Fr, 14:08 Uhr
07.02.2014
Winterdienst testet Solesprühtechnik
Mit zwei Solesprühfahrzeugen wird n diesem Winter bei Erfurt und Mühlhausen ein neuer technologischer Ansatz im Winterdienst getestet. Das in der Sole gelöste Salz bleibt regelrecht auf der Fahrbahn ‚kleben‘, erklärte heute Thüringens Verkehrsminister Christian Carius...
"Das herkömmliche Salz hingegen wird vom Fahrtwind leicht in die Straßengräben geweht. Dadurch brauchen wir je nach Witterung bis zu 80 Prozent weniger Salz.
Das entlastet die Umwelt und könnte auch zu Kostenersparnissen führen. Außerdem kann die neue Soletechnologie dazu beitragen, dass Reifglätte und überfrierende Nässe besser vermieden werden. Sie erleichtert ein vorsorgliches Streuen und das Ergebnis der Glättebekämpfung ist bislang einwandfrei. Wir werden unsere Testreihe nach dem Winter gründlich auswerten und bei Erfolg in der nächsten Saison fortsetzen, sagte heute der Verkehrsminister bei der Präsentation des 6. Straßenzustandsberichts der Winterdienstsaison 2013/14.
Der Einsatz der Sole erfordert jedoch zunächst Investitionen in neue Technik. Pro Einsatzfahrzeug fallen Kosten von rund 50.000 Euro an, da diese mit jeweils zwei verschiedenen Streuaufsätzen für Sole und Feuchtsalz ausgerüstet werden müssen. Sinkt die Temperatur auf unter – 6° Celsius muss die Straßenglätte wieder mit herkömmlichen Feuchtsalz bekämpft werden. Deshalb erprobt die Thüringer Straßenbauverwaltung den Einsatz der neuen Technologie zunächst in diesem Winter mit dem Einsatz von zwei Solesprühfahrzeugen, die vornehmlich auf der B 4 zwischen Erfurt und Andisleben und auf der B 247 zwischen Schönstedt und Mühlhausen zum Einsatz kommen. Die Umrüstung der Streuaufsätze erwies sich in dem Test bislang als unproblematisch und dauerte nur rund 15 Minuten.
Erste Ergebnisse des Tests zeigen, dass die Einsatzfahrten bei günstiger Witterung gegenüber der Feuchtsalztechnologie halbiert werden können. Nach 24 Stunden befinden sich noch 80 Prozent des mit der Sole ausgebrachten Salzes auf der Fahrbahn. Bei Feuchtsalzstreuung sind nach zwei Stunden bereits 80 Prozent des Salzes durch den Straßenverkehr auf die Bankette verfrachtet worden. Die ausgebrachte Solemenge wird durch eine Temperaturmessung der Straßenoberfläche (Thermologic) gesteuert und kann von 4 bis 40 Gramm pro Quadratmeter betragen. Bei Mühlhausen sank der Salzverbrauch auf ein Fünftel und bei Erfurt auf ein Drittel der ansonsten benötigten Salzmenge. Die möglichen Einsparungen sind durch die bislang überwiegend milde Witterung des Winters jedoch vermutlich überzeichnet. Genauere Potenzialabschätzungen der neuen Technologie sind frühestens am Ende der Winterdienstsaison möglich.
Landesweit wurden allein in den letzten beiden ‚winterlichen‘ Wochen rund 15.000 Tonnen Streusalz vom Winterdienst eingesetzt. Der Streusalzverbrauch im gesamten Winter beträgt dennoch mit 35.000 Tonnen bislang nicht einmal die Hälfte des Vorjahresverbrauchs. Im kalten Winter 2012/13 waren Anfang Februar bereits über 70.000 Tonnen Salz auf den Straßen ausgebracht worden. Auch aufgrund der vertraglich vereinbarten Nachlieferungen stehen derzeit noch über 90.000 Tonnen Streusalzvorräte zur Verfügung. Die Kosten für den Winterdienst betragen in dieser Saison bislang 15,5 Millionen Euro. Sie liegen damit rund vier Millionen Euro unter den Ausgaben des Vorjahres.
