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Mi, 11:06 Uhr
15.01.2014

Vages von der B4

Breiten Raum in der Diskussion bei der gestrigen Verkehrskonferenz des Kyffhäuserkreises nahm das Thema Bundesstraße 4 ein, weshalb das Thema auch hier etwas stärker beleuchtet werden sollte...

Über die wichtigsten Ergebnisse der Verkehrskonferenz hatte kn gestern bereits berichtet, so auch über den kleinen Aufreger bei der Sache mit der möglichen LKW-Maut auf der B4 LKW-MAUT AUF DER B4?.

Vages von der B4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Vages von der B4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In Ihren einleitenden Worten hatte Landrätin Antje Hochwind (SPD) mit Eindringlichkeit gemahnt, dass die B4 als Ganzes betrachtet werden muss und das eine sehr wichtige Verkehrsader für den Kyffhäuserkreis und Nordthüringen insgesamt ist, siehe auch obiger Bericht von gestern.

Danach ergriff Frank Kretschmar, seines Zeichens Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) das Wort. Er bekräftigte, dass im Kreis in die Infrastruktur investiert werden müsse. Aber schon beim ersten Vergleich lag er doch etwas daneben. Der Vergleich der Infrastrukturen Hamburg und Kyffhäuserkreis (bei ähnlicher Flächengröße) konnte nur zeigen das Welten dazwischen liegen, aber wirkliche Ableitungen für den Kreis nicht drin sind.

Und wenn er dann stolz verkündete, Thüringen wird entlang der Autobahnen das Breitbandangebot ausbauen, dann muss man schmunzeln, denn das klein Stück A71 wird für den Kyffhäuserkreis nicht viel bringen, bei den Lücken die im Breitbandangebot im Kreis herschen.

Dann ging es auch um den Ausbau der B4. In der Zuarbeit zum Bundesverkehrswegeplan hätte man fünf Projekte angemeldet:

- B4 Sundhäuser Berge: rund 9,5 Millionen Euro
- Ortsumfahrung Oberspier: rund 19,5 Millionen Euro
- Ortsumfahrung Greußen: rund 17,3 Millionen Euro
- Ortsumfahrung Straußfurt: rund 21 Millionen Euro
- Ortsumfahrung Gebesee: rund 9,5 Millionen Euro.

In der Diskussion brachten gleich mehrere Redner zum Ausdruck, dass der Gesamtausbau der B4 zwischen Andisleben und Nordhausen auf der total überlasteten Strecke notwendig sei. Kritik: Das ganze ist Stückwerk, da nur Einzelmaßnahmen angemeldet sind. An vielen Engstellen gibt es kaum Überholmöglichkeiten und das nervt nicht nur Autofahrer sondern auch die LKW-Fahrer, wie der Geschäftsführer von Nucke Transport bestätigte.

Zwar legte Kretschmar in der Diskussion nach, es werde eine ganzheitliche Bewertung der B4 geben, aber überzeugend klang das nicht. Und wenn die Maßnahme nicht mal nach Berlin gemeldet wurde, sieht es mit Sicherheit nicht gut dazu aus.

Leider war von den drei Bundestagsmitglieder des Kreises keiner persönlich anwesend (es ist wohl Sitzungswoche in Berlin), aber die anwesenden Assistenten werden wohl das Ganze hoffentlich mit Nachdruck weiterleiten. Wenn die Maßnahmen wirklich in den Bundeswegeplan kommen sollen ist wohl noch viel Lobbyarbeit notwendig.

Einzelkritik kam zur Ortsumfahrung Oberspier, da ja die B4 kaum durch den Ort führe. Hier stellte Sondershausen Bauamtsleiter Manfred Kucksch klar, es geht bei der Maßnahme Ortsumfahrung Oberspier um die Gesamtmaßnahme Neuanbindung B4 mit der B249 bis hin zum Graß und Entschärfung des Unfallschwerpunktes Oberspier - Sondershausen (Graß).

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Eindrucksvoll und bedenklich auch der Bericht der Polizeiinspektion Kyffhäuser zum Thema B4. Hier kam die klare Ansage, verkehrsorganisatorisch ist die B4 ausgereizt und man könne dort keine Verbesserung der Situation erreichen. Hier seien bautechnische Maßnahmen erforderlich. Allein drei Verkehrstote auf dem kurzen Abschnitt B4 im Kyffhäuserkreis und 18 Schwerverletzte (allein 2013) sprechen wohl Bände.

Winfried Ludolph, vom Nordthüringer Straßenbauamt, kündigte an, dass in den Sundhäuser Bergen auf der B4 der Straßenbelag teilweise erneuert werden wird, wofür 1,4 Millionen Euro bereit stehen.
Ludolph stellte auch schon mal die neue Streckenführung der B4 im Bereich der Sundhäuser Berg vor. danach soll es von Sondershausen aus weitgehend an der Waldkante lang gehen, um eine Begradigung der Strecke zu erreichen. Imposant seine Zeitpyramide die Ludolph zum Projekt Sundhäuser Berge vorstellte. Selbst wenn es in den Bundeswegeplan kommt, könnten noch 10 Jahre vergehen ehe wirklich gebaut wird.

Aber selbst das ist noch graue Theorie. Wenn es nicht gelingt die Maßnahmen, oder einen Teil davon in den Bundeswegeplan zu bringen, dann wird nicht ein müder Euro fließen und es tut sich nicht viel an der B4.

Vages von der B4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Vages von der B4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Hochwind und die Landtagsmitglieder Gudrun Holbe und Manfred Scherer (beide CDU) erinnerten die anwesenden Politiker (u.a. Lutz Irmer vom Thüringer Verkehrsministerium), dass man gerade bei der B4 nicht nur auf die Effektivität der Einzelmaßnahmen schauen darf, sondern das der Ausbau der B4 als wichtigen Standortfaktor für die Region gesehen werden muss.
Vages von der B4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vages von der B4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vages von der B4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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