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Do, 10:18 Uhr
06.02.2014

Gutscheine als Genickbrecher?

Gegen Darstellungen in großer Aufmachung in einer Thüringer Tageszeitung zum Thema Gutscheine am Kyffhäuser wehrt sich jetzt der ehemalige Geschäftsführer des Tourismusverbandes Kyffhäuser (TVK), Herbert Knischka, in einer Stellungnahme gegen über kn. Hier der volle Wortlaut...

Die Zeitung spricht in großer Aufmachung von einer „schweren Hypothek“ für den neuen Betreiber des Kyffhäuser-Denkmals im Zusammenhang mit den in 2012 und 2013 während der Bauarbeiten ausgegebenen Gutscheinen. Diese Angst ist allerdings völlig unbegründet.

Doch zunächst: Der Gutschein, enthalten in einem aus EFRE- Mitteln finanzierten Flyer und herausgegeben vom Landkreis als Bauherrn, war sozusagen das alternative Instrument, um den Besuchern ob der Bautätigkeit und den damit verbundenen Einschränkungen ihren Unmut über den zu zahlenden vollen Eintrittspreis zu nehmen. Übrigens mit allen Beteiligten einschließlich des Ministeriums abgesprochen!

Der Antrag des Tourismusverbandes als damaligem Betreiber auf eine Absenkung der Eintrittspreise während der Bauphase wurde zuvor vom Landkreis abgelehnt-sicher auch, weil man dann wohl um eine Absenkung der Pacht nicht umhingekommen wäre.

Fazit: Der psychologische Effekt mit diesem Gutschein auf freien Eintritt in 2014(nach Ende der Bauarbeiten) hat funktioniert-es gab nur sehr wenig aufgeregte Besucher an der Kasse.
Bleibt die spannende Frage, wie viele Besucher den Gutschein tatsächlich einlösen werden. Dazu muss man sich einfach mal die Ergebnisse der durch den Tourismusverband in den Jahren 2010 0nd 2011 durchgeführten Besucherbefragung anschauen.

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Von den Besuchern, die aus Köln, Frankfurt, Hamburg oder München gekommen sind, ist kaum zu erwarten, dass 6,-- Euro nicht zu zahlender Eintritt ein Motiv für einen erneuten Besuch darstellen werden. Reisegruppen- auch deren Teilnehmer haben den Gutschein erhalten- müssen erst wieder für den Kyffhäuser zurückgewonnen werden.

Viele haben das Kyffhäuser-Denkmal aus ihren Programmen genommen. Das ist übrigens- auch im Zusammenhang mit der aktuellen Situation- die eigentliche Hypothek für den neuen Betreiber!
Bleiben die Besucher aus der Region-ca. 25% kommen aus einem Umkreis von 100 km.
Wie viele haben tatsächlich Gutschein, also Flyer und Eintrittskarte aufbewahrt und wie viele von denen werden auch wirklich noch mal wiederkommen?

Ein Blick auf den Januar, der freilich nicht repräsentativ ist, lässt aber zumindest eine Tendenz erwarten. Von den 2700 Besuchern haben 43 den Gutschein eingelöst, das sind 1,6 %....
Aber selbst wenn dieser Prozentsatz im Frühjahr und Sommer auf 10 % steigen sollte, ein „Genickbrecher“ für den neuen Betreiber wird es nicht werden. Ist doch davon auszugehen, dass das Budget für einen Familienausflug konstant bleibt und das Geld statt für Eintrittskarten für Eis und Bockwurst ausgegeben wird.

Herbert Knischka
Ehemaliger Geschäftsführer TVK
Autor: khh

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