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Fr, 09:23 Uhr
31.01.2014

Testsieger ist Aral vor OMV und Shell

Ein schneller Kaffee auf dem Weg zur Arbeit, ein Mittagssnack oder aber der Notfalleinkauf nach Ladenschluss des Supermarkts - das Shopgeschäft der Tankstellen findet regen Zuspruch und gewinnt auch für die Unternehmen kontinuierlich an Bedeutung. Aber wie umfangreich ist das Sortiment tatsächlich...


Und in welchen Shops punkten die Angestellten mit guter Beratung? Antworten liefert das Deutsche Institut für Service-Qualität, das im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv die Shop-Filialen von elf Tankstellenketten getestet hat.

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Insgesamt fiel die Servicequalität der Branche gut aus. Neben zehn Unternehmen mit dem Qualitätsurteil "gut" erreichte ein Anbieter sogar ein sehr gutes Leistungsniveau. Der Aktivitätsgrad stellte sich erwartungsgemäß als die größte Stärke der Tankstellenshops heraus - vor allem aufgrund der langen Öffnungszeiten von durchschnittlich knapp 20 Stunden am Tag.

Ein deutlicher Verbesserungsbedarf zeigte sich aber bei der Beratungskompetenz. So gaben die Shop-Mitarbeiter in fast zwei Drittel der 132 getesteten Filialen keine vollständigen Auskünfte. Fragen der Kunden - etwa nach der Nutzung von Winterdiesel und zum Handy-Verbot an Tankstellen - wurden nicht nur in einem Einzelfall schlichtweg falsch beantwortet.

"Auch wenn die Tragweite der Falschaussagen nicht extrem groß war – es ist schon bedenklich, wenn die Angestellten nicht einmal über Kernprodukte wie die einzelnen Kraftstoffe fachgerecht informieren können", kritisiert Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

Das Angebot der Tankstellenshops wurde insgesamt als gut eingestuft, offenbarte jedoch auch Optimierungspotenzial. Zum Beispiel umfasste das Sortiment in nahezu jedem Shop kalte und warme Getränke sowie Autozubehör. Warme Snacks, Blumen und vor allem Obst suchten die Kunden dagegen häufig vergeblich.

"Die Qualität der Speisen und Getränke im Bistro war im Durchschnitt zwar ebenfalls gut", ergänzt Marktforschungsexpertin Möller, "in einigen Filialen gab es allerdings Mängel in puncto Frische, etwa angetrockneten Belag bei Brötchen oder pappiges Gebäck."

Als Testsieger ging Aral aus der Studie "Tankstellenshops 2014" hervor. Ausschlaggebend war insbesondere das im Test beste Angebot. Die Filialen waren zudem über alle Bereiche hinweg sauber sowie ansprechend und barrierefrei gestaltet. Auch erzielten die Aral-Mitarbeiter bei der Beratungskompetenz ein gutes Ergebnis. Auf dem zweiten Rang positionierte sich OMV.

Das Unternehmen erreichte in sämtlichen Untersuchungsbereichen gute oder sogar sehr gute Resultate und punktete vor allem hinsichtlich Angebot, Mitarbeiterkompetenz und Gestaltung der Räumlichkeiten – etwa mit einer übersichtlichen Warenpräsentation. Shell belegte den dritten Rang.

