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Fr, 17:35 Uhr
31.01.2014

Lichtblick: Weihnachtszeit zu Ende

Wussten Sie schon, dass am Sonntag die Weihnachtszeit endet? Das Geheimnis der kirchlichen Feiertage wird gerade an den Feiertagen besonders sichtbar. Sie alle beginnen und führen einen „Hofstaat“ von Tagen hinter sich drein...


Der Weihnachtszeit voran geht eine kaum mehr bekannte Fastenzeit, die Adventszeit, die der inneren Einkehr diente. In ihr wurde auf Fleisch u.v.a.m. verzichtet (außer sonntags), um sich danach umso mehr an leckeren Dingen zu freuen, die es selbstverständlich nur in der Weihnachtszeit gab.

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So wurde der Stollen erst am Heiligen Abend angeschnitten, da er an das Christkind erinnerte. Wohl gab es einen Fastenstollen, doch der schmeckte so, dass ihn heute kaum jemand mehr anrührte, es sei denn, er feierte gern einen „Veggieday“.

Pfeffernüsse und Dominosteine wurden erst am 26. Dezember dargeboten und gegessen, weil sie an das Martyrium des Heiligen Stephanus erinnerten: er wurde gesteinigt. Während die Pfeffernüsse an sich hart waren und per se an Steine erinnern, symbolisierten die Dominosteine die Süße der himmlischen Freuden, die Stephanus nach seiner Steinigung erwartete.

Die Symbolik ist heute nicht mehr einfach zu entschlüsseln, doch hilft Ihre Kenntnis dabei, nicht schon im August unbedacht diese Köstlichkeiten zu konsumieren. Wer immer alles zur Verfügung hat, für den verliert alles seinen Glanz.

Die Weihnachtszeit beginnt am 25. Dezember. Der Heilige Abend, für Viele der Inbegriff von Weihnachten, ist dem eigentlichen Weihnachtsfest nur vorgeschaltet. Dieses hatte vier Feiertage, von denen nunmehr nur noch zwei existieren. Sie sind der Heiligen Familie (1. Weihnachtsfeiertag), Stephanus (2. Weihnachtsfeiertag), Johannes (3. Weihnachtsfeiertag) und den unschuldigen Kindern (4. Weihnachtsfeiertag) gewidmet. Die Weihnachtszeit endet mit der „Darstellung des Herrn“. Dieser Tag liegt genau 40 Tage nach Weihnachten – symbolische Zahl und symbolische Zeit.

„Darstellung des Herrn“ und bezieht sich auf das Kind Jesus. Dieses wurde im Tempel einem Priester dargestellt. Jeder erst Sohn einer Familie gehörte Gott und musste deshalb durch ein Opfer von einem Priester „ausgelöst“ werden: einem einjährigen Lamm und eine Taube. Arme Eltern konnten ihren Sohn mit zwei Tauben auslösen – wie Maria und Joseph (Lk 2, 24). Mit diesem Opfer wurde der 1. Sohn wieder „Besitz“ seiner Eltern.

Der Name „Maria Lichtmess“ leitet sich von Prozessionen ab, die an diesem Tag schon im 4. Jahrhundert begangen wurden und ihre Prägung durch die vielen Kerzen bei der Prozession erhielten und durch die Weihe der Kerzen für kirchlichen und häuslichen Gebrauch. Bis 1912 war „Maria Lichtmess“ übrigens ein offizieller Feiertag, der das Ende der Weihnachtszeit auch auf diese Weise markierte und im Gedächtnis der Menschen wach hielt.

Ein gesegnetes Wochenende, dem letzten der Weihnachtszeit, wünscht Ihnen
Superintendent Kristóf Bálint
Autor: red

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