Autor: en"Das herkömmliche Salz hingegen wird vom Fahrtwind leicht in die Straßengräben geweht. Dadurch brauchen wir je nach Witterung bis zu 80 Prozent weniger Salz.
Das entlastet die Umwelt und könnte auch zu Kostenersparnissen führen. Außerdem kann die neue Soletechnologie dazu beitragen, dass Reifglätte und überfrierende Nässe besser vermieden werden. Sie erleichtert ein vorsorgliches Streuen und das Ergebnis der Glättebekämpfung ist bislang einwandfrei. Wir werden unsere Testreihe nach dem Winter gründlich auswerten und bei Erfolg in der nächsten Saison fortsetzen, sagte heute der Verkehrsminister bei der Präsentation des 6. Straßenzustandsberichts der Winterdienstsaison 2013/14.
Der Einsatz der Sole erfordert jedoch zunächst Investitionen in neue Technik. Pro Einsatzfahrzeug fallen Kosten von rund 50.000 Euro an, da diese mit jeweils zwei verschiedenen Streuaufsätzen für Sole und Feuchtsalz ausgerüstet werden müssen. Sinkt die Temperatur auf unter – 6° Celsius muss die Straßenglätte wieder mit herkömmlichen Feuchtsalz bekämpft werden. Deshalb erprobt die Thüringer Straßenbauverwaltung den Einsatz der neuen Technologie zunächst in diesem Winter mit dem Einsatz von zwei Solesprühfahrzeugen, die vornehmlich auf der B 4 zwischen Erfurt und Andisleben und auf der B 247 zwischen Schönstedt und Mühlhausen zum Einsatz kommen. Die Umrüstung der Streuaufsätze erwies sich in dem Test bislang als unproblematisch und dauerte nur rund 15 Minuten.
Erste Ergebnisse des Tests zeigen, dass die Einsatzfahrten bei günstiger Witterung gegenüber der Feuchtsalztechnologie halbiert werden können. Nach 24 Stunden befinden sich noch 80 Prozent des mit der Sole ausgebrachten Salzes auf der Fahrbahn. Bei Feuchtsalzstreuung sind nach zwei Stunden bereits 80 Prozent des Salzes durch den Straßenverkehr auf die Bankette verfrachtet worden. Die ausgebrachte Solemenge wird durch eine Temperaturmessung der Straßenoberfläche (Thermologic) gesteuert und kann von 4 bis 40 Gramm pro Quadratmeter betragen. Bei Mühlhausen sank der Salzverbrauch auf ein Fünftel und bei Erfurt auf ein Drittel der ansonsten benötigten Salzmenge. Die möglichen Einsparungen sind durch die bislang überwiegend milde Witterung des Winters jedoch vermutlich überzeichnet. Genauere Potenzialabschätzungen der neuen Technologie sind frühestens am Ende der Winterdienstsaison möglich.
Landesweit wurden allein in den letzten beiden ‚winterlichen‘ Wochen rund 15.000 Tonnen Streusalz vom Winterdienst eingesetzt. Der Streusalzverbrauch im gesamten Winter beträgt dennoch mit 35.000 Tonnen bislang nicht einmal die Hälfte des Vorjahresverbrauchs. Im kalten Winter 2012/13 waren Anfang Februar bereits über 70.000 Tonnen Salz auf den Straßen ausgebracht worden. Auch aufgrund der vertraglich vereinbarten Nachlieferungen stehen derzeit noch über 90.000 Tonnen Streusalzvorräte zur Verfügung. Die Kosten für den Winterdienst betragen in dieser Saison bislang 15,5 Millionen Euro. Sie liegen damit rund vier Millionen Euro unter den Ausgaben des Vorjahres.