Mo, 11:48 Uhr
30.12.2013
Chaos vermeidbar
In einer Stellungnahme äußert sich Herbert Knischka Geschäftsführer der Tourismusverbandes Kyffhäuser (TVK) zum aktuellen Stand und spart auch nicht an Kritik...
Bei allen Diskussionen und Spekulationen über die Zukunft des Kyffhäuser-Denkmals und die touristische Vermarktung der Kyffhäuser-Region wird der Eindruck erweckt, als wäre das alles unvermeidbar gewesen. Unvermeidbar war aber lediglich der Rückgang der Besucherzahlen aufgrund der Bauarbeiten am Kyffhäuser. Ein Blick auf die monatliche Statistik der letzten Jahre belegt dies so eindeutig, dass selbst den fantastischsten Gegnern des Tourismusverbandes die Argumente ausgehen!
Vermeidbar war aber die Insolvenz, wenn man den Beschluss des Kreisausschusses, die Pacht nicht zu erlassen, nicht so gezielt beeinflusst und dem Tourismusverband die Chance gegeben hätte, dem Ausschuss noch einmal seine Argumente und Konzepte darzulegen. Es durfte aber leider weder der Vorstand noch der Geschäftsführer dort auftreten.
Danach war der Insolvenzgrund natürlich gegeben und der Vorstand musste diese anmelden.
Was aber nicht gleichbedeutend damit ist, dass damit das Ende des Verbandes schon feststand. Die naheliegendste von allen diskutierten Varianten wäre - so sah übrigens der vorläufige Insolvenzverwalter zunächst auch seine Aufgabe - eine Entschuldung des Verbandes, verbunden mit einer Sanierung der Strukturen und Kosten und anschließender Fortführung des Geschäftsbetriebs.Vorschläge, wie das gehen könnte, lagen auf dem Tisch.
Es zeichnete sich aber recht schnell ab, dass die Entscheidungsträger des Kreises genau dies nicht wollten. Die große Chance, den missliebigen Tourismusverband jetzt endlich zu liquidieren, wollte man sich nicht entgehen lassen.Dafür war man bereit, fast jeden Preis zu zahlen: Da interessierte das Schicksal von 19 Mitarbeitern ebenso wenig wie der Schaden, welcher dem Tourismus in der Region zugefügt wird. Dies umso mehr, als sich bald herausstellte, dass man keinen Plan hatte, wie es weitergehen sollte. Hauptsache, dieses Krebsgeschwür, was da Tourismusverband heißt, wird mit Stumpf und Stiel ausgemerzt!
Das scheint ja nun gelungen - einen bitteren Beigeschmack hinterlässt das aber offensichtlich nicht nur bei den Betroffenen!
Mein Dank gilt auf diesem Wege noch einmal allen Mitarbeitern-alle haben trotz der unsicheren Zukunft voll mitgezogen.Und letztlich auch durch deren Engagement haben wir am Kyffhäuser-Denkmal mit mehr als 4000 Besuchern im Dezember den besten Wert seit mehr als 10 Jahren erreicht - ein weiterer Beweis für das oben Festgestellte…
Herbert Knischka
Geschäftsführer der Tourismusverbandes Kyffhäuser
Autor: khhBei allen Diskussionen und Spekulationen über die Zukunft des Kyffhäuser-Denkmals und die touristische Vermarktung der Kyffhäuser-Region wird der Eindruck erweckt, als wäre das alles unvermeidbar gewesen. Unvermeidbar war aber lediglich der Rückgang der Besucherzahlen aufgrund der Bauarbeiten am Kyffhäuser. Ein Blick auf die monatliche Statistik der letzten Jahre belegt dies so eindeutig, dass selbst den fantastischsten Gegnern des Tourismusverbandes die Argumente ausgehen!
Vermeidbar war aber die Insolvenz, wenn man den Beschluss des Kreisausschusses, die Pacht nicht zu erlassen, nicht so gezielt beeinflusst und dem Tourismusverband die Chance gegeben hätte, dem Ausschuss noch einmal seine Argumente und Konzepte darzulegen. Es durfte aber leider weder der Vorstand noch der Geschäftsführer dort auftreten.
Danach war der Insolvenzgrund natürlich gegeben und der Vorstand musste diese anmelden.
Was aber nicht gleichbedeutend damit ist, dass damit das Ende des Verbandes schon feststand. Die naheliegendste von allen diskutierten Varianten wäre - so sah übrigens der vorläufige Insolvenzverwalter zunächst auch seine Aufgabe - eine Entschuldung des Verbandes, verbunden mit einer Sanierung der Strukturen und Kosten und anschließender Fortführung des Geschäftsbetriebs.Vorschläge, wie das gehen könnte, lagen auf dem Tisch.
Es zeichnete sich aber recht schnell ab, dass die Entscheidungsträger des Kreises genau dies nicht wollten. Die große Chance, den missliebigen Tourismusverband jetzt endlich zu liquidieren, wollte man sich nicht entgehen lassen.Dafür war man bereit, fast jeden Preis zu zahlen: Da interessierte das Schicksal von 19 Mitarbeitern ebenso wenig wie der Schaden, welcher dem Tourismus in der Region zugefügt wird. Dies umso mehr, als sich bald herausstellte, dass man keinen Plan hatte, wie es weitergehen sollte. Hauptsache, dieses Krebsgeschwür, was da Tourismusverband heißt, wird mit Stumpf und Stiel ausgemerzt!
Das scheint ja nun gelungen - einen bitteren Beigeschmack hinterlässt das aber offensichtlich nicht nur bei den Betroffenen!
Mein Dank gilt auf diesem Wege noch einmal allen Mitarbeitern-alle haben trotz der unsicheren Zukunft voll mitgezogen.Und letztlich auch durch deren Engagement haben wir am Kyffhäuser-Denkmal mit mehr als 4000 Besuchern im Dezember den besten Wert seit mehr als 10 Jahren erreicht - ein weiterer Beweis für das oben Festgestellte…
Herbert Knischka
Geschäftsführer der Tourismusverbandes Kyffhäuser