiert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.

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Laut IHK Erfurt finden rund 40 Prozent keinen passenden neuen Chef. „Für unsere Unternehmer wird es immer schwieriger, den geeigneten Nachfolger zu finden“, so Grusser. Die demografische Entwicklung verenge zunehmend den Markt für Unternehmensnachfolgen. Bis zum Jahr 2025 werde es bundesweit sechs Millionen weniger erwerbsfähige Personen geben – die dann auch nicht für eine Unternehmensnachfolge zur Verfügung stehen. Weitere Hürden für das Zusammenfinden von Eigentümern und Übernehmern seien: die hohe emotionale Bindung des Inhabers an sein Lebenswerk, unterschiedliche Preisvorstellungen und eine zu späte Vorbereitung auf die Nachfolge, sowie Qualifikationsdefizite und unterschätzte Anforderungen an eine Betriebsübernahme seitens der Existenzgründer.

„Wir würden uns wünschen, dass sowohl mehr Unternehmer als auch Interessenten unsere Beratungsangebote nutzen, um sich gründlich auf den Nachfolgeprozess vorzubereiten“, verweist Grusser auf die vielfältigen Informationsangebote der IHK Erfurt.

Bundesweit suchten im vergangenen Jahr 5.357 Senior-Unternehmer den Rat ihrer IHK – so viele wie nie seit der erstmaligen Erstellung des Nachfolgereports im Jahr 2007. Die Zahl der potenziellen Übernehmer hingegen sank mit 5.522 auf ein Rekordtief.

Dabei bleibt für immer mehr mittelständische Betriebe die Suche erfolglos. Auch wenn die Kammern im Jahr 2012 knapp 15 Prozent mehr Firmenchefs zur Nachfolge beraten haben als im Vorjahr, konnten sich gleichzeitig 14 Prozent weniger Existenzgründer vorstellen, einen Betrieb zu übernehmen. Kamen im Jahr 2010 auf jeden Inhaber noch 1,6 Nachfolgekandidaten, so ist diese Relation im Jahr 2012 auf nahezu 1 gesunken.
Autor: red

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