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Fr, 14:07 Uhr
10.01.2014

Strom musste gedrosselt werden

enviaM-Netzbetreiber MITNETZ STROM, der im Kyffhäuserkreis besonders im Ostteil aktiv ist, muss Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Netzgebiet immer häufiger drosseln. Der Ostteil des Kreis gehört allerdings nicht zu den "Spitzendrosslern".

„Zahl der Eingriffe hat sich 2013 gegenuber dem Vorjahr um 64 Prozent erhöht"

Die Netze bleiben das Nadelöhr der Energiewende in Ostdeutschland. Im Jahr 2013 musste der groste regionale Verteilnetzbetreiber in den neuen Bundesländern, MITNETZ STROM, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Netzgebiet, 159-mal drosseln. Dies entspricht einer Steigerung von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am häufigsten musste die Stromerzeugung in der Netzregion Brandenburg (151-mal) heruntergefahren werden. Schwerpunkte waren die Regionen Cottbus, Spremberg-Hoyerswerda-Weiswasser, Jessen-Herzberg-Falkenberg und Ortrand-Bernsdorf.

###banner## „97 Prozent der Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Binnenland sind an das Verteilnetz, sprich das Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetz, angeschlossen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet nach wie vor schneller voran als der Ausbau der Netze. Damit es nicht zu Netzengpässen kommt, sind wir gezwungen, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien immer öfter zu drosseln“ so Dr. Adolf Schweer, Technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM.

Um die bestehenden Netzengpässe zu beheben, arbeitet MITNETZ STROM seit Jahren mit Hochdruck am Ausbau und der Verstärkung der Netze und Anlagen. In 2013 konnten wir die erneuerte Hochspannungsleitung zwischen Falkenberg und Jessen in Betrieb nehmen.

Auch 2014 werden sich unsere Aktivitäten auf den Raum Jessen konzentrieren. Unter anderem beginnen wir gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz Transmission, ein neues 380/110-Kilovolt-Umspannwerk bei Jessen zu bauen, so Schweer weiter Bei der MITNETZ STROM erfolgt die Drosselung der Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien per Funksignal über die zentrale Schaltleitung in Taucha bei Leipzig.

Die Anlagenbetreiber erhalten vom Netzbetreiber für die Verringerung der Einspeiseleistung bei Vorliegen eines Netzengpasses eine Entschädigung als Ausgleich für die nicht eingespeiste Energie.
Weiterführende Angaben zum Netzsicherheitsmanagement sind im Internet unter www.mitnetz-strom.de, Stromnetz, Stromerzeugung, Betrieb, Netzsicherheitsmanagement oder Unternehmen, Zahlen & Fakten, Netzsicherheitsmanagement abrufbar.
Autor: khh

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