Hier profilierten sich die Mitarbeiter mit der im Test höchsten Kompetenz und Kommunikationsqualität. Vor allem auf Beschwerden und Reklamationen reagierten die Shell-Angestellten äußerst hilfsbereit und professionell. Auch nahmen sie sich viel Zeit für die Kunden und beantworteten Fragen vollständig und individuell.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität untersuchte elf Tankstellenshops. Basis der Analyse waren jeweils zwölf verdeckte Testbesuche pro Unternehmen in 37 verschiedenen Städten Deutschlands. Insgesamt umfasste die Analyse 132 Vor-Ort-Tests. Im Fokus der Studie standen die Kompetenz und Freundlichkeit der Angestellten, das zur Verfügung stehende Angebot, die Gestaltung und Sauberkeit der Filialen sowie die Öffnungs- und Wartezeiten.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) verfolgt das Ziel, die Servicequalität in Deutschland zu verbessern. Das Marktforschungsinstitut mit Sitz in Hamburg führt zu diesem Zweck unabhängige Wettbewerbsanalysen, B2B-Studien und Kundenbefragungen durch. Rund 1.500 geschulte Tester sind in ganz Deutschland im Einsatz. Die Leitung der Forschungsprojekte, bei denen wissenschaftlich anerkannte Methoden und Service-Messverfahren zum Einsatz kommen, obliegt einem Team aus Soziologen, Ökonomen und Psychologen. Dem Verbraucher liefert das Institut wichtige Anhaltspunkte für seine Kaufentscheidungen.

Unternehmen gewinnen wertvolle Informationen für das eigene Qualitätsmanagement. Das Deutsche Institut für Service-Qualität arbeitet im Auftrag von renommierten Print-Medien und TV-Sendern; Studien für Unternehmen gehören nicht zum Leistungsspektrum des DISQ.

Mehr dazu: n-tv Ratgeber - Freizeit & Fitness, heute, 18:35 Uhr.
Autor: nnz

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Kommentare
Psychoanalytiker
31.01.2014, 16:11 Uhr
Super Supermarkt
Ist ja schön, dass die Tankstellen so gut abschneiden. Aber ich erlebe da meist etwas anderes. Die Shops nerven spätestens dann, wenn man nur getankt hat, bezahlen will und vor einem einer steht, der nicht getankt hat. Der will nämlich Zigaretten kaufen oder einen Snack bzw. eine Bockwurst essen. Da steht man herum, weil der Käufer die richtige Zigarettenmarke sucht und weil es die Zigaretten in der blauen Verpackung gerade nicht gibt, wird überlegt, ob man nun die rote mit den längeren Zigaretten, die grüne mit Menthol oder doch eine ganz andere Sorte kauft. Die Angestellte hinterm Tresen gibt gerne Auskunft und wendet sich dem Brotbackautomaten zu, weil die Brötchen gerade fertig sind. Dann wird eine Bockwurst nebst Brötchen auf einen Pappteller gelegt, und die Senfflasche in die Hand genommen. Der Kunde sagt dann aber „Nein, ich möchte lieber Ketchup und ich nehme doch die längeren Zigaretten“. Zweifellos bereitwillig und nett bedient die Angestellte weiter und will dann kassieren. Der Kunde hat aber kein Bargeld zur Hand und will mit Karte zahlen. Jetzt funktioniert der Kartenleser nicht richtig oder die Verbindung zum Server ist unterbrochen. Also Karte entnehmen, noch mal rein und wieder funktioniert´s nicht. Also doch mit Bargeld zahlen und dabei noch die vergessene Zeitschrift kaufen. Die zweite Kasse ist nicht besetzt, weil der Kaffeeautomat gerade gereinigt werden muss oder Regale aufgefüllt werden.
Nach gefühlten 15 Minuten ist der Kunde fertig und man kann sein bisschen Benzin jetzt bezahlen. „Darf´s noch etwas sein?“ – „Nein danke! Ich brauche nur Benzin.“ Zugegebener Maßen ist die Angestellte sehr nett und wünscht ein schönes Wochenende. „Das wünsche ich auch!“ Ich gehe zum Auto und ärgere mich, weil der Benzinpreis „in der Provinz“ wieder einmal höher ist, wie der in der Landeshauptstadt. Dies ist jeden Tag so, aber dies kontrolliert ja keiner. Leider muss es wie geschildert "laufen", denn die Tankstellenbetreiber leben nicht mehr vom Verkauf von Kraftstoffen, sondern vom Verkauf anderer Dinge. Deshalb nicht böse sein - ich habe große Achtung vor diesem "Job".
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