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Do, 13:12 Uhr
30.01.2014

In 30 Minuten bis zum nächsten Anschluss

„Unser Ziel ist es, dass die meisten Thüringer binnen maximal 30 Minuten Fahrtzeit das bundesweite Autobahnnetz erreichen können. Vielen Thüringern wird es künftig sogar binnen 15 Minuten gelingen", sagt Thüringens Verkehrsminister Christian Carius...


Hierzu war der Ausbau des Autobahnnetzes auf demnächst 530 Kilometer Länge von entscheidender Bedeutung. Durch die Thüringer Waldautobahn, die A 38 am Südharz und nun die Verlängerung der A 71 über Sömmerda und Artern nach Norden haben wir auch früher entlegene Teile des Freistaats zu attraktiven Lebens- und Wirtschaftsstandorten entwickelt.

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"Ansiedlungserfolge wie MDC Power – dem Daimler-Motorenhersteller – hier bei Sömmerda beruhen auch auf solchen Infrastrukturentscheidungen. Den Gesamtausbau des Thüringer Autobahnnetzes werden wir bis Ende 2014 mit dem Lückenschluss an der A 71 zwischen Sömmerda und dem Schmücketunnel abschließen. Danach konzentrieren wir uns auf den Bau weiterer Ortsumgehungen im Freistaat“, so Carius heute bei der Besichtigung der Autobahnbaustelle der A 71 nahe Sömmerda mit Mitgliedern des Verkehrsausschusses des Landtags.

„Durch die Verdopplung der Autobahnkilometer seit 1990 ist das Fernverkehrsstraßennetz in Thüringen erheblich engmaschiger geworden“, so Carius weiter. „Der letzte Lückenschluss am Thüringer Autobahnnetz ist auch ein Meilenstein für den Infrastrukturausbau in Nordthüringen. Der Kyffhäuserkreis mit der künftigen Industriegroßfläche Artern/Unstrut und der Landkreis Sömmerda mit dem sich vergrößernden Industriegebiet an der Kiebitzhöhe zwischen Sömmerda und Kölleda profitieren dann noch stärker von dem Ruf des Freistaats als die schnelle Mitte Deutschlands.“

Hintergrund: Der 11,3 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Sömmerda und der Anbindung B 85 kostet 72,3 Millionen Euro. Auf dem Teilstück wird auch die Tank- und Rastanlage „Leubinger Fürstenhügel“ entstehen. Eine Besonderheit des Bauabschnitts war die erforderliche ‚Dynamische Intensivverdichtung‘. Da die Trasse südlich der B 85 auf einer Länge von etwa 400 Metern durch ein aktives Erdfallgebiet führt, wurden bis zu 35 Tonnen schwere Gewichte mit einer Fallhöhe von 10 – 30 Metern eingesetzt, um den Baugrund zu verdichten.

Durch das Verfahren sollten oberflächennahe Hohlräume zum Einsturz gebracht und aufgelockerte Bereiche verdichtet werden. Anschließend begann 2012 die Errichtung der Ingenieurbauwerke. Alle elf Brücken auf dem Autobahnabschnitt sind laut Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) planmäßig 2013 fertig gestellt worden. Nach Abschluss der Erdarbeiten wird dieses Jahr der Straßenoberbau ausgeführt. Der letzte Lückenschluss an der A 71 soll Ende 2014 übergeben werden.

Der 17 Kilometer lange Autobahnabschnitt nördlich der Schmücke mit den Anschlussstellen Artern und Heldrungen bis zur A 38 bei Sangerhausen wurde bereits im April 2013 eingeweiht. Die Kosten liegen bei 193 Millionen Euro. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurden für beide Abschnitte Mittel in Höhe von 48,9 Millionen Euro bewilligt.

Der dazwischen liegende Bauabschnitt von Heldrungen bis zur B 85 mit dem 1.725 Meter langen Tunnel durch die Schmücke wurde bereits Ende 2008 dem Verkehr übergeben, kostete gut 130 Millionen Euro und erstreckt sich über knapp acht Kilometer.
Autor: red

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