Mi, 17:48 Uhr
05.02.2014
Wiegental dauerhaft gesichert...
Rechtsstreit beendet. Naturschutzfachlich bedeutsames Wiegental in der Hohen Schrecke dauerhaft als Wildnisgebiet gesichert. Durchbruch bei der Lösung des Rechtsstreits in der Hohen Schrecke. Dazu eine Pressemitteilung der Naturstiftung David...
Artern. 5. Februar 2014. Die Naturstiftung David, Herr Jan Martin Dee und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen haben heute in Artern einen Vertrag zur langfristigen Sicherung des naturschutzfachlich bedeutsamen Wiegentals im Waldgebiet Hohe Schrecke in Nordthüringen unterzeichnet. Damit wird auch der langjährige Rechtsstreit zwischen den Anrainerkommunen der Hohen Schrecke und der zuständigen Kommunalaufsicht beigelegt.
Wesentliche Eckpunkte der Vereinbarung wurden zwischen den Beteiligten im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke entwickelt und abgestimmt. Der Naturstiftung David als Projektträgerin ist es gelungen, für eine 176 ha große Teilfläche im Bereich des naturschutzfachlich besonders wertvollen Wiegentals einen dauerhaften forstlichen Nutzungsverzicht mit Herrn Dee zu vereinbaren. Die bisher von Herrn Dee nicht genutzten Waldbereiche bleiben damit "auf Ewigkeit" forstlich ungenutzt und können sich zu einem "Urwald von morgen" entwickeln. Darüber hinaus stimmt Herr Dee in dem Vertrag den auf seinem Besitz geplanten Wanderwegen zu und erklärt sich grundsätzlich bereit, in den außerhalb der 176 Hektar liegenden Waldbereichen seines Besitzes eine besonders naturnahe Bewirtschaftung vorzunehmen.
Mit diesen Punkten konnten auch die Kernforderungen der Anrainerkommunen der Hohen Schrecke erfüllt werden. Die Kommunen werden nun ihrerseits die Klage betreffend der Ausübung ihres Vorkaufsrechtes gegen die Kommunalaufsicht zurücknehmen. Der jahrelange Rechtsstreit in der Hohen Schrecke ist damit beigelegt.
Alle Beteiligten gehen davon aus, dass der heute unterzeichnete Vertrag bis spätestens Ende Februar umgesetzt ist.
Die Sicherung des dauerhaften forstlichen Nutzungsverzichtes im Bereich des Wiegentals erfolgt mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland aus dem Programm chance.natur – Bundesförderung Naturschutz, des Freistaat Thüringen und der Naturstiftung David. Bei der Finanzierung des Eigenanteils wird die Naturstiftung David unterstützt vom Umweltverband WWF Deutschland, von der Stiftung Naturschutz Thüringen und von der Heinz-Sielmann-Stiftung. Partner des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke sind darüber hinaus die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Das Wiegental im Nordwesten der Hohen Schrecke gilt mit seinen alten Buchen und Eichen als der naturschutzfachlich wertvollste Bereich. Naturschützer fanden hier beispielsweise in einer einzigen Buche ein Quartier mit rund 570 Fledermäusen. Auch die Wildkatze und der Uhu konnte im Wiegental nachgewiesen werden.
Autor: khhArtern. 5. Februar 2014. Die Naturstiftung David, Herr Jan Martin Dee und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen haben heute in Artern einen Vertrag zur langfristigen Sicherung des naturschutzfachlich bedeutsamen Wiegentals im Waldgebiet Hohe Schrecke in Nordthüringen unterzeichnet. Damit wird auch der langjährige Rechtsstreit zwischen den Anrainerkommunen der Hohen Schrecke und der zuständigen Kommunalaufsicht beigelegt.
Wesentliche Eckpunkte der Vereinbarung wurden zwischen den Beteiligten im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke entwickelt und abgestimmt. Der Naturstiftung David als Projektträgerin ist es gelungen, für eine 176 ha große Teilfläche im Bereich des naturschutzfachlich besonders wertvollen Wiegentals einen dauerhaften forstlichen Nutzungsverzicht mit Herrn Dee zu vereinbaren. Die bisher von Herrn Dee nicht genutzten Waldbereiche bleiben damit "auf Ewigkeit" forstlich ungenutzt und können sich zu einem "Urwald von morgen" entwickeln. Darüber hinaus stimmt Herr Dee in dem Vertrag den auf seinem Besitz geplanten Wanderwegen zu und erklärt sich grundsätzlich bereit, in den außerhalb der 176 Hektar liegenden Waldbereichen seines Besitzes eine besonders naturnahe Bewirtschaftung vorzunehmen.
Mit diesen Punkten konnten auch die Kernforderungen der Anrainerkommunen der Hohen Schrecke erfüllt werden. Die Kommunen werden nun ihrerseits die Klage betreffend der Ausübung ihres Vorkaufsrechtes gegen die Kommunalaufsicht zurücknehmen. Der jahrelange Rechtsstreit in der Hohen Schrecke ist damit beigelegt.
Alle Beteiligten gehen davon aus, dass der heute unterzeichnete Vertrag bis spätestens Ende Februar umgesetzt ist.
Die Sicherung des dauerhaften forstlichen Nutzungsverzichtes im Bereich des Wiegentals erfolgt mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland aus dem Programm chance.natur – Bundesförderung Naturschutz, des Freistaat Thüringen und der Naturstiftung David. Bei der Finanzierung des Eigenanteils wird die Naturstiftung David unterstützt vom Umweltverband WWF Deutschland, von der Stiftung Naturschutz Thüringen und von der Heinz-Sielmann-Stiftung. Partner des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke sind darüber hinaus die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Das Wiegental im Nordwesten der Hohen Schrecke gilt mit seinen alten Buchen und Eichen als der naturschutzfachlich wertvollste Bereich. Naturschützer fanden hier beispielsweise in einer einzigen Buche ein Quartier mit rund 570 Fledermäusen. Auch die Wildkatze und der Uhu konnte im Wiegental nachgewiesen werden.