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Do, 18:28 Uhr
23.01.2014

„Reformation und Politik“

In der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen geht es am Wochenende in einer Tagung um "Musik, Reformation und Politik im 16. Jahrhundert"

Im Themenjahr der Reformationsdekade „Reformation und Politik“ widmet sich die interdisziplinäre Tagung „Musik, Reformation und Politik im 16. Jahrhundert“ den Mechanismen und Folgen des konfessionellen Wandels in Liturgie und Musik. Historiker, Theologen und Musikwissenschaftler nehmen ausgehend von der Auslotung fürstlicher und politischer Handlungsspielräume konfessionelle und musikalische Diskurse über die „wahre“ Kirchenmusik in den Blick.

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Überlegungen zu ausgewählten Gattungen des neuen Gottesdienstverständnisses – wie die deutsche Psalmmotette – stehen dabei ebenso im Zentrum wie einzelne Protagonisten, darunter der mit Martin Luther sympathisierende, am katholischen Münchner Hof angestellte Ludwig Senfl oder die einflussreichen Naumburger Bischöfe Nikolaus von Amsdorf und Julius von Pflug. Nicht zuletzt wird auch nach möglichen reformatorischen musikalischen „Stilmitteln“ gefragt. Ergänzt wird die Tagung um ein Konzert, in dem eine rekonstruierte Mischliturgie des 16. Jahrhunderts als Dokument des konfessionellen Wandels erklingen wird.

Das Konzert um 19:30 Uhr wird vom Augustiner-Vocalkreis Erfurt unter der Leitung von Dietrich Ehrenwerth gestaltet.

Die Tagung ist eine Kooperation der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen und des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena, die wissenschaftliche Leitung haben Prof. Dr. Eckart Lange (Sondershausen) und Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt (Weimar-Jena) inne.
Autor: khh

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