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Sa, 12:29 Uhr
18.01.2014

Ein Abend im Tiefland

Aus den Bergen stieg gestern Abend der Hirte Pedro herab ins „Tiefland“. Und mehr als 400 Premierenbesucher im Nordhäuser Theater waren gekommen, um ihn dabei zu beobachten.

Eugen d’Alberts Oper „Tiefland“ besticht mit ihrer großartigen Musikalität und verlangt Orchester und Sängern einen hohen Grad an Professionalität ab. Diesem Anspruch konnte die Premiere gestern Abend vollends gerecht werden. Ein sehr gutes Loh-Orchester unter seinem GMD Markus L. Frank musizierte feinfühlig zur inszenierten Handlung und begleitete die Solisten hervorragend durch die Inszenierung.

tiefland (Foto: theater) tiefland (Foto: theater)

Hochzeitsvorbereitungen: Marta (Bianco Koch) wird geschmückt, Nuri (Elena Puszta li.) ist skeptisch

Der Inhalt ist schnell erzählt: Armer Hirte wird vom übermächtigen Herrn mit dessen Geliebter zum Schein verheiratet. Doch der Plan des reichen Grundbesitzers geht nicht auf und die Handlung nimmt einen dramatischen Verlauf.

Vor allem die sängerische Kraft und Klasse dieser drei Protagonisten war es, was neben der eindrucksvollen Musik d’Alberts das Publikum begeisterte. Bianca Koch als Marta, Kai Günther als der böse Herr Sebastiano, vor allem aber Joshua Farrier als Hirte Pedro wussten mehr als nur zu gefallen. Hervorzuheben sind ebenfalls Kammersänger Jürgen Trekel als Tommaso und Elena Puszta als Nuri, die auch spielerisch bestach.

tiefland (Foto: theater) tiefland (Foto: theater)

Kai Günther als reicher Sebastiano, der Marta (Bianco Koch) als Leibeigene behandelt

Wolfgang Kurima Rauschnings Bühnenbild ist sowohl poetisch wie auch äußerst praktikabel. Am Ende zollten die Zuschauer dem Orchester, dem Ensemble, dem Regieteam um Toni Burkhardt (Inszenierung), Udo Herbster (Kostüme) sowie Elena Pierini (Choreinstudierung) anerkennenden, begeisterten Applaus.

tiefland (Foto: theater) tiefland (Foto: theater)

Liebhaber und Ehemann geraten aneinander: Kai Günther und ein glänzend aufgelegter Joshua Farrier

Das Theater Nordhausen bietet mit „Tiefland“ eine weitere hochwertige Opernproduktion, die anschauenswert ist und über die man reden wird.

OLAF SCHULZE
Autor: nnz

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