Sa, 00:05 Uhr
16.11.2013
Fachtagung zum Ehrenamt
EHRENAMT ZUKUNFTSFÄHIG GESTALTEN unter dieser Überschrift trafen sich gestern ehrenamtlich arbeitende Bürger aus dem gesamten Kyffhäuserkreis im Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen zu einem Erfahrungsaustausch. Rund 360.000 Euro für Ehrenamtsarbeit in den Kyffhäuserkreis geflossen.
Anlass für diese Fachtagung war das Jubiläum 20 Jahre Kreisjugendring, der ja kürzlich gefeiert wurde, kn berichtete.Eingeladen waren ehrenamtlich Engagierte, Vereinsmitglieder, -vorstände und Geschäftsführungen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger des Kyffhäuserkreises. Der Schwerschwerpunkt der Fachtag richtete sich auf die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Ehrenamts in so einem strukturschwachen, ländlichen Raum wie es nun mal der Kyffhäuserkreis darstellt.
Organisiert vom Kreisjugendring, die Begrüßung der Gäste nahm Cornelia Naumann vor, begann die Fachtagung mit einem Grußwort von der Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind (SPD). Hochwind machte deutlich, Ehrenamtsarbeit sei ihr sehr wichtig. Sie konnte verweisen, dass im Kreis 40 bis 50 Prozent der Bürger in der einen oder anderen Form in Vereinen und Verbänden Ehrenamtsarbeit leisten. Damit liege man besser als der Bundesdurchschnitt (34 Prozent) oder der Thüringenschnitt 28 Prozent. Mit dieser Ehrenamtsarbeit werde die Gemeinschaft im Kyffhäuserkreis gestärkt.
Die Bedeutung des Ehrenamts möchte die Landrätin und die Kreisverwaltung weiter betonen, dass es im Frühjahr eine Eheamtsauszeichnung von 10 Personen /Vereinen geben wird. Seite Juli 2013 hat sich auch bereits der Ehrenamtsbeirat konstituiert, denn die Kreisverwaltung will nicht allein entscheiden, wer denn die Ehrenamtspreise erhalten soll.
In Aussicht gestellt wurde auch die Vergabe der Ehrenamtscard an engagierte Ehrenamtliche. Eine Zusammenfassung der Rede der Landrätin finden Sie hier:
Landrätin zur Ehrenamtstätigkeit
Ein Impulsreferat hielt die Geschäftsführerin der Thüringer Ehrenamtsstiftung, Brigitte Manke vor den Gästen, unter denen sich auch Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Cornelia Kraffzick (SPD) und die Leiterin des Jugend- und Sozialamtes Kyffhäuserkreis befanden.
Manke sicherte zu, sie werde die Ehrenamtsarbeit im Kyffhäuserkreis unterstützen. Ehrenamtsarbeit ist auf die eine oder andere Art attraktiv, 700.000 Bürger in Thüringen engagieren sich, und Ehrenamtsarbeit mache eine Kommune erst attraktiv, so Manke.
Auch wenn sie es noch nicht kritisch sieht, man sollte aufpassen und beobachten, was sich bei den Ganztagsschulen tut. In anderen Bundesländern hätten die langen Angebote der Ganztagsschulen etwas die Vereinsarbeit zurückgedrängt. Der lange Verbleib in der Schule könnte die Ehrenamtsarbeit blockieren.
Seit 2006 gäbe es die Ehrenamtsarbeit und die Würdigung dieser Leistung durch die Ehrenamtscard sei wichtig. Manke freute sich, dass der Kyffhäuserkreis diese Ehrenamtscard auch einführen will. Sie hat sich bewährt, so Manke. Bisher wurden 2.738 Karten ausgegeben (Gültigkeit zwei Jahre) von denen noch 1.402 in Thüringen gültig seien.
Durch die Thüringen Ehrenamtsstiftung sind seit 2004 rund 366.000 Euro in den Kyffhäuserkreis geflossen, so Manke. Dem Kyffhäuserkreis gab sie aber auch zwei Empfehlungen mit:
Seit 2007 gibt es den Schülerfreiwilligentag und es wäre schön wenn der Kyffhäuserkreis hier mitmachen würde. Wesentliche Ziele des "Thüringer Schülerfreiwilligentag" sei die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements in ihrem Lebensumfeld und in Thüringen kennenlernen, soziale Fähigkeiten ausbilden, lernen, Verantwortung zu übernehmen, den Austausch und die Begegnung der Generationen fördern und Ideengewinnung und Erlangung wesentlicher Fähigkeiten - auch für das spätere Berufsleben und
Anerkennung erhalten.
Auch sollte sich der Kyffhäuserkreis bei nächsten Thüringer Engagements-Preis beteiligen, so Manke abschließend.
In einem Diskussionsbeitrag informierten Birgit Wenzel und Elke Zänker-Steinsträsser über das Projekt Sozialkaufhaus "Glücksgriff" Roßleben, das mehr als ein Kaufhaus ist. Von ursprünglich acht engagierten Frauen hat sich jetzt der Stamm auf 16 Frauen erhöht. Legendär seien auch die Frauentagsfeier, das Sommerfest und die Weihnachtsfeier. Nach dem Besuch vieler ähnlicher Sozialkaufhäuser stellten beide fest, unseres ist das Beste.
Nach einer Kaffeepause traf man sich dan mit renommierte Thüringer Experten aus dem Bereich Ehrenamt zu Workshops zu den Themen Wie gewinne und beteilige ich Ehrenamtliche (Doris Voll), Zusammenarbeit und Vernetzung von ehrenamtlich und professionell Tätigen (Stefan Oßwald-Paritätischer), sowie zum Thema Vereinssteuerrecht (Andreas Kirchner - Labyra Steuerberatungsgesellschaft mbH).
Autor: khhAnlass für diese Fachtagung war das Jubiläum 20 Jahre Kreisjugendring, der ja kürzlich gefeiert wurde, kn berichtete.Eingeladen waren ehrenamtlich Engagierte, Vereinsmitglieder, -vorstände und Geschäftsführungen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger des Kyffhäuserkreises. Der Schwerschwerpunkt der Fachtag richtete sich auf die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Ehrenamts in so einem strukturschwachen, ländlichen Raum wie es nun mal der Kyffhäuserkreis darstellt.
Organisiert vom Kreisjugendring, die Begrüßung der Gäste nahm Cornelia Naumann vor, begann die Fachtagung mit einem Grußwort von der Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind (SPD). Hochwind machte deutlich, Ehrenamtsarbeit sei ihr sehr wichtig. Sie konnte verweisen, dass im Kreis 40 bis 50 Prozent der Bürger in der einen oder anderen Form in Vereinen und Verbänden Ehrenamtsarbeit leisten. Damit liege man besser als der Bundesdurchschnitt (34 Prozent) oder der Thüringenschnitt 28 Prozent. Mit dieser Ehrenamtsarbeit werde die Gemeinschaft im Kyffhäuserkreis gestärkt.
Die Bedeutung des Ehrenamts möchte die Landrätin und die Kreisverwaltung weiter betonen, dass es im Frühjahr eine Eheamtsauszeichnung von 10 Personen /Vereinen geben wird. Seite Juli 2013 hat sich auch bereits der Ehrenamtsbeirat konstituiert, denn die Kreisverwaltung will nicht allein entscheiden, wer denn die Ehrenamtspreise erhalten soll.
In Aussicht gestellt wurde auch die Vergabe der Ehrenamtscard an engagierte Ehrenamtliche. Eine Zusammenfassung der Rede der Landrätin finden Sie hier:
Landrätin zur Ehrenamtstätigkeit
Ein Impulsreferat hielt die Geschäftsführerin der Thüringer Ehrenamtsstiftung, Brigitte Manke vor den Gästen, unter denen sich auch Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Cornelia Kraffzick (SPD) und die Leiterin des Jugend- und Sozialamtes Kyffhäuserkreis befanden.
Manke sicherte zu, sie werde die Ehrenamtsarbeit im Kyffhäuserkreis unterstützen. Ehrenamtsarbeit ist auf die eine oder andere Art attraktiv, 700.000 Bürger in Thüringen engagieren sich, und Ehrenamtsarbeit mache eine Kommune erst attraktiv, so Manke.
Auch wenn sie es noch nicht kritisch sieht, man sollte aufpassen und beobachten, was sich bei den Ganztagsschulen tut. In anderen Bundesländern hätten die langen Angebote der Ganztagsschulen etwas die Vereinsarbeit zurückgedrängt. Der lange Verbleib in der Schule könnte die Ehrenamtsarbeit blockieren.
Seit 2006 gäbe es die Ehrenamtsarbeit und die Würdigung dieser Leistung durch die Ehrenamtscard sei wichtig. Manke freute sich, dass der Kyffhäuserkreis diese Ehrenamtscard auch einführen will. Sie hat sich bewährt, so Manke. Bisher wurden 2.738 Karten ausgegeben (Gültigkeit zwei Jahre) von denen noch 1.402 in Thüringen gültig seien.
Durch die Thüringen Ehrenamtsstiftung sind seit 2004 rund 366.000 Euro in den Kyffhäuserkreis geflossen, so Manke. Dem Kyffhäuserkreis gab sie aber auch zwei Empfehlungen mit:
Seit 2007 gibt es den Schülerfreiwilligentag und es wäre schön wenn der Kyffhäuserkreis hier mitmachen würde. Wesentliche Ziele des "Thüringer Schülerfreiwilligentag" sei die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements in ihrem Lebensumfeld und in Thüringen kennenlernen, soziale Fähigkeiten ausbilden, lernen, Verantwortung zu übernehmen, den Austausch und die Begegnung der Generationen fördern und Ideengewinnung und Erlangung wesentlicher Fähigkeiten - auch für das spätere Berufsleben und
Anerkennung erhalten.
Auch sollte sich der Kyffhäuserkreis bei nächsten Thüringer Engagements-Preis beteiligen, so Manke abschließend.
In einem Diskussionsbeitrag informierten Birgit Wenzel und Elke Zänker-Steinsträsser über das Projekt Sozialkaufhaus "Glücksgriff" Roßleben, das mehr als ein Kaufhaus ist. Von ursprünglich acht engagierten Frauen hat sich jetzt der Stamm auf 16 Frauen erhöht. Legendär seien auch die Frauentagsfeier, das Sommerfest und die Weihnachtsfeier. Nach dem Besuch vieler ähnlicher Sozialkaufhäuser stellten beide fest, unseres ist das Beste.
Nach einer Kaffeepause traf man sich dan mit renommierte Thüringer Experten aus dem Bereich Ehrenamt zu Workshops zu den Themen Wie gewinne und beteilige ich Ehrenamtliche (Doris Voll), Zusammenarbeit und Vernetzung von ehrenamtlich und professionell Tätigen (Stefan Oßwald-Paritätischer), sowie zum Thema Vereinssteuerrecht (Andreas Kirchner - Labyra Steuerberatungsgesellschaft mbH).


















