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Di, 15:15 Uhr
07.01.2014

Kältepolentdeckung

Nach der Weltumradlung, der Kajaktour auf der Lena, dem Europalauf und anderen spektakulären Reisen, unternahm Ronald Prokein, der Russlandexperte, seine siebente Tour, diesmal wieder mit Partner Andy Winter. Darüber wird er in einem Vortrag berichten...

Der Vortragstermin wird am 15.01.2014, um 18.30 Uhr – in der Stadtbibliothek Artern sein.

Mit einem Lada Niva ging es nach Osten. Von Rostock fuhren sie über Russland in die Mongolei, weiter mit unterschiedlichen Gefährten nach China, Vietnam,Laos, Thailand, Malaysia, Singapur bis Australien.

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Hauptmission: Erstmaliger Aufbau zweier Wetterstationen in Jutschjugei (Nordostsibirien). Die meteorologischen Stationen sollten beweisen, dass die Region noch kälter ist als der offiziell kälteste bewohnte Ort der Welt: Oimjakon (-71,2 Grad Celsius - Guinness Buch Rekord).Enger Kooperationspartner des Projekts ist der Meteorologe Jörg Kachelmann.

Der bekannteste "Wetterfrosch" Mitteleuropas stellte die wissenschaftlichen Messinstrumente zur Verfügung. Der geographische Endpunkt der Tour: Marble Bar (heißester Ort Australien). Bei der Ankunft in Jutschjugei trafen Winter und Prokein einen alten Bekannten. Ihm mussten einen Monat zuvor seine erfrorenen Hände amputiert werden. Mit einem Motorschlitten war der kleine Jakute, namens Polikari, bei -50 Grad Celsius im Eis eingebrochen und musste nun über zwanzig Kilometer in der Nacht nach Hause laufen. In der Taiga verunfallte das Auto der Mecklenburger mehrfach und vereiste.

Ein betrunkener Ewene(Ureinwohner Sibiriens) hielt die beiden Abenteurer mit einem Beil in Schach.In der Mongolei mussten sie, aufgrund bürokratischer Hürden, den Lada und ihren mitgereisten Schäferhund Arthus zurücklassen. Winter und Prokein sprachen mit einem ehemaligen Vietnamkämpfer und begaben sich an alte Kriegsschauplätze. In Laos begegneten sie den freundlichsten Menschen der Reise. Ein Busfahrer bestahl Winter in Thailand im eigenen Bus. Die zwei Rostocker trennten sich für einige Tage in Singapur.

Prokein war in der Zeit fast mittellos, ein Kind der Straße. Mit einem gekauften Toyota setzten sie die Tour in Australien gemeinsam fort. Bei 43 Grad Celsius im Schatten lief Prokein die letzten 100 Kilometer durch menschenleere Prärie, bis Marble Bar.Der größte Respekt galt den Schlangen. Auf der Rückfahrt rammte ihr Auto eine Kuh.Nachdem die Rostocker ein zweites Mal nach Sibirien gereist sind, bekamen sie durch Jörg Kachelmann die sensationelle Nachricht das in Jutschugej noch tiefere Temperaturwerte gemessen wurden als in Oimjakon. Ein neuer bewohnter Kältepol der Erde ist entdeckt! In einer großen Hilfsaktion spendeten die Menschen in ganz Mecklenburg - Vorpommern Geld für Polikari. Auch Udo Lindenberg, Matthias Reim, G.G. Anderson u.a. Prominente beteiligten sich an der Aktion mit selbst gemalten Rentieren die später für den guten Zweck versteigert wurden.

Mit den Spendengeldern reisten Andy Winter und Ronald Prokein wiederum nach Sibirien um unter anderem Polikari von dem Erlös Prothesen zu finanzieren. Das Buch "Die Entdeckung des Kältepol Jutschjugei", mit einem Vorwort von Jörg Kachelmann, ist zudem neu erschienen.
Autor: khh

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