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So, 13:30 Uhr
22.12.2013

Im Jahr der Inklusion – Menschen mit Behinderungen

Inklusion soll bedeuten, dass Menschen mit Behinderungen ein gleichberechtigtes Leben im Alltag ermöglicht werden soll. So hatte es Bundeskanzlerin Merkel in einer Erklärung zum Jahr der Inklusion 2013 versprochen. Doch wie sieht am Ende dieses Jahres immer noch die Realität aus? Hier ein Leserbrief dazu

Viele verbinden mit dem Wort Behinderung zuerst einen Rollstuhlfahrer, Blinde mit Führhund oder Blindenstock, aber es gibt noch viel mehr Arten und Erscheinungsformen von Behinderung. So vielfältig wie das Leben selbst ist können auch Behinderungen auftreten.
Behinderte, die versuchen ihr Leben durch Arbeit und Beruf selbst zu gestalten, werden von Staats und Gesetzes wegen ausgebremst und ausgegrenzt. Als ein Beispiel möchte ich hier auf einen Fernsehbeitrag der ARD Sendung Panorama vom 19.12.13 um 21:45 Uhr „Rollstuhlfahrer: Wie der Staat Behinderte arm hält“ hinweisen.

Wenn für Arbeit und Beruf z. B. eine Assistenz, egal in welcher Form, notwendig ist wird das Dilemma und die Realität der versprochenen Inklusion und das Versprechens, dass niemand Nachteile erleiden soll, deutlich sichtbar. Solche Leistungen müssen von den Behinderten im Berufsleben selbst finanziert und getragen werden, wodurch sie oft bis an die Armutsgrenze selbst wieder belastet werden. In der oben genannten Fernsehsendung wird auch auf die 2600 Euro Situation deutlich hingewiesen.

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Aber wie kann dann damit ein Behinderter überhaupt ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben überhaupt erst aufbauen und schaffen, und die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden?

Auch die neue Koalition hat und will sich diesem Thema und dieser sozialen Verantwortung der Integration und Inklusion wieder nicht stellen und annehmen. Auch im Koalitionsvertrag findet sich dazu kein Hinweis oder Passus zu diesem doch so wichtigen Thema der gleichberechtigten Integration ins normale Alltagsleben. Wer die Panorama Sendung gesehen hat, bekam einen kleinen Eindruck von der tatsächlichen Realität anhand dieses Beispiels.

Verschiedene Plattformen und Organisationen versuchen solchen Menschen zu helfen, auch indem Druck über die öffentliche Meinung gemacht wird. Ich als selbst Behinderter unterstütze selbst verschiedene Plattformen und Projekte, habe auch viele Petitionen selbst gezeichnet und unterstützt.

Am 23.12.13 werden die ARD/ZDF im Mittagsmagazin auf das Schicksal von Ina Wilhelm, einer Autistin aufmerksam machen, die durch ihren Assistenzhund Abayomi ein selbstbestimmtes Leben überhaupt erst führen kann. Diesen Assistenzhund muss auch sie selbst finanzieren, die Kosten werden nicht von anderer Stelle übernommen, in ihrem Fall nicht von der zuständigen Krankenkasse, wie das z. B. bei Blindenführhunden festgeschrieben ist.

Notwendige Hilfe um mit z. B. Assistenz ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, eigentlich nach meinem Verständnis eines der humanitärsten Ziele in einem Sozialstaat wie Deutschland. Leider sieht die Realität anders aus, Ausgrenzung, Armut von Gesetzes wegen spiegeln das tägliche Bild mitten in Deutschland realistischer wider.

Ich bitte Sie, verschließen Sie nicht die Augen, sehen Sei genauer hin, helfen Sie mit und machen Sie Druck auf diese Bundesregierung, damit dem Wort „Inklusion“ auch endlich und wirklich Taten folgen.

T. Leipold
Sondershausen
Autor: khh

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