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Sa, 22:17 Uhr
25.01.2014

Im Pokalkrimi unterlegen

In einem hoch dramatischen Pokalfight unterlag der Thüringer HC dem TSV Bayer 04 Leverkusen nach Verlängerung mit 32:34. Einzelheiten wie immer in Ihren Nordthüringer OnlineZeitungen...


Die Thüringerinnen nutzten ihre Wurfchancen schlecht und unterlagen einer super aufspielenden Gästemannschaft, für die Marlene Zapf, Kim Naidzinavicius und Anne Jochin mit je acht Treffern die erfolgreichsten Leverkusener Werferinnen waren. Beim THC erzielte Alexandrina Barbosa als beste Werferin zehn Treffer.

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Beide Abwehrreihen begannen defensiv und sehr beweglich - Jana Krause reagierte mehrfach stark und bei den Gastgeberinnen nahm sich Sandy Barbosa zwei mal den Wurf und traf. Während die aufmerksame THC-Abwehr in den ersten neun Minuten nur einen Gegentreffer zuließ, gelang dafür aber im Angriff nicht sehr viel. Zwei starke Aktionen von Barbosa brachten den THC nach vorn, dann zeigten Fehlwürfe von Katrin Engel und ein verworfener Strafwurf der sonst so sicheren Sonja Frey, dass bei den Gastgeberinnen eine Menge Nervosität im Spiel war. So verwunderte es kaum, dass zwei sehenswerte Fernwurftreffer von Anne Jochin und Marlene Zapf, die erste Gästeführung brachten (3:4 - 14. Minute).

Die Startviertelstunde atmete Spannung, die noch anwuchs als Natalie Hagel, zum Strafwurf eingewechselt, Iveta Luzumovas Wurf glänzend parierte. 5:4 - das Resultat nach 17 Minuten spricht Bände. Erst eine energische 1:1-Aktion von Alexandrina Barbosa und ein schöner Hüftwurf von Iveta Luzumova brachten den Thüringerinnen erstmalig eine Drei-Tore-Führung. Doch das Spiel blieb hoch spannend - vor allem Naira Egozkue Extremado mit beeindruckender Dynamik von Außen und vom "Punkt" kämpfte den TSV heran.

Mit einem Treffer ins Toreck hatte Kim Naidzinavicius nach einem Fünf-Tore-Lauf in der 27. Minute die Gäste wieder in Führung gebracht. Der THC konterte zwar und ging seinerseits mit 12:11 in Führung, kurz vor dem Pausensignal hatten die Werkselfen durch einen Treffer von Kim Naidzinavicius die Führung wieder zurückerobert (12:13 - 30. Minute). Erst vier Sekunden vor dem Abfiff rettete Sandy Barbosa mit einer nochmals schönen Einzelleistung das Halbzeit-Remis.

Der THC startete mit Druck in die zweite Halbzeit, Anja Althaus am Kreis freigespielt, traf. Im nächsten Angriff scheiterte Sandy Barbosa völlig frei an Salamakkha im TSV-Gehäuse und Kim Naidzinavivius war wiederum mit dem 15:15-Ausgleich zur Stelle und Marlene Zapf brachte ihr Team mit sehenswertem Sprungwurf in Front. Der THC glich aus und ging seinerseits nachdem Kim Naidzinavius nur den Pfosten des THC-Gehäuses traf, wieder in Führung.

Doch Leverkusen war hellwach und hatte heute mit Naidzinavizius, Zapf und Jochin die besseren Fernwurfschützen, gegen die auch die jetzt eingewechselte Maik März keine Mittel fand. 22:20 aus Gästesicht zeigte die Anzeigetafel in der 46. Spielminute. Nadja Nadgornaja, seit der 21. Minute ohne Torerfolg, versuchte es mehrfach mit der Brechstange. Nur Iveta Luzumova hielt den THC noch auf Tuchfühlung. Das Spiel wurde zunehmend hektischer und Anja Althaus kassierte nach einem Foul an Desiree Comans zwei Strafminuten. Da lag Leverkusen bereits mit 25:23 vorn. Das Spiel schien gelaufen - dann lief Extremado zum Ball-Klauen durch den Mittelkreis und kassierte ebenfalls zwei Minuten. Gewaltwurf von Nadgornaja - und im nächsten Angriff nach gehaltenem Ball von Jana Krause setzte Sonja Frey den 26:27 Anschlusstreffer.

Jetzt kocht die Halle. 1:18 Minuten noch zu spielen - Iveta Luzumova setzt den Ball an die Latte den Abpraller erkämpft sich Danick Snelder, wird gefoult - Strafwurf. Sandy Barbosa geht an die Linie und verwandelt ihren ersten Strafwurf im THC-Dress - und hat damit nach weiteren 35 Sekunden aufopferungsvoller Abwehrarbeit unter dem Jubel der vollbesetzten Salza-Halle das Pokal-Aus für den THC abgewendet.

Mit 27:27 geht es in die Verlängerung und wieder bringt Zapf die Gäste nach vorn. Engel gleicht mit schönem Heber über Salamakkha sofort wieder aus. Aber dann, nach einem Pfostenwurf von Nadgornaja, können die Gäste wieder jubeln. Jochin aus dem Rückraum und Seidel haben wieder zwei Tore vorgelegt und der THC mobilisiert die letzten Kräfte, um noch einmal heranzukommen.

Die Nerven werden jetzt maximal strapaziert - nach einer lautstarken Reaktion auf eine Schiedsrichterentscheidung von der Bank, erhält der THC eine weitere Zeitstrafe, jetzt muss der Gastgeber mit 5 gegen 6 schon ein Handballwunder vollbringen, will er hier das Blatt wenden. Wiederum ist es Kim Naidzinavicius, die das 32:30 erzielt und kurz darauf noch auf 33:30 erhöht - jetzt glaubte wohl niemand mehr an einen Erfolg des eigenen Teams. 1,5 Minuten vor dem Ende trifft Nadja Nadgornaja noch einmal den Pfosten, Sandy Barbosa scheitert zum zweiten Mal allein vor Salamakkha, der schöne Außentreffer von Sonja Frey zum 32:34 ist nur noch Kosmetik, danach jubeln die Werkselfen und ihr Anhang berechtigt, nach einem ganz starken Auftritt ihres Teams.

Stimmen nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (TSV): Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir haben bis zum Umfallen gekämpft und heute verdient gewonnen. Ich bin so stolz auf meine Mädels. Wir fahren zum Final Four. Heute Abend werden wir feiern.

Herbert Müller (THC): Glückwunsch zu einer Top-Leistung. Jetzt holt bitte auch den Cup. Es war ein sehr intensives Spiel. Wir haben so viele Chancen liegen lassen. Salamakha im Tor von Leverkusen war überragend. Was die heute für Bälle rausgefischt hat. Wir waren undiszipliniert und müssen in Zukunft abgezockerter agieren. Wir können nicht immer gewinnen, heute geht mein Glückwunsch an Leverkusen.
Autor: red